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Nichts von Teller, Janne, Jugendbücher, Aus dem Leben, Problemthemen

Nichts

Was im Leben wichtig ist

Teller, Janne

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2010

Verlag: Hanser

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783446235960

Inhalt

"Nichts bedeutet irgendwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendwas zu tun." Mit diesen Worten schockiert Pierre alle in der Schule. Um das Gegenteil zu beweisen, beginnt die Klasse alles zu sammeln, was Bedeutung hat. Doch was mit alten Fotos beginnt, droht bald zu eskalieren: Gerda muss sich von ihrem Hamster trennen. Auch Lis Adoptionsurkunde, der Sarg des kleinen Emil und eine Jesusstatue landen auf dem Berg der Bedeutung. Als Sofie ihre Unschuld und Johan seinen Zeigefinger opfern mussten, schreiten Eltern und Polizei ein. Nur Pierre bleibt unbeeindruckt. Und die Klasse rächt sich an ihm ...

Bewertung

Das Jugendbuch "Nichts" handelt von einer siebten Klasse, die sich auf die Suche nach der Bedeutung macht, dabei muss jeder etwas von Bedeutung abliefern. Doch das Experiment gerät mehr und mehr außer Kontrolle ...
Das Buch ist angenehm zu lesen, die Schrift ist nicht zu klein und nicht zu groß. Der Titel "Nichts" ist gut gewählt, weil er das Thema des gesamten Buches widerspiegelt: Sich an Bedeutung zu klammern, weil man Angst hat, sonst nichts mehr zu haben.
Mir hat das Buch nicht besonders gefallen, denn für ein gutes Jugendbuch ist die Geschichte ein bisschen zu kindlich erzählt, für ein Kinderbuch wiederum ist die Handlung viel zu brutal. Andererseits ist es auch gerade das, was mich im Buch beschäftigt hat. Mitzuerleben wie aus unschuldigen Kindern mit kindischen Gedanken innerhalb eines Buches brutale Mörder werden. Außerdem kann ich die Absichten der Personen, solche grausamen Dinge zu machen absolut nicht nachvollziehen. Ich denke, um die Absichten nachvollziehen zu können, muss man in einer ähnlichen Gruppenzwang-Situation involviert gewesen sein.
Das Ende ist vorhersehbar und trotzdem kann man es nicht fassen. Denn die letzten vierzehn Seiten sind das Ergebnis des ganzen Buches, das Sahnehäubchen der Grausamkeit, die Abrechnung. Man hat die ganze Zeit damit gerechnet, aber wollte es nicht wahrhaben.
Insgesamt finde ich das Buch übertrieben, da es die Wirklichkeit verzerrt. Ich bin der Meinung, dass eine siebte Klasse niemals wirklich so handeln würde. Die philosophischen Aspekte (Bedeutung, Sinn des Lebens) sind jedoch ganz schön dargestellt und regen zum Nachdenken an.
Ich vergebe 2 Sterne, trotz gutem Thema leider schwach.
Lea Schreck (15 Jahre) - Jugend-Redaktion Buecherkinder.de



Die Sommerferien sind vorbei, doch ein Schüler der Klasse 7a ist der Meinung, dass es keine Bedeutung hat zur Schule zu gehen, und verlässt somit schon am ersten Tag die Klasse, Pierre Anthon. Für die Klasse ist das kein großer Verlust, denn Pierre hat seine Mitschüler immer mit seinen Reden über die Bedeutungslosigkeit der Welt geplagt. Doch zu dem Zeitpunkt weiß noch keiner, was die Entscheidung von Pierre auslösen wird. Die Geschichte wird von Agnes erzählt, die in dieselbe Klasse geht. Obwohl Pierre nicht mehr in die Schule geht, ändert sich nichts, denn auf dem Schulweg müssen alle am Taeringvej 25 vorbei und da sitzt Pierre Anthon in einem Pflaumenbaum, jeden Tag, und nervt alle seine ehemaligen Mitschüler.
Sie entschließen sich, ihn davon zu überzeugen, dass sehr wohl etwas eine Bedeutung hat und wollen damit nicht nur ihn, sondern auch sich selbst überzeugen. Sie fangen an Sachen zu sammeln, die für sie persönlich wichtig sind und werfen sie alle auf einen Haufen. Den Anfang machte Elise mit einer Puppe aus alten Zeiten. Doch da kann noch keiner wissen, zu was sich dieses Häufchen noch entwickeln wird. Mit einer Puppe fängt es an, doch dann wird verlangt, dass Agnes ihre Lieblingsschuhe abgeben soll, sie wird sauer und verlangt ein größeres Opfer von einer anderen Person. Somit schaukelt sich alles in die Höhe, und nimmt ein schreckliches Ende.
Ich finde die Idee der Handlung gut, dennoch ist sie nicht sehr gut umgesetzt. Durch das super Cover und den packenden Klappentext wird man dazu hingerissen, das Taschenbuch zu kaufen. Aber leider musste ich feststellen, dass die Spannung im Buch zwar aufgebaut, aber immer wieder viel zu schnell abgebrochen wird.
Ich war enttäuscht bis zum Schluss nicht rauszubekommen, wo und wann das Buch spielt. Zwischendurch glaubte ich, in der Gegenwart zu sein, doch dann wiederum hatte ich das Gefühl im 20. Jahrhundert zu sein. Zum Beispiel gibt es heute nur noch selten Schlachter, die zu Hause arbeiten, außerdem werden die Namen im Buch heute nicht mehr gebraucht, wie Marie-Ursula. Im Buch steht die Frage "Gibt es Bedeutung, oder nicht?" die ganze Zeit im Vordergrund, doch bis zum Schluss wird nicht klar, wie sie beantwortet wird.
Ich gebe 1 Stern für das Cover und den Klappentext
Ida Kretschel (13 Jahre) - Jugend-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Problemthemen