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Memory von Marzi, Christoph, Jugendbücher, Fantasy, Fantasy

Memory

Stadt der Träume

Marzi, Christoph

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2011

Verlag: Arena

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783401066226

Inhalt

Jude Finney hat eine besondere Fähigkeit: Er kann die Träume der Toten sehen. Auf dem Highgate Cemetery, in einer Welt zwischen Realität und Traum, begegnet er der geheimnisvollen Story, einem Mädchen, das tausend Geschichten kennt, aber sich an seine eigene nicht erinnern kann. Jude ahnt, dass Story noch lebt, irgendwo in den Straßen von London. Und dass es höchste Zeit wird, sie zu finden.

Bewertung

Große, steinerne Engel, verschlungene Wege, viel Laub und viel Ruhe. Hier fühlt Jude Finney sich wohl. Nach einem komischen Ereignis, das sein Leben verändert hat, ist er nämlich nicht mehr ganz normal. Er sieht Geister und kann mit ihnen sprechen. Jeden Tag findet er sich auf dem Highgate Cemetery ein, um Gitarre zu spielen und zu lernen, mit den Geistern zu feiern oder um einfach nur in den Himmel zu gucken. Eines Abends aber findet Jude ein Mädchen. Es sitzt auf einer Bank am Rand von Highgate Cemetery. Verlassen und einsam. Als er sie anspricht, springt sie überrascht auf und damit beginnt eine neue Geschichte ...
Von nun an geht es rasant durch das herbstliche London, denn die beiden Jugendlichen habe keine Zeit. Sie müssen die Geschichte des Mädchens finden und zusätzlich noch ihren Körper.
Die Geschichte ist wie eine schnelle Fahrt mit der Londoner U-Bahn. Immer wieder gibt es kleine Hinweise, denen Jude und Story nachgehen. Viele Geister helfen ihnen und einige auch nicht. Außerdem erhält man einen lustigen Einblick in das Leben von Geistern, die wilde Partys feiern, Lieder grölen oder einfach nur brummig in "ihrem Zuhause", ihrem Grab sitzen.
Jude ist ein netter, schüchterner Junge, der sich gut um Story kümmert. Seine Seitenblicke sind süß und man kann sich gut vorstellen, was in beiden Köpfen vorgeht. Trotzdem kann man sich auch gruseln auf den nächtlichen Friedhöfen mit ihren Steinengeln und knisternden Geräuschen, denn auch ein Friedhof kann ein gefährlicher Ort sein. Und dann drängt sich die Frage auf: Brauchen wir Geistern und gibt es sie wirklich? Am Ende ist klar, ich glaube auch an Geister, auch wenn ich sie nicht sehen kann. Zu irgendetwas sind sie nütze. Und ich möchte auch einmal bei einer Geisterparty dabei sein.
Viel zu schnell war die Jagd nach der Geschichte des Mädchens vorbei, denn es war spannend, liebevoll erzählt und durch die große Schrift, gut zu lesen. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.
Gastbeitrag von Franziska Huhnke

Themen: Fantasy