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Käpten Eichhörnchen und die Zaubertür von Ecker, Christopher, Bilderbücher, Zum Vorlesen, Abenteuer

Käpten Eichhörnchen und die Zaubertür

Ecker, Christopher / Rassmus, Jens

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2014

Verlag: Gerstenberg

Empfohlen ab: 5 Jahre

ISBN: 9783836957502

Inhalt

Vergesst Käpten Flint! Vergesst Schwarzbart, den Schrecken der Karibik! Denn hier kommt Käpten Eichhörnchen! Alle Welt fürchtet ihn, denn der Käpten ist nicht nur ein Pirat, sondern auch ein Gespenst.

Eines Mitternachts, mitten auf hoher See, geschieht etwas Seltsames: Walther Biber, der Schiffszimmermann, entdeckt tief unten im Bauch des Schiffes eine Tür - unter der Wasseroberfläche, wo eigentlich gar keine Tür sein dürfte! Ob sich jemand traut, diese geheimnisvolle Zaubertür zu öffnen? Derweil steht Jack Wombat, der Steuermann, oben an Deck und träumt seinen ganz eigenen Traum - nie wieder kalte Ohren, das wäre was!

Bewertung

Die Geschichte der Zaubertür, die die Mannschaft um Käptn Eichhörnchen entdeckt, könnte wirklich spannend sein – leider verschenkt das Buch all sein Potenzial und lässt den Leser enttäuscht zurück. Auch die wunderschönen Illustrationen von Jens Rassmus, können die Leseerfahrung leider nicht aufwerten.

 

Eines Abends findet der Schiffszimmerer Walther Biber eine Zaubertür. Hinter dieser Tür befindet sich genau das, was der Durchgehende sich wünscht: Die Haselmaus steht im Käseland. Die Unke im Unkenhimmel. Eine klasse Idee! Doch leider lässt das immer betrunkene Eichhörnchen, der Kapitän des Schiffes, die Tür zu nageln und die Besatzung geht wohl oder übel schlafen. Ob ein betrunkenes Eichhörnchen der beste Protagonist für ein Bilderbuch ist, sei dahingestellt. Dass dieser allerdings weder charmant noch ironisch überspitzt noch lieb oder trottelig rüberkommt, ist eine große Schwäche des Buches. Das Eichhörnchen greift im Text mehrmals zur Rum-Flasche und leert diese zur Gänze, um anschließend zornig seine Mannschaft anzuschreien. Ein durch und durch unsympathisches Tier, das seine Mitreisenden drangsaliert und selbst den erwachsenen Leser mit einem unguten Gefühl zurücklässt. Dass Käptn Eichhörnchen ein Gespenst und in Vollmondnächten vollkommen durchsichtig ist, hat keinerlei Relevanz für den Fortgang der Geschichte – außer, dass der Leser natürlich den Rum durch ihn hindurchgluckern sehen kann.

 

„Käptn Eichhörnchen und die Zaubertür“ lässt mich etwas verstört und enttäuscht zurück. Die Geschichte hat keinen erkennbaren roten Faden. Weder das Gespenstermotiv, die Wünsche, Sehnsüchte und Ängste der Mannschaft noch das Rätsel um die Zaubertür werden ausgebaut. Der Protagonist ist ein jähzorniges betrunkenes Gespenster-Eichhörnchen. Deshalb kann ich leider nur 1 von fünf Sternen vergeben.

 

Laura Sonnefeld :: Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Abenteuer