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Mucksmäuschentot von Reece, Gordon, Jugendbücher, Krimi & Thriller, Spannung

Mucksmäuschentot

Reece, Gordon

Übersetzung: Goga-Klinkenberg, Susanne

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2012

Verlag: Fischer FJB

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783841421333

Inhalt

Shelley und ihre Mutter waren zu lange einfach zu nett. Klassische Opfer, die sich nach massivem Mobbing wie Mäuse fühlen. Sie verkriechen sich in einem abgelegenen Haus auf dem Land, um ihre Probleme hinter sich zu lassen. Sie sind glücklich in ihrer kleinen Welt mit Büchern, Musik und häuslichen Ritualen. Doch eines Nachts werden sie in ihrem neu gefundenen Frieden bedroht: Ein Mann dringt in ihr Haus ein. Und bei Shelley reißt der Faden. Was dann passiert, zerstört alle Gewissheiten.

Bewertung

Der Thriller „Mucksmäuschentot“ von Gordon Reece ist ein gelungenes Buch, das sich um das Thema Mobbing und dessen Opfer dreht. Shelley, ein Mädchen, das an der Schule schweres Mobbing ertragen musste, zieht mit ihrer Mutter aufs Land um abgegrenzt von anderen Menschen in Ruhe leben zu können. Vorerst geht es den beiden gut und Shelley kann sich von den Wunden, die die Mobber an ihr hinterlassen haben, etwas erholen. Sie bekommt Privatunterricht und muss den Tätern, die früher einmal ihre besten Freundinnen gewesen sind, nicht mehr begegnen. Auch dass ihr Vater sie und ihre Mutter im Stich gelassen hat, macht ihr zu schaffen. Shelley fühlt sich wie eine Maus, so klein und wehrlos. Dann bricht ein Einbrecher in das abgelegene Haus, das Cottage Valley, ein und in Shelley reißt der Faden: Sie wird vom Opfer zum Täter.
Ich bin von „Mucksmäuschentot“ voll und ganz begeistert. Das Buch hat mich sofort gefesselt und ich habe es förmlich verschlungen! Shelley, die Protagonistin, ist ein schwacher und verletzter Charakter, was größtenteils an ihrer Vorgeschichte liegt. Sie ist oft eingeschüchtert und verängstigt. Gordon Reece bringt einem Shelleys Vorgeschichte und ihr Leiden sehr nahe. Der Einbruch ist spannend und ich war gespannt, wie Shelley sich und ihre Mutter aus der Situation retten wollte. Ihre Tat ließ sie nicht unberührt und man liest oft von ihren Gedanken und Gefühlen, die sie bedrücken. Auch als im letzten Drittel des Buches die Geschichte kurz verbraucht erschien, ließ Gordon Reece die Spannung mit einem erneuten Ereignis wieder in die Höhe schnellen. Die Geschichte ist ein klein wenig ähnlich der von „Tote Mädchen lügen nicht“, wobei das hauptsächlich am Grundthema Mobbing liegt und nicht an der Handlung des Buches. Ich empfehle das Buch ab 13 Jahren und vergebe 5 Sterne.
Julia Gradt (14) :: Jugend-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Spannung