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Liberator von Harland, Richard, Jugendbücher, Abenteuer, Abenteuer

Liberator

Harland, Richard

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2011

Verlag: Jacoby und Stuart

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783941787353

Inhalt

Die Dreckigen, die mit ihrer Arbeit die Dampfturbinen des britischen Juggernauts, des Weltschiffs Worldshaker, in Gang halten, haben in einer Revolution die Herrschaft der feinen Leute von den oberen Decks gestürzt und den Worldshaker in Liberator, also Befreier, umbenannt. Doch die alten Mächte haben noch nicht aufgegeben: Sabotageakte erschüttern das Schiff, und schnell werden sie den Bewohnern der oberen Decks in die Schuhe geschoben, auch wenn sie, wie Col Porpentine, auf der Seite der Revolution gestanden haben. Riff, die Anführerin der Revolution, der Col zur Seite gestanden hat, fühlt sich nun gezwungen, ihren Freund zu ignorieren. Als die Juggernauts der anderen Nationen auftauchen, um dem revolutionären Spuk auf dem Liberator ein Ende zu bereiten, setzen sich die radikalsten Mitglieder des Revolutionskomittees durch, allen voran die wunderschöne unerbittliche Lye, die nun diktatorisch herrscht. Lye ist Cols erbittertste Feindin, und geschickt entfernt sie Riff aus ihrer Führungsrolle. Doch auch wenn die Vornehmen von ehedem wie in einem Lager zusammengepfercht sind und stündlich um ihr Leben fürchten müssen, riskiert Col sein Leben für die Verteidigung des Liberator – und für Riff.

Die Fortsetzung von Worldshaker

Bewertung

In dem Riesenschiff Worldshaker hat eine Revolution stattgefunden: Die Dreckigen, die früher den untersten Stand darstellten, haben den Juggernaut Worldshaker erobert und sind jetzt die neuen Herrscher über ihn und die zurückgebliebenen reichen "Protzer". Wer aber denkt, diese zwei Gesellschaftsgruppen würden jetzt einigermaßen friedlich zusammenleben, hat falsch gedacht, denn die Dreckigen entfernen sich immer weiter von den Protzern, schließen diese komplett aus und gehen sogar richtig aggressiv gegen diese vor. Nach Meinung der neuen Herrscher ist unter den Protzern nämlich ein Saboteur, der ein Ratsmitglied ermordet haben sollte und einen Angriff des Liberators (wie der ehemalige Worldshaker nach dem Umsturz genannt wird) verraten hätte, woraufhin das riesige Schiff von anderen Juggernauts gejagt wird. Währenddessen versucht Col, ein Protzer, weiterhin verzweifelt, Kontakt zu der Dreckigen Riff aufzunehmen. Doch jemand weiß, dieses Liebespaar auseinanderzutreiben: Lye, die mit ihrem Aussehen und ihrer Überzeugungskraft schon viele auf dem Juggernaut für ihre Meinung gewinnen konnte. Anders als Riff will sie eine komplette Revolution, will alle Protzer "abschaffen", wobei sie nicht vor Gewalttaten zurückschreckt. Doch auf Riff will sie trotzdem nicht verzichten, denn diese ist ihr größtes Vorbild. Als der Liberator schließlich von feindlichen Juggernauts komplett umzingelt und belagert wird, sehen die Revolutionäre nur einen Ausweg: Sie müssen Dreckige aus einem anderen Juggernaut dazu bringen, auch auf ihrem Riesenschiff eine Revolution zu starten. Dies wird sich noch als großer Vorteil bei der späteren Schlacht herausstellen.
Richard Harlands zweiter Band Liberator hat mir gut gefallen, jedoch nicht so gut wie der erste Band. In den ersten 100 Seiten beklagt sich Col nur darüber, wie sehr er Riff vermisst und versinkt in Liebeskummer, was ich für knapp 100 Seiten ein bisschen zu lange finde. Trotzdem ist es lohnenswert, das Buch weiter zu lesen. Durch immer neue Ereignisse und "Kampfszenen" hält der Autor die Spannung und ich kann versprechen, dass das Buch danach richtig fesselnd wird und man es bis zum Ende durchlesen möchte. Das Buch ist einer leicht zu verstehenden Sprache geschrieben/übersetzt, jedoch sind manche Szenen und Geräte, wie zum Beispiel der Dampffahrstuhl nicht sehr bildhaft beschrieben worden, doch so kann sich jeder Leser ein "eigenes Bild davon machen". Außerdem finde ich es schade, dass der Verlag nicht wie im ersten Band einen Querschnitt des Schiffes gedruckt hat. Die Handlung von Liberator ähnelt sehr der des ersten Bandes, es geht wieder um Revolution und eine Liebesgeschichte, trotzdem bleibt das Buch spannend. Um alle Handlungen und Beziehungen in dem Roman besser zu verstehen, sollte man jedoch den ersten Band Worldshaker gelesen haben. Auf jeden Fall aber ein gelungener Abschluss der Dilogie, der so leicht niemand entkommt. Liberator ist für alle Worldshaker- und Steampunk-Fans ab 14 Jahren zu empfehlen.
Miriam Thiel (14 Jahre) - Jugend-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Abenteuer