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Lang soll sie leben

Meinderts, Koos

Übersetzung: Götze, Monika

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2016

Verlag: Jungbrunnen

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783702658786

Inhalt

Eva und ihre Freundin Sanne beschäftigt alles, was im Leben von jungen Mädchen so vorkommt: Schule, Eltern, Jungs, Liebe und Sex. Auf dem Schulweg sieht Eva eines Tages eine alte Frau, die auf den Gleisen steht, als ein Zug kommt. Ohne nachzudenken läuft sie los und rettet der Frau das Leben. Eva wird als Heldin gefeiert. Bei der Feier trifft sie auch die alte Dame, Frau de Graaf, wieder. Die beiden entwickeln Sympathie und Verständnis füreinander und schließlich offenbart Frau de Graaf Eva, dass der Vorfall auf den Gleisen kein Unfall war, sondern sie ihrem Leben freiwillig ein Ende setzen wollte. Und Eva denkt plötzlich nicht mehr nur über das Leben nach, sondern auch über den Tod.

Bewertung

Eva rettet einer alten Dame auf dem Weg zur Schule, ohne nachzudenken, das Leben. In ihrer Stadt wird sie als Heldin gefeiert, doch warum fühlt sie sich dann nicht wie eine? Auf einer Veranstaltung auf der Eva für ihre Tat geehrt wird, lernen sich Eva und Frau de Graaf, der Eva das Leben gerettet hat, näher kennen. Irgendwann offenbart Frau de Graaf ihr, dass das kein Unfall war und sie wirklich sterben möchte ...

 

Der Klappentext hat mich sehr neugierig auf das Buch gemacht und ich war gespannt, was für eine Geschichte mich erwartet. "Lang soll sie leben" wird zu Teilen aus Evas Perspektive erzählt, dann wieder aus Frau de Graafs und manchmal auch als Rückblende auf Frau de Graafs früheres Leben. Die sechzehnjährige Eva ist eine sehr lebensnahe und sympathische Figur, deren Entwicklung ich gerne verfolgt habe. Frau de Graaf ist eine schon relativ alte Dame, die ihrem Leben ein Ende bereiten möchte. Ihre Gedanken nachzuvollziehen fand ich sehr interessant.

Das Buch ist sehr angenehm zu lesen und man hat es sehr schnell durchgelesen mit seinen 122 Seiten. Letztendlich habe ich mir gewünscht, dass es nicht ganz so kurz ist. Manchmal hat meiner Ansicht nach etwas Tiefe gefehlt. Ich hatte mir auch eine größere Verbindung zwischen Eva und Frau de Graaf erhofft, die leider nur wenige Male miteinander gesprochen haben, so dass man eigentlich mehr oder weniger zwei unterschiedliche Geschichten verfolgt hat, die sich wenige Male kreuzen.

 

Dennoch habe ich das Buch gerne gelesen und vergebe 4 von 5 Sternen für ein nettes Buch für zwischendurch mit einem interessanten Plot. Ich empfehle das Buch ab etwa 13 Jahren.


Lena Hansen (18) :: Redaktion Buecherkinder.de

 

Themen: Erwachsenwerden