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Mein Lollimädchen-Ich von Helmis, Christina, Jugendbücher, Aus dem Leben, Problemthemen

Mein Lollimädchen-Ich

Mein Leben mit der Magersucht

Helmis, Christina

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2010

Verlag: Arena

Empfohlen ab: 13 Jahre

ISBN: 9783401064390

Inhalt

Um nicht länger für alle das Moppelchen zu sein, hört Christina auf zu essen. Mit 17 Jahren landet sie zum zweiten Mal in der Psychosomatischen Klinik; bei einer Größe von 1,73 m wiegt sie noch 33 Kilo. Kurze Zeit später wäre sie gestorben, sagen die Ärzte. Aber Christina will leben – und essen. Mutig und fesselnd dokumentiert sie ihren Kampf gegen die heimtückische Krankheit.

Bewertung

Christinas Leben lässt sich in zwei Teile teilen, in vorher und nachher. Was die beiden Teile voneinander trennt ist die Magersucht, unter der sie rund vier Jahre litt. Obwohl sie körperlich eigentlich völlig gesund war, hungerte sie sich fast zu Tode, trotz Aufenthalt in einer Klinik für Menschen mit Essstörungen. Mit 17 landet sie dann ein zweites Mal in einer solchen Klinik und erkennt endlich, dass sie essen und leben und glücklich sein will. Und so beginnt sie den langen, schweren Weg aus der Magersucht zu einem normal essenden Mädchen zu gehen ...
In "Mein Lollimädchen-Ich" dokumentiert Christina Helmis authentisch und schonungslos ehrlich, wie sie sich beinahe zu Tode hungerte. Sie blickt zurück auf ihre Magersucht und schockiert den Leser mit der Gnadenlosigkeit, mit der sie ihren Körper schikanierte und beinahe umbrachte. Das Buch gehört zu einer besonderen Reihe, in der junge Menschen, die schon einiges durchlebt haben, die Chance bekommen, ihre Geschichte an die Öffentlichkeit zu tragen. Diese Idee gefällt mir sehr gut, weil zum Beispiel "Mein Lollimädchen-Ich" dem Leser viel näher tritt und viel realer wirkt, als Bücher über Magersucht, die von normalen Autoren verfasst wurden. Ich finde es auch gut, wie ehrlich Christina Helmis über ihre Krankheit spricht, und dass sie den Mut hat, ihre Gefühle und Erlebnisse in dem Buch aufzuschreiben. Einige Passagen der Geschichte sind nämlich sehr persönlich. Ebenfalls gefallen hat mir, dass am Anfang jedes Kapitels ein kurzer Abschnitt aus wörtlicher Rede stand, in dem zum Beispiel ihre beste Freundin Lena, oder ihre Mutter aus ihrer Sicht über Christinas Magersucht erzählen. Ich empfehle "Mein Lollimädchen-Ich" ab 14 Jahren und vergebe 5 Sterne für dieses berührende und gleichzeitig schockierende Buch.
Julia Gurol (15 Jahre) - Jugend-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Problemthemen