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Mit uns der Wind von Belitz, Bettina, Jugendbücher, Liebe, Abenteuer, Anders sein , Liebe

Mit uns der Wind

Belitz, Bettina

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2015

Verlag: Loewe

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783839001608

Inhalt

Mona kennt ihn nur von den Videos auf YouTube. Es berührt sie tief, wenn er sich mit seinem Power-Kite der Willkür des Windes überlässt. Als sie herausfindet, dass ihr „Drachenreiter“ ein populäres Rockmusikfestival besuchen will, überredet Mona ihren Bruder Manuel, sie dorthin mitzunehmen. Keine Selbstverständlichkeit für Mona, denn sie leidet unter einer seltenen Form von Narkolepsie: Sie schläft bei aufregenden Gefühlen regelmäßig ein.

Eigentlich fährt Adrian nur zu dem Festival, weil er endlich bei der schönen Helen landen will. Doch dann läuft ihm dieses zierliche Mädchen mit dem Drachentatoo über den Weg. Ziemlich hübsch die Kleine, aber als sie endlich in seinen Armen liegt, schläft sie plötzlich ein. Wie merkwürdig ist das denn?

Bewertung

Mona leidet unter einer seltenen Form von Narkolepsie. Wenn sie starke Gefühle hat, dann schläft sie sofort ein, ohne dass sie es verhindern kann. Ihr Leben ist dadurch sehr eingeschränkt und ihre Familie versucht sie ständig zu beschützen. In ihrer Freizeit liebt sie es, die Filme, die der YouTuber Han-Ryu hochlädt, anzuschauen, in denen er gewagte Stunts beim Kitesurfen macht. Sie möchte ihn unbedingt kennenlernen. Deswegen überredet sie ihre Eltern, dass ihr Bruder Manuel und dessen Freundin sie zu Rock am Ring mitnehmen dürfen, denn Han-Ryu, der tatsächlich Adrian heißt, wird auch dort sein. Dieser hofft, dort endlich Helen näherzukommen und trifft stattdessen auf Mona, die sich in seinen Augen sehr merkwürdig benimmt.

 

Das Cover des Buches hat mir sofort gefallen. Zwar finde ich, dass es nicht wirklich etwas mit dem Inhalt des Buches zu tun hat, aber die warmen Farben sind sehr schön.

Ich mag den Schreibstil von Bettina Belitz. Er ist ruhig und fast schon poetisch und schafft es auf seine Weise, mich in eine Geschichte zu ziehen.

Der Roman ist abwechselnd aus der Sicht von Mona und Adrian aus der Ich-Perspektive erzählt. Beide haben es auf ihre Art nicht leicht. Während Mona unter der Narkolepsie und der ständigen Bevormundung ihrer Familie leidet, kämpft Adrian unter anderem immer wieder gegen Migräneattacken an.

Ich mag Mona und Adrian sofort. Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie es sein muss, bei den unpassendsten Gelegenheiten einfach einzuschlafen. Auf diese Weise ist es bestimmt nicht leicht, Freundschaften zu schließen oder einem normalen Alltag zu bewältigen. Wenn die eigene Familie wie in Monas Fall dann auch noch sehr überfürsorglich ist, kann ich verstehen, dass man da unbedingt auch einmal ausbrechen muss. Deswegen finde ich es bewundernswert, wie Mona mit ihrer Krankheit umgeht. Dennoch gibt es Situationen in denen ich ihre Handlungsweise nicht so ganz nachvollziehen kann. Wohingegen ich ihre Traumbilder sehr interessant finde. Sie geben dieser Geschichte etwas Besonderes, obwohl ich mir vorstellen kann, dass dieser Teil nicht jedem gefällt.

 

Für mich ist "Mit uns der Wind" ein toller Jugendroman, der nicht nur von Liebe handelt, sondern auch von Selbstfindung und dem Mut und der Freiheit, sein eigenes Leben in die Hand zu nehmen. Ich vergebe 4 Sterne.

 

Hannah W. (15) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Abenteuer, Anders sein , Liebe