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Leben ist auch keine Lösung

Hills, Lia

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2010

Verlag: script5

Empfohlen ab: 16 Jahre

ISBN: 9783839001165

Inhalt

Seine Mutter verunglückt bei einem Autounfall. Auf ihrer Beerdingung verliebt er sich zum ersten Mal unsterblich in eine junge Frau.
Tod – Liebe. Wie kann das eine so selbstverständlich neben dem anderen stehen? Will ist 17, als er sich, überfordert von den einschneidenden Ereignissen in seinem Alltag, auf die Suche macht. Auf die Suche nach Wahrheit und nach einem Leitfaden durch diesen Irrgarten, der sich Leben nennt. Nach einem Sinn, der die eigene Existenz rechtfertigt. Sterben kann ja wohl jeder. Aber wie um alles in der Welt lebt man?

Bewertung

Wills Mutter ist tot. Einfach so. Ohne jegliche Erklärung. So sieht Will das. Und nach einer Erklärung will er suchen. Er weiß nur noch nicht ganz, was für eine. So lernt er auf der Beerdigung seiner Mutter Taryn kennen. Für Will ist es Liebe auf den ersten Blick. Wie es der Zufall will besuchen Will, sein Bruder Adam und sein Vater Taryns Familie, die schon lange mit Wills Mutter befreundet war. Will und Taryn lernen sich besser kennen und werden schnell ein Paar. Durch sie kifft Will zum ersten Mal, trinkt eine Menge Alkohol, nimmt Drogen und meditiert mit ihrer Schwester Samara. Und das alles nur, weil er unbedingt den Sinn seines Lebens finden möchte.
Lia Hills schafft es durch ihren Schreibstil, dass der Leser manchmal denken könnte, selbst Will zu sein. Sie verwendet die Ich-Perspektive und erzählt in alltäglicher Sprache.
Mir gefällt das Buch im gesamten gut, bis auf einige Szenen, die mir persönlich etwas zu detailliert waren. An manchen Stellen habe ich mich selbst wie Will gefühlt, was auf das Talent der Autorin hinweist. Besonders beeindruckend fand ich Situationen, in denen Wills Erinnerungen zu lesen sind. Die letzte Erinnerung hat mich sehr berührt.
Sehr beeindruckend waren für mich die Beschreibung von Wills Gefühlen. Ich konnte genau nachvollziehen, wie es ihm ging und welche Emotionen gerade in ihm hochkamen. Da Will ein Teenager ist, sind auch seine Gefühle wie die eines Teenagers, mal verwirrt, mal ganz klar. Mir war Will auf Anhieb sympathisch, da er genau so ist, wie man es von Menschen in seinem Alter erwartet. Solche Bücher, in denen der Schwerpunkt stark auf die Gefühlswelt gelegt ist, sind meistens doch anders geschrieben als "Leben ist auch keine Lösung", was das Buch wieder zu etwas Besonderem macht.
Das Buch hat mich bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen, ich wollte es einfach zu Ende lesen. Es wurde nie langweilig, die Geschichte ist abwechslungsreich und unterhaltsam geschrieben. Da es nicht allzu viele Seiten enthält ist es relativ schnell zu lesen, was einerseits gut, anderseits schade ist, weil ich sehr gern weiterhin Wills Geschichte verfolgt hätte. Daher kam das Ende für mich ein bisschen plötzlich.
Dieses Buch empfehle ich ab 15-16 Jahren, da es einige Situationen gibt, die man mit 14 und jünger nicht lesen und/oder verstehen möchte. Ich gebe diesem Buch 4 Sterne, da man sich sehr gut in Wills Lage hineinversetzt fühlt und jede Situation im echten Leben hätte geschehen können.
Leonie Dams (13 Jahre) - Jugend-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Aus dem Leben