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Malala von Yousafzai, Malala / McCormick, Patricia , Jugendbücher, Sachbücher, Biografie

Malala

Meine Geschichte

Yousafzai, Malala , McCormick, Patricia

Übersetzung: Illinger, Maren

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2014

Verlag: Fischer KJB

Empfohlen ab: 12 Jahre

ISBN: 9783596856602

Inhalt

Zum ersten Mal erzählt die jüngste Friedensnobelpreisträgerin nun ihr Leben für jugendliche Leser selbst – einfühlsam, aufrüttelnd und direkt. Die damals fünfzehnjährige Malala wollte einfach nur zur Schule gehen – doch für die Taliban haben Mädchen kein Recht auf Bildung. Am 9. Oktober 2012 schossen ihr Terroristen in den Kopf, als sie auf dem Weg von der Schule nach Hause war. Malala hat den Anschlag schwer verletzt überlebt, doch aufgegeben hat sie nicht. Sie setzt ihren Kampf für Bildung unermüdlich fort und ist damit zum Vorbild vieler Jugendlicher auf der ganzen Welt geworden. In einer einzigartigen Zusammenarbeit mit der Bestsellerautorin Patricia McCormick gelingt es Malala auf höchst bewegende Weise und anhand vieler persönlicher Fotos und Dokumente, ihren jungen Lesern ein authentisches Bild von ihrem Leben und den Ereignissen in Pakistan zu vermitteln. Sie berichtet von ihrer Schulzeit und ihren Freundinnen, davon, wie die Anfeindungen der Extremisten täglich zunahmen, wie sie Widerstand leistete und ihr Leben dadurch eine tragische Wendung nahm.

Bewertung

Ich glaubte, dass ich weiß, was an manchen Enden der Welt passiert. Ich glaubte, dass ich weiß, wie schrecklich Menschen sein können. Ich glaubte, dass ich weiß, wie egal der Regierung ihr eigenes Land sein kann. Bis ich dieses Buch gelesen habe.

Es geht einfach vollkommen gegen den gesunden Menschenverstand, was die Taliban mit anderen Menschen machen. Es ist einfach vollkommen unglaublich, wie sehr eine Regierung nur an sich denken kann. Es ist einfach vollkommen erschreckend, was auf dieser Welt passiert, ohne das wir groß etwas davon mitbekommen.

 

Dieses Buch klärt darüber auf, was in Pakistan passiert, wie schrecklich die Taliban sein können, wie egal der Pakistanischen Regierung ihr eigenes Land sein kann. Und wie sehr Malala Yousafzai und viele tausend andere Menschen, insbesondere Frauen und Mädchen, darunter leiden. In Deutschland, wollen viele nicht zur Schule gehen, doch in Pakistan muss man sein Leben dafür hergeben, wenn man in die Schule gehen will. Malala kämpft dagegen. Sie will wie jedes andere Mädchen in Deutschland, Japan, Spanien, Kanada und sonst wo auf der Welt in die Schule gehen. Sie und ihre Freundinnen in der Kushal-Schule, dessen Direktor ihr Vater ist. Die Taliban wollen nicht, dass Mädchen zur Schule gehen, sie wollen nicht, dass Frauen auch nur ein einziges Recht haben. Sie wollen die Macht an sich reißen und als Diktatoren über alle und alles bestimmen können. Sie sprengen Schulen in die Luft, peitschen Leute, die sich ihren Gesetzen widersetzen, öffentlich aus, erschießen grundlos Frauen, die ohne männliche Begleitung einkaufen gegangen sind und genauso haben sie auch auf Malala geschossen, als sie im Schulbus auf dem Weg nach Hause war. Sie hat es überlebt, gerade so.

Erst war sie in einem Krankenhaus in Pakistan und wäre sie dort geblieben, wäre sie gestorben, doch zu ihrem Glück setzte sich eine Ärztin dafür ein, dass sie nach Birmingham verlegt wurde. Seitdem lebt sie mit ihrer Familie in Birmingham, weil es hier sicherer für sie ist. Die Taliban wollen sie töten, weil sie viele Reden in der Öffentlichkeit und im Fernsehen hält und Interviews gibt. Außerdem schrieb sie ein internationales Tagebuch für die BBC, die British Broashdcasting Corperation. Allerdings machte sie das anonym, sonst wäre sie wahrscheinlich eher angeschossen wurden. Doch irgendwann verriet es aus Versehen ihr Vater. Ihr Vater unterstützte Malala sehr stark, so dass sie weiter gegen das Unrecht in der Welt und speziell in Pakistan kämpft. Auch ihr Vater tut viel für Frauenrechte in Pakistan und beweist wie seine Tochter viel Mut gegen die Taliban, in dem er eine Mädchenschule führt, obwohl die Taliban das verboten haben, wie z. B. auch Fernsehen, Radio hören, etc. Nur der Radiosender von Fazlullah, dem Anführer der Pakistanischen Taliban, ist erlaubt und über diesen verbreitet er seine Gesetze und hetzt gegen Leute, so auch gegen Malalas Vater.

Für Ihr Engagement hat Malala bereits den Friedens-Nobelpreis gewonnen und zahlreiche andere Auszeichnungen. Die Regierung von Pakistan unternahm nur einen ernsthaften Versuch, die Taliban zu vertreiben, gab dann aber auf.

 

Das Buch sollte man unbedingt lesen, aber am wichtigsten ist es, dass weltweite Medien dieses Buch lesen und über die schreckliche Lage in Pakistan und den Nachbarländern Indien, Afghanistan und Iran berichten. Zwischendurch sind im Buch einzelne Seiten mit Bildern aus Malalas Leben, im Krankenhaus und aus Birmingham. Es ist traurig, rührend, interessant, schockierend, erschreckend, unglaublich, erschütternd, nicht zu fassen! Es macht mich vollkommen perplex, wenn ich dieses Buch lese, wie viele Menschen den Taliban nachgeben. Wenn alle Menschen in Pakistan nachdenken würden wie Malala und die Gesetze von Fazlullah aufgrund von Intelligenz missachten würden, wären die Taliban so gut wie vertrieben.

Es ist gelungen, den Eindruck an den Leser zu übermitteln, dass das so nicht weiter gehen kann, es ist gelungen, den Drang, etwas gegen diese Missachter von Menschenrechten, die ihr Handeln einzig und allein mit ihrer Religion begründen, zu unternehmen. Deshalb ist diese Rezension jetzt zu Ende, weil ich gehen muss, um den Taliban das Handwerk zu legen. Lest dieses Buch!

 

Noah Rullmann (12) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Biografie