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Liebeskinder von Frey, Jana, Jugendbücher, Liebe, Erwachsenwerden, Liebe

Liebeskinder

Frey, Jana

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2015

Verlag: Arena

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783401067872

Inhalt

Zadoc liebt alles an Ivory. Ihr Haar, das sämtliche Farben des Herbstes hat. Der ständig wechselnde Ausdruck aus ihren winterhimmelblauen Augen. Und vor allem ihren Geruch nach Wind und Widerstand.

Kenzie liebt alles an Amos. Seine hellgrün schimmernden Augen, sein Lachen und Lächeln, seine Musik, seine Art, sich zu bewegen, seinen Gang. Und sie liebt es, dass er zu ihr gehört. Zu ihr ganz allein.

 

Zwei Liebende. Zwei Schicksale. Und eine Geschichte, in der alles, aber auch alles miteinander verbunden ist.

Bewertung

Zadoc ist total verliebt in Ivory, doch traut er sich nicht, ihr das zu sagen. Für alle ist er immer nur „der Irre“ oder „der Spinner“, nur für Ivory nicht, die seit Kindertagen seine einzige Freundin ist.

Kenzie steht ihrer Meinung nach im Schatten ihrer jüngeren und hübschen Schwester Janis. Erst als Kenzie aus den USA nach London zieht, kommt sie aus sich heraus als sie Amos kennenlernt. Die beiden sind total verliebt ineinander und Kenzie ist endlich glücklich.

Diese beiden Geschichten sind mit einander verbunden auf eine Art und Weise, die man nicht erwartet.

 

Dem Klappentext nach hatte ich etwas völlig anderes von diesem Buch erwartet, eben eine Liebesgeschichte von zwei Pärchen, die sich in irgendeinem Punkt überschneiden. In „Liebeskinder“ geht es jedoch um keineswegs durchschnittliche Beziehungen.

Zadoc ist siebzehn Jahre alt und alle machen einen großen Bogen um ihn, weil er als „verrückt“ und „seltsam“ bekannt ist. Dass mit ihm etwas anders ist, sieht Zadoc auch, aber ist er wirklich verrückt? Kenzies Geschichte spielt zeitlich vor Zadocs. Kenzie ist jahrelang unglücklich neben ihrer Schwester und erst als Amos auf der Bildfläche auftaucht, fängt sie an sich selbst zu mögen. Weder für Zadoc noch für Kenzie konnte ich Sympathie entwickeln. Bei Zadocs Geschichte wollte ich, aber dennoch wissen wie es weiter geht. Die Figur seiner einzigen Freundin Ivory hat mir sehr gut gefallen und spielt auch für die Handlung der Geschichte eine entscheidende Rolle. Auch Kenzies Freund Amos war mir einiger Maßen sympathisch, doch empfand ich bei Kenzies Geschichte eher wenig Neugier auf den Fortgang der Handlung.

Die Geschichten von Zadoc und Kenzie werden abwechselnd erzählt und liegen zeitlich weit auseinander. Die Kapitel sind auch relativ kurz, was es neben dem ständige Ort und Zeitwechsel noch erschwert hat, der Geschichte folgen zu können. Der Schreibstil der Autorin war mir persönlich zu abgehackt und kurz. Zwischenzeitlich war ich der Versuchung nahe, das Buch wieder aus der Hand zu legen, habe mich dann aber doch zusammengerissen und weiter gelesen, da der Klappentext eine Verknüpfung der beiden Geschichten versprach, die ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht erkennen konnte. Die Verbindung zwischen Kenzie und Zadoc, die auf den letzten Seiten des Buches aufgedeckt wird, hat mich völlig ahnungslos getroffen. Wow!

Insgesamt vergebe ich 3 von 5 Sternen für ein Buch, das mich, trotz guter Ansätze und der überraschenden Verbindung zwischen Kenzie und Zadoc, enttäuscht hat.

 

Lena Hansen (17) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Erwachsenwerden, Liebe