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Lost Places von Groschupf, Johannes, Jugendbücher, Aus dem Leben, Spannung

Lost Places

Groschupf, Johannes

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2013

Verlag: Oetinger

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783841502483

Inhalt

Die Jugendlichen Chris, Moe, Kaya, Steven und Lennart sind Urban Explorers: Im nächtlichen Berlin erkunden sie stillgelegte Fabriken, leer stehende Häuser und verfallene Krankenhäuser. Doch was als aufregendes Abenteuer beginnt, wird bald ein riskantes Unterfangen. Denn die verlassenen Gebäude bergen nicht nur Charme, sondern auch Schrecken. Als die Freunde in einem halb verfallenen Haus eine Leiche entdecken, vermuten sie, dass die Motorradgang Bandidos dahintersteckt. Und dann wird es plötzlich so richtig gefährlich ...

Bewertung

Es ist der Beginn eines vielversprechenden Sommers. Chris, Moe, Steven, Kaya und Lennart wollen alle Sorgen hinter sich lassen und einfach ihr Leben genießen. Eines Nachts entdecken sie eine leerstehende Fabrik und beschließen, sie zu erkunden. Dabei fühlen sie sich frei und unbesiegbar. Von da an beginnen die fünf Freunde überall in Berlin lost places zu erkunden. Doch was anfangs ein jugendlicher Spaß war, wird todernst, als sie in einem Gebäude eine Leiche finden. Doch es wird noch schlimmer. Die Motorradgang Bandidos treibt ihr Unwesen in diesen leerstehenden Gebäuden und ohne es zu wollen, befinden die fünf Jugendlichen sich mittendrin...
Cover und Titel passen perfekt zum Inhalt des Buches. Das leerstehende Gebäude auf dem Cover hat mir geholfen, mir vorzustellen, was für Orte die fünf Freunde erkunden.
Das Buch ist so in Kapitel unterteilt, dass jedes an der spannendsten Stelle endet. Der Schreibstil ist optimal für Jugendliche, ich hatte beim Lesen einen tollen Lesefluss. Die Sprache ist sehr umgangssprachlich und auf die Jugendlichen von heute ausgelegt. Meist fand ich das super, doch an einigen Stellen empfand ich es, als würde der Autor es etwas zu gut meinen und mit der Jugendsprache übertreiben, sodass sie mir wieder unrealistisch erschien. Dies war aber nur vereinzelt der Fall.
Das Buch war super strukturiert und sehr spannend. Ich konnte nach manchen Kapiteln einfach nicht aufhören, zu lesen. Ich wollte die ganze Zeit wissen, was nun mit Lennart, aus dessen Sicht erzählt wird, passiert. Zudem ist das Buch realistisch und ich hatte das Gefühl, mich selbst in Berlin zu befinden, eine tolle Atmosphäre. Die Gefühle der Jugendlichen konnte ich selbst sehr gut nachvollziehen, mich jedoch nicht mit ihnen identifizieren. Das hängt jedoch auch stark vom Leser ab.Ich kann mir vorstellen, dass einige Jugendliche mit den selben Problemen wie Lennart und seinen Freunden kämpft.
Einzig enttäuschend fand ich das Ende. Im ganzen Buch hat sich durchgängig Spannung aufgebaut, sodass ich eine dementsprechend explosive Auflösung erwartet hatte, die aber nicht eintraf. Es war ein bisschen, als würde einfach die Luft aus dem Ballon gelassen, anstatt ihn zu zerplatzen.
Ich empfehle dieses Buch, das sich hauptsächlich mit dem realen Leben beschäftigt, aber auch Züge eines Kriminalromans hat, Jugendlichen ab 14 Jahren empfehlen. Ich vergebe 4 Sterne, da es, trotz leicht enttäuschendem Ende, super spannend und ehrlich ist.
Lidan Chai (17) :: Jugend-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Spannung