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Lost Land von Maberry, Jonathan, Jugendbücher, Dystopie, Spannung

Lost Land

Maberry, Jonathan

Übersetzung: Koop, Heinrich , Fritz, Franca

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2012

Verlag: Thienemann

Empfohlen ab: 13 Jahre

ISBN: 9783522201513

Inhalt

Eine Katastrophe, deren Ursache niemand kennt.
Eine Enklave, in der sich die letzten Überlebenden verschanzt haben.
Ein riesiges Niemandsland, das von Untoten bevölkert wird.
Zwei Brüder, die einander Feind sind.
Ein junges Mädchen, das den einen bewundert und den anderen liebt.

Bewertung

Nach dem Lesen der Kurzbeschreibung war ich mir etwas unsicher, ob mir das Thema wirklich gefallen könnte. Zombies sind sonst eigentlich nicht mein Themengebiet.
Nach „Lost Land“ bin ich bereit, meine Meinung – wenigstens vorübergehend – zu ändern.
Auch wenn mir der Einstieg in das Buch ein wenig schwerfiel, ist mein abschließendes Ergebnis doch positiv. Zu Beginn ist mir die Art von Benny absolut unsympathisch. Er ist naiv, großspurig und überheblich und liebt den Ruhmesglanz. Im Laufe der Geschichte vollzieht der Junge allerdings eine bemerkenswerte Wandlung. Dabei bekommt er Hilfe und Unterstützung von seinem Bruder Tom.
Nachdem ich mich erst mal eingelesen hatte, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte ging mir teilweise so nah, dass ich Gänsehaut bekam, oder sogar den Tränen nahe war. Es waren Empfindungen, wie ich sie mir zu Anfang nicht hätte vorstellen können! Die Entwicklung der Handlung und der Charaktere ist wirklich beachtlich. Die beiden Protagonisten zeigen dem Leser auf ihre sensible und einnehmende Art, wie es ist, mit seinen Aufgaben zu wachsen. Manchmal schnell und manchmal eben mit ein wenig Unterstützung.
Das ist es wohl auch, was mich so nachhaltig an die Geschichte gebunden hat.
Etwas abschreckend wirkt zeitweise die rohe und kaltblütige Brutalität. Doch hier hat der Autor Fingerspitzengefühl bewiesen. Er gibt der Handlung immer gerade rechtzeitig wieder einen Stoß in eine etwas abmildernde, positive Richtung. Er lässt Leser und Protagonisten nie das Licht am Ende des Tunnels aus den Augen verlieren.
Als plötzlich alles zu Ende war, fühlte ich mich etwas vor den Kopf gestoßen. Mir fehlt eindeutig eine Fortsetzung! Von mir gibt es, auch mit anfänglichen Schwierigkeiten, eine Leseempfehlung. Auch an all diejenigen, die vielleicht denken, mit Zombies eigentlich nichts am Hut haben zu können.
Ramona Nicklaus (18) :: Jugend-Redaktion Buecherkinder.de



Die Welt, wie wir sie kennen, ist verloren. Vor vielen Jahren, in der sogenannten „Ersten Nacht“, haben sich viele Menschen plötzlich in Zombies verwandelt. Die Ursache ist noch immer ungeklärt. Benjamin ist gerade 15 Jahre alt geworden, was zur Folge hat, dass er sich nun einen Halbtagsjob neben der Schule suchen muss. Nachdem er viele Jobs ausprobiert hat, die ihm nicht wirklich zugesagt haben, landet er bei seinem Bruder, den er eigentlich für einen Feigling hält und noch nie wirklich gut leiden konnte. Bennys Bruder, Tom Imura, ist Zombiejäger. Die Aufgabe eines Zombiejägers besteht darin, Zombies im sogenannten Leichenland zu befrieden. Benny geht nun bei seinem Bruder in die Ausbildung und lernt ihn und die Welt der Zombies besser kennen.
Nach der Vielzahl an Büchern und Filmen über Zombies ist es sicherlich schwierig, eine Geschichte der lebenden Toten zu schaffen, die sich maßgeblich von den anderen unterscheidet. Jonathan Maberry, dem Autor von "Lost Land", ist dies meiner Meinung nach jedoch sehr gut gelungen! Das Besondere: Der Autor steigt nicht etwa während oder ein paar Tage nach der Zombieapokalypse ein, sondern ungefähr 14 Jahre danach. So bekommt der Leser Einblick in eine Gesellschaft, die sich schon in dieser Welt eingelebt hat. Die Spannung bleibt die ganze Zeit über auf einem sehr hohen Niveau und das Lesen wird nie langweilig, da es dem Autor gut gelungen ist, viele verschiedene und glaubwürdige Situationen zu erschaffen. Neben sehr authentischen Schauplätzen, wie dem "Hungrigen Wald", sind die Charaktere unglaublich sympathisch, lebendig und individuell. Es fällt zudem sehr leicht, sich in den Hauptcharakter Benny hineinzuversetzen. Meiner Meinung nach ist "Lost Land" nicht nur ein Jugendbuch, sondern ein hervoragender Zombiethriller, der unter die Haut geht! 5 von 5 möglichen Sternen!
Kevin Hartwig (18) :: Jugend-Redaktion Buecherkinder.de



Amerika der Zukunft. Eine Epidemie, die durch ein Genexperiment ausgelöst wurde, verwandelt einige Menschen in Zombies. Die Überlebenden dieses Ereignisses, das später die „Erste Nacht“ genannt werden wird, schließen sich in kleinen Städten zusammen, die durch einen Zaun vom Leichenland abgeschirmt werden, den dort leben die Untoten.
Benny Imura lebt in einer dieser Städte, nämlich in Moutainside, zusammen mit seinem großen Bruder Tom. Seine Eltern wurden beide in der ersten Nacht verwandelt und obwohl Benny damals erst ein Jahr alt gewesen ist, suchen ihn immer noch Erinnerungen davon heim. Seit dieser Nacht gibt es zwei Sachen, die er abgrundtief verabscheut: Zum einen die Zombies, denn sie sind schuld daran, dass seine Eltern nicht bei ihm sind. Zum anderen Tom, denn er ist weggelaufen, wie ein Feigling, als ihre Mutter ihn am dringendsten gebraucht hätte. Doch als Benny fünfzehn wird und sich einen Job suchen muss, ist er gezwungen diese Einstellung noch einmal gründlich zu überdenken. Mangels anderer Möglichkeiten geht er bei seinem Bruder in die Lehre und kommt so zu seinem ersten Ausflug ins Leichenland. Tom zeigt ihm, worin seine Arbeit tatsächlich besteht und Benny muss einsehen, dass sie keineswegs etwas für Feiglinge ist.
Als ich mit dem Buch angefangen habe, war ich erst einmal begeistert. Ich habe in meinem Leben bereits sehr viele Fantasybücher gelesen, und irgendwann wird es schwer, etwas neues zu finden. Doch von Zombies habe ich noch nie ein Buch gelesen, deshalb war ich anfangs wirklich schwer beeindruckt und guter Dinge. Endlich mal ein Buch, das etwas anders ist.
Leider wurde sehr schnell klar, dass das Thema schon das einzige ist, das etwas anders ist. Sonst ist alles ziemlich offensichtlich, sehr viele Buchklischees sind in der Geschichte enthalten. Zum einen der anfängliche Hass auf die Ungeheuer, die die Eltern auf dem Gewissen haben, dann aber auch der Sinneswandel später im Buch. Beides taucht sehr oft in Geschichten auf und es wäre sehr schön gewesen, das ganze mal etwas abgeändert zu lesen. Dann auch der Hass auf den Bruder, der sich im Laufe der Geschichte auch verändert. Genau das gleiche. Natürlich sind das alles sehr schöne Erzählelemente, die einen gut unterhalten können, doch leider ist dann nach dem hundertsten gleich aufgebauten Buch die Spannung weg.
Also habe ich mich beim Lesen an die Zombies geklammert, die noch unbekannte Komponente. Sie waren wirklich gut aufgebaut, die Geschichte darum glaubwürdig strukturiert. Vor allem die ungewisse Bedrohung die von ihnen ausgeht hat mir gut gefallen, da sie ja nicht, wie andere Monster, mit lautem Gebrüll auf einen zustürmen. Stattdessen stehen sie einfach so rum und man muss aufpassen, was man sagt oder tut. Das baut eine schöne Spannung auf.
Die anderen Charaktere haben mir auch sehr gut gefallen, vor allem das verlorene Mädchen. Hier wurde Gott sei Dank das Klischee des glücklichen Wiedersehens ausgespart, da sie der normalen Welt viel zu fremd für so etwas war.
Der Plot selbst war auch sehr gut aufgebaut, mir hat es gefallen, dass man nicht sofort in das Geschehen geworfen wird, sondern erst einmal langsam die Geschichte aufgebaut wird. Der Kern der Story, nämlich Gameland, kommt erst sehr spät im Buch, was einen dazu bringt, sich in der Geschichte aufzuhalten und nicht einfach durchzurasen. Das fand ich wirklich gut.
Alles in allem sind es hauptsächlich zwei Punkte, die ich finde, dass man besser machen könnte: Zum einen etwas mehr Überraschungen einzubauen, etwas mehr anderes zu machen. Das schwierige daran, ein Buch zu schreiben, ist etwas Besonderes und Eigenes zu finden, und das hat hier nicht so ganz geklappt. Zum anderen würde ich die Zombies, das spannendste Element des Buches, etwas öfter eine Rolle spielen lassen, vielleicht auch etwas näher noch dem Leser zu bringen. Natürlich kommen sie immer wieder in der Geschichte vor, doch trotzdem liegt mir der Fokus zu sehr auf den Menschen.
Es war ein gut zu lesendes, unterhaltsame Geschichte, in der man sich gut aufhalten kann. Trotzdem war es bloß ein gutes Buch und kein perfektes, weil der besondere Faktor gefehlt hat. Ich gebe ihm 3 von 5 Sternen.
Elisabeth Stark (15) :: Jugend-Redaktion Buecherkinder.de



Alles begann in der sogenannten „Ersten Nacht“: Die Toten erwachten aus unerklärlichen Gründen zu Zombies, die alles was sich bewegt angreifen. Sie töteten einen Großteil der Menschen, die daraufhin zu Zombies wurden. Die wenigen Menschen, die überlebten, gründeten die Stadt Mountainside, die sie mit Zäunen sicherten.
In Mountainside wohnen auch die Brüder Benny und Tom, deren Eltern in der „Ersten Nacht“ gestorben sind. Für Benny ist sein Bruder ein Feigling, da er damals Mom und Dad im Stich ließ, um sich selbst zu retten. Als er jedoch bei Tom in die Lehre geht, lernt er ihn erstmals richtig kennen. Tom arbeitet hauptsächlich im „Leichenland“ außerhalb der Stadt, wo er Zombies von ihrem Dasein erlöst, indem er ihnen einen Pflock in den Schädel rammt. Leider gibt es dort keine Gesetze, weshalb sog. „Kopfgeldjäger“ wie z.B. Charlie Quälereien an Zombies oder brutale Festspiele mit Kindern veranstalten. Und als dieser Bennys Freundin Nix entführt, nimmt er zusammen mit Tom die Verfolgung auf, wobei sie auch nach dem geheimnisvollen „verlorenen Mädchen“ Ausschau halten, das anscheinend der Schlüssel zu Allem ist...
Die Handlung ist eine mögliche Zukunftsversion, wie sie hoffentlich nie passieren wird. Der Autor kritisiert dabei die Menschen, die die Welt außerhalb von Mountainside nicht mehr wahrnehmen wollen, sich an das Leben in der relativ geschützten Siedlung gewöhnt haben und deshalb nicht bereit sind irgendetwas zu unternehmen.
Das Buch ist sehr anschaulich geschrieben und besteht zum Großteil aus Dialogen, die von lustigen und amüsanten bis hin zu ernsten und nachdenklichen Gesprächen jeden Bereich abdecken. Die einzelnen Charaktere werden dabei gut dargestellt. Dadurch ist man sehr nah an der Handlung

Themen: Spannung