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Nirgendwo in Berlin von Hanika, Beate Teresa, Jugendbücher, Aus dem Leben, Spannung

Nirgendwo in Berlin

Hanika, Beate Teresa

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2011

Verlag: Fischer Schatzinsel

Empfohlen ab: 12 Jahre

ISBN: 9783596854059

Inhalt

Ein einsames Mädchen und ein weißer Hund in Berlin, ein Chatroom, eine neue Freundin – doch kaum hat Greta sie kennengelernt, ist sie schon wieder verschwunden. Ob sie irgendwo in dieser Stadt steckt? Und wer ist der geheimnisvolle Fremde, der sich im Chat mit jungen Mädchen anfreundet?

Bewertung

Greta ist 15, frisch nach Berlin gezogen mit ihrer Mutter und ihrem Hund Buster und ist der Meinung ihr Leben hat keinen Sinn mehr. Ohne Freunde und mit einer Mutter, die nie Zeit hat, in einer Großstadt zu leben ist nicht immer einfach und irgendwann stößt Greta auf einen Chatroom im Internet. Sie findet eine Freundin, die unter dem Nickname Pampolina unterwegs ist, der es genauso geht wie ihr. Doch schon bald verschwindet diese und Greta ist sich sicher, dass an der Sache etwas faul ist. Außerdem lernt sie während ihrer Suche ihren Nachbarn Mikesch näher kennen und merkt zum ersten Mal, was wahre Liebe ist.
Greta kommt im Laufe der Geschichte einem Verbrechen auf die Spur, in das sie mehr verwickelt ist, als sie gedacht hat. Und auf dem Weg zu ihrer Seelenverwandten, Pampolina durchlebt sie Hass, Trauer, Glück, Liebe und Angst.
Das Buch "Nirgendwo in Berlin" hat so ziemlich alles, was ein guter Roman haben muss. Es ist spannend, an manchen Stellen traurig, man hat das Gefühl bei allem dabei zu sein und zwischenzeitlich jagt es einem Schauer über den Rücken und man muss die Vorhänge zuziehen aus Angst beobachtet zu werden. Der Schreibstil und die ganze Story sind so fantastisch, dass ich das Buch nicht mal aus der Hand gelegt habe, als ich das Haus verlassen habe.
Der Showdown der Geschichte ist so unglaublich gut gelungen, ich denke, das ist das Beste an dem Buch, auch wenn alles andere wirklich toll war. Und der Schlusssatz des Romans lässt einen noch ein letztes Mal innehalten, bevor man es schafft das Buch aus der Hand zu legen.
Ich werde "Nirgendwo in Berlin" auf jeden Fall weiter empfehlen und hoffe inständig, dass eine Fortsetzung folgt.
Ich gebe 5 Sterne.
Ida Kretschel (14 Jahre) :: Jugend-Redaktion Buecherkinder.de



Sommerferien und eine große Stadt. Die große Stadt, Berlin. Greta soll glücklich sein, Freunde finden, findet ihre Moa jedenfalls. Doch Berlin ist kein Dorf, die Clique ganz weit weg und am Prenzlauerberg zu wohnen, im vierten Stock, ist auch nicht so toll. Ihre Moa hat keine Zeit sich um Greta zu kümmern. Immer auf der Arbeit und plötzlich taucht sie auch noch mit einem neuen Kerl auf. Da ist kein Platz für Greta, die anfängt zu chatten. Heimlich und nur mit den paar Erkenntnisse übers Chatten von ihrer nervigen Nachbarin Cindy.
Im Chat lernt sie dann ein Mädchen kennen. ENDLICH! Aber was soll Greta tun, als diese plötzlich verschwindet und vorher so gar nichts von der Chat-Regel: "Triff DICH nicht allein mit Fremden" hielt? Irgendwo muss das Mädchen doch sein, irgendwo und nirgendwo in Berlin. Zusammen mit Cindy versucht sie dem Verschwinden auf die Spur zu kommen. Sie begibt sich in die gleiche Gefahr und ist viel dichter dran, als sie es für möglich hält ...
Abwechselnd, aus der Sicht von Greta und Parzival, wird die Geschichte mitten in Berlin erzählt. Die große Stadt, als böse Versuchung, genau wie ein Chatroom. Getrieben durch die Spannung der Geschichte liest man immer schneller. Und immer mehr Fragen tauchen auf. Warum benimmt sich der Junge von oben so komisch? Wer ist der Hausmeister in Wirklichkeit? Und wer ist eigentlich Parzival? Alles Fragen, die erst Stück für Stück beantwortet werden, damit wir bis zum Schluss am Ball bleiben. Und auch wenn Chatten gefährlich ist, nimmt das Buch keinen Abstand davon, sondern soll eher darauf aufmerksam machen, dass man vorsichtig sein soll und es leider immer das Böse gibt. Nicht nur in Berlin, passieren kann so etwas überall.
Gleichzeitig entstehen Freundschaften, und Greta findet endlich Anschluss an das Leben in Berlin. Cindy, eher eine nervige, kleine Aufschneiderin entwickelt sich zu einer gewitzten Person, über die man aber manchmal auch den Kopf schütteln kann.
Ein Buch mit einer hochspannenden Geschichte und einem aktuellen Thema, das von mir 4 Sterne bekommt. Empfehlenswert für alle, die selber chatten oder die fast schon einen spannenden Krimi lesen wollen.
Franziska Huhnke für Buecherkinder.de

Themen: Spannung