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Nächster Halt: Zukunft von Payet, Jean-Michel, Jugendbücher, Abenteuer, Abenteuer, Science Fiction, Spannung

Nächster Halt: Zukunft

Band 1

Payet, Jean-Michel

Übersetzung: Ickler, Ingrid

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2015

Verlag: Baumhaus

Empfohlen ab: 12 Jahre

ISBN: 9783833903618

Inhalt

Jetzt schon an die Zukunft denken? Wird doch total überbewertet, findet der 15-jährige Emil Kolaux. Das sagt er zumindest allen, die es hören wollen. Denn eigentlich interessiert es ihn brennend, was mal aus ihm werden wird – deshalb benutzt er die geheime Zeitreisemaschine seines Opas. Aus Versehen landet er noch weiter in der Zukunft, als er eigentlich beabsichtigt hatte, in einer Welt, in der Autos mit Müll statt mit Benzin angetrieben und Alltagsgegenstände aus Emils Gegenwart als Antiquitäten ausgestellt werden. Eine abenteuerliche Suche nach seinem älteren Ich beginnt, denn er ahnt nicht, auf was er sich da eingelassen hat – und dass jeder seiner Schritte beobachtet wird …

Bewertung

Der 15-jährige Emil ist nicht zufrieden mit seinem Leben. Er kommt sich vor wie ein Versager, würde dennoch gerne wissen, was mal aus ihm werden wird. Man müsste nur mal in die Zukunft schauen können! Da kommt die geheime Zeitmaschine seines Opas ja wie gerufen. Einfach mal nachsehen, wie sein Leben so in 30 Jahren aussieht. Blöd nur, dass er viel zu weit reist, und schließlich im Jahr 2065 landet …

Eine ziemlich gruselige Vorstellung, dass er hier irgendwo als alter Mann rumlaufen könnte. Auf der Suche nach seinem älteren Ich schlägt er sich durch eine für ihn vollkommen veränderte Welt und wird am Ende seiner Suche mit einigen schockierenden Wahrheiten konfrontiert.

 

Wenn man nur den Titel dieses futuristischen Romans liest, könnten sich leicht falsche Vorstellungen aufdrängen. Meiner Meinung nach passt er nicht so gut, da so der Aspekt auf dem In-die-Zukunft-Reisen und nicht auf den Geschehnissen dort liegt. Außerdem ist der Einstieg in die Geschichte relativ schleppend und man findet keinen richtigen Zugang zur Handlung. Später allerdings, ungefähr nach dem ersten Drittel, gelingt es doch, Spannung aufzubauen.

Ich konnte eindrucksvoll an der Geschichte teilhaben, da man durch den Ich-Erzähler ziemlich nah am Geschehen ist. Emils Abenteuer hält manche Überraschungen parat und am Ende wurde es noch einmal so spannend, dass ich sogar Gänsehaut bekam.

 

Wenn man sich durch den etwas langatmigen Einstieg gequält hat, kann man der 188-seitigen Geschichte durchaus etwas abgewinnen und Gefallen daran finden. Einige Fragen bleiben allerdings ungeklärt und das Ende ist meiner Meinung nach nur teilweise zufriedenstellend. Plant Jean-Michel Payet möglicherweise eine Fortsetzung? Vielleicht würde dann ja noch das ein oder andere geklärt werden.

Ich würde das Buch für Kinder ab 12 Jahren empfehlen, die sich für Science Fiction begeistern können und gebe aufgrund des schleppenden Einstiegs und mancher kleiner Ungereimtheiten 3 Sterne.

 

Raphael Mergehenn (12) :: Kinder-und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Abenteuer, Science Fiction, Spannung