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Kälte von Northrop, Michael, Jugendbücher, Dystopie, Spannung

Kälte

Northrop, Michael

Übersetzung: Thiele, Ulrich

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2012

Verlag: Loewe

Empfohlen ab: 13 Jahre

ISBN: 9783785574287

Inhalt

Es schneit wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Scotty und seine Freunde Pete und Jason gehören zu den letzten sieben Schülern ihrer Highschool, die darauf warten, nach dem Unterricht abgeholt zu werden. Bald jedoch wird klar, dass niemand mehr kommen wird.
Anfangs scheint es noch gar keine so schlechte Sache zu sein, den Abend und schließlich die Nacht in der Schule verbringen zu müssen – immerhin sind die zwei süßen Mädchen Julie und Krista mit von der Partie. Doch als zuerst der Strom ausfällt, dann die Heizung, schließlich die Wasserleitungen einfrieren und der Schnee draußen immer höher steigt und sie in Dunkelheit hüllt, liegen die Nerven blank – und plötzlich geht es ums nackte Überleben.

Bewertung

Der Jugendroman „Kälte“ von Michael Northrop ist ein Buch voller Spannung. Er ist lustig, aber an manchen Stellen sehr traurig. Man fiebert mit den Hauptpersonen mit. Schauplatz ist ein amerikanisches Hauptgebäude, in dem eine Gruppe Jugendlicher auf sich selbst gestellt eingeschlossen ist. Wie man auf dem Titelbild sieht, ist die Schule bis zum Dach eingeschneit. Es häufen sich die Fragen: Wie lange wird es noch schneien? Wie kriegen wir etwas zu essen? Wie halten wir uns warm?
Die Personen, die im Gebäude eingeschlossen sind, können unterschiedlicher nicht sein. Ein Tüftler, ein Schläger, ein Emo, Mädchen und Jungen, die normalerweise einen großen Bogen umeinander machen, aber dort sind sie eingeschlossen und arbeiten zusammen. Ihre Lage wird immer kritischer; sobald sie ein Problem gelöst zu haben scheinen, tauchen neue auf.
Der Roman ist aus der Sicht des Schülers Scotty Weems geschildert, mit lakonischer Sprache und unaufgeregt. Seine Schilderung steht in seltsamen Gegensatz zu der Brisanz ihrer Lage.
Ich finde das Buch sehr gut, ich würde es jedem empfehlen. Selbst die Widmung, die sich an die Mutter des Autors richtet, ist ziemlich cool. Ich wünsche dem Buch großen Erfolg, den hat es sich wahrlich verdient. Ich vergebe 5 Sterne!
David Müller (14) :: Jugend-Redaktion Buecherkinder.de



In dem Roman KÄLTE wird von Michael Northrop eindrucksvoll und lebensnah eine Extremsituation beschrieben, wie sie auch in echt hätte passieren können.
Wegen eines starken Schneesturms werden die meisten Schüler der Tattawa Regional Highschool mit den Schulbussen nach Hause gefahren, der Rest soll von seinen Eltern abgeholt werden. Doch die Eltern von 7 Schülern tauchen nicht auf. Der Schnee fällt immer dichter und stärker, wird zu einer undurchdringlichen weißen Wand. Die Schüler sitzen in dem Gebäude fest. Als dann der letzte anwesende Lehrer bei dem Versuch ein anfahrendes Auto zu erreichen nicht mehr auftaucht, erkennen sie den Ernst der Lage. Sie sind abgeschottet von allen anderen Menschen und ohne Strom vom Schnee eingeschlossen. Es wird dunkel, die erste kalte Nacht steht ihnen bevor. Am nächsten Morgen haben auch die letzten ihr mitgebrachtes Essen aufgegessen. Der Sturm wütet immer weiter. Mittlerweile liegen 2,50 Meter Schnee. Essen muss beschaffen werden und mit jeder Stunde wird es zunehmend dunkler und kälter. Das Unwetter scheint kein Ende zu nehmen.
Mir gefällt das Buch KÄLTE sehr gut. Auf circa 250 Seiten wird in 41 Kapiteln eine sehr realistische Geschichte beschrieben.
Weil die Situation der eingeschlossenen Schüler so real ist kann man sich extrem gut in die Personen hinein versetzten. Das wird durch die Ich-Perspektive noch verstärkt und man fühlt wirklich mit Weems, so die Hauptfigur, und seinen Mitgefangenen mit. Immer wieder fragt man sich, wie hätte ich selbst gehandelt? Was hätte ich anders gemacht?
Am Anfang wird deutlich klar, das alle damit rechnen, aller höchstens eine Nacht in der Schule zu verbringen, doch als einfach niemand auftaucht, macht sich Verzweiflung breit. Es wird immer kälter und die Stimmung sinkt. Was anfänglich noch eine kleine Unannehmlichkeit ist, endet in einem Überlebenskampf. Und niemand weiß wie lange der noch dauern wird.
Das Buch ist ein kleines, handliches Taschenbuch. Der hellblaue Einband auf dem der hoch eingeschneite Einband der Tattawa Regional Highschool abgebildet ist passt sehr gut zur Geschichte.
"Kälte" ist ein nettes, einfach zu lesendes Buch für kalte Abende an denen man sich auf der Couch sitzend darüber freuen kann, wie schön warm und gemütlich man es hat. Ich vergebe 4 Sterne.
Annina Hacheney (14) :: Jugend-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Spannung