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Leo und das ganze Glück von Lea, Synne, Jugendbücher, Aus dem Leben, Freundschaft

Leo und das ganze Glück

Lea, Synne

Übersetzung: Dörries, Maike

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2013

Verlag: Oetinger

Empfohlen ab: 11 Jahre

ISBN: 9783789141805

Inhalt

Zusammen sind sie am glücklichsten: Der zehnjährige Leo, der unter einem verkürzten Bein leidet, und die gleichaltrige unternehmungslustige Mei. Sie befreit ihn, wenn sein Vater ihn abends mal wieder im dunklen Keller eingesperrt hat, und die beiden verbringen ihre Tage gemeinsam in ihrem geheimen Baumhaus. Die Idylle zerbricht, als Leos Vater das Versteck entdeckt. Leos und Meis Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt.

Bewertung

Das Buch handelt von zwei Freunden - Leo und Mei. Mei ist ein normales Mädchen mit viel Energie, die sie nur beim Laufen abbauen kann. Sie ist immer in Bewegung und wohnt mit ihrer Mutter und dem Vater in einem schönen Haus mit Garten. Leo wohnt gegenüber mit einer netten Mutter, hat aber einen bösen Vater der Leo oft nachts in den Keller einsperrt, gegenüber Mei und allen anderen tut er nett. Außer Mei weiß auch niemand Bescheid. Manchmal lässt Mei Leo nachts raus aus dem Keller. Leo sammelt gerne Käfer und hat ein kürzeres Bein, das irgendwann aufgehört hat zu wachsen, das andere ist normal. Eines Tages bekommt Mei zum Geburtstag von ihren Eltern neue Laufschuhe und von Leo einen neuen wunderschönen Platz geschenkt, mit einem Hang zum Laufen und einer alten Eiche, in die sie später ihre Namen und die 3 einritzen, denn die 3 ist Leos Glückszahl. Sie bauen darauf ein Baumhaus mit alten Brettern und anderem “Schrott“ von einer Art Müllhalde neben dem Krankenhaus, das dort in der Nähe ist. Eines Tages, als Mei und Leo in ihrem geheimen Platz mit dem Baumhaus sind, kommt plötzlich Leos Vater durch den mit Efeu versperrten Eingang und schickt Mei fort. Dann geschieht ein schreckliches Unglück ...
Das Buch ist aus der Sicht von Mei erzählt und es ist anfänglich schwer verständlich, da sie es sehr gefühlvoll denkt und auch so erzählt. Sie verwendet für ihre Gefühle poetische Umschreibungen, das macht es teilweise schwer, zu verstehen, was sie meint. Sie beschreibt keine direkten Situationen, sondern ihre Gefühle in diesem Moment. Der Augenblick, als dem Leser klar wird, wie schlimm genau die Situation von Leo ist, macht einen ganz schön traurig. Die Geschichte wird nicht direkt und klar beschrieben, sondern die Bilder entstehen im Kopf, in der Phantasie und sind daher bei jedem etwas anders, das macht das Buch ganz einzigartig. Meine Mama hat einige Kapitel mit mir zusammen gelesen und dabei sogar geweint.
Das Buch war gefühlvoll, traurig, aber auch schön, weil es die tolle Freundschaft zwischen Mei und Leo beschreibt, die sich gegenseitig vertrauen und sich aufeinander verlassen können, sich Mut machen, füreinander da sind und sich in schwierigen Situationen trösten und verstehen, auch ohne dass sie direkt darüber sprechen müssen.
Ich empfehle es für Leser ab mindestens 11 Jahren, da man es anfänglich schwer verstehen kann und vergebe 4 von 5 Sternen.
Namira Hoeppner (11) :: Kinder-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Freundschaft