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Kalim Baba und die Wörterlampe von Karimé, Andrea, Kinderbücher, Vorlesen, Abenteuer, Magie, Sprache

Kalim Baba und die Wörterlampe

Karimé, Andrea / von Bodecker-Büttner, Annette

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2015

Verlag: Picus

Empfohlen ab: 6 Jahre

ISBN: 9783854521822

Inhalt

Kalim Baba hat eine ganz besondere Fähigkeit: Egal wer sich streitet und was passiert ist, er findet immer die richtigen Wörter, damit die Menschen und Tiere wieder zueinander finden. Dann geht ihm ein Licht auf im Kopf und sein Hemd wird ganz warm. Als eines Tages die Königin von Mäusopotamien auf der Suche nach Wörtern im Kampf gegen die Etwas Eckigen Legomanen auftaucht, ist Kalim Baba jedoch ratlos. Da entdeckt er in einem abgelegenen Turm das Kalimlarium: ein Zimmer mit allen Wörtern der Welt!

Bewertung

Der Titel und der Klappentext des Buches Kalim Baba und die Wörterlampe haben mich sehr neugierig auf das Bilderbuch gemacht. Nachdem ich es gelesen habe, war ich eher enttäuscht.

Grundsätzlich find ich die Idee der Geschichte - ein Junge findet die richtigen Wörter um Streit zwischen Lebewesen zu klären – richtig gut. Mit der Art und Weise wie die Geschichte geschrieben wurde, kam ich aber gar nicht klar.

Es werden viele Nebenschauplätze aufgemacht und ganz viele zusätzlichen Details erzählt, die für die eigentliche Grundidee der Geschichte meiner Meinung nach keine Rolle spielen. Ich empfand die vielen Zusatzinformationen über die Mutter und die Nebelfrau eher als vewirrend wie unterhaltend. Auch hatte ich oft das Gefühl, dass der rote Faden der Geschichte verloren gegangen ist. Immer wieder werden neue Nebenschauplätze aufgemacht. Bei mir entstand der Eindruck, dass unbedingt versucht wurde Ernsthaftigkeit, Witz und Spannung in einer Geschichte unterzubringen, egal wie.

Bebildert ist die Geschichte allerdings sehr liebevoll und kreativ.

 

Obwohl ich die Geschichte nicht so toll fand, habe ich sie meinen Schülern (Alter zwischen 6 und 8 Jahren) vorgelesen. Auch hier habe ich gemerkt, dass die Geschichte als Vorlesebuch für das Alter in einer großen Gruppe zu detailreich und kompliziert war. Einige Kinder haben sich ziemlich schnell ausgeklinkt und nur ein paar haben bis zum Schluss durchgehalten und aufgepasst.

Als Rückmeldung fanden alle Kinder die Geschichte toll, aber nur ein einziges Kind (von 23)  hatte die Idee, die hinter der Geschichte steht, verstanden. Die anderen fanden einfach witzig, dass jemand mit seiner Zunge Wörter einfängt.
Allerdings glaube ich, dass wenn man das Buch mit seinem Kind alleine Zuhause liest und vielleicht immer wieder Pausen macht und über einzelne Passagen redet, die Grundaussage des Buches - die richtigen Wörter zu finden, um Streit zu klären - verstanden werden kann.

 

Alles in allem würde ich das Buch leider nicht weiterempfehlen, da die Grundidee super ist aber nicht richtig umgesetzt wurde.

 

Carmen Gutmann (Grundschulllehrerin) :: Redaktion Buecherkinder.de
 

Themen: Abenteuer, Magie, Sprache