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Operation 5 minus von Inden, Charlotte, Kinderbücher, Kinderliteratur, Abenteuer, Aus dem Leben

Operation 5 minus

Inden, Charlotte

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2014

Verlag: Hanser

Empfohlen ab: 11 Jahre

ISBN: 9783446246294

Inhalt

Das alles wäre nie passiert, wenn Matze rechnen könnte. Dabei sitzt er über seinen Büchern, bis ihm die Zahlen vor den Augen verschwimmen. Ohne Erfolg. Deshalb gilt er in der Schule jetzt als versetzungsgefährdet. Da hat sein Freund Gogol eine wirklich blöde Idee: Man könnte doch die Tochter des Mathematik-Lehrers entführen. Und er kriegt sie erst zurück, wenn er Matze eine Vier gibt. So lange wartet das Mädchen in der Waldhütte, da gibt es sogar fließendes Wasser. Wie aus der albernen Idee auf einmal Ernst geworden ist, weiß hinterher keiner mehr. Doch plötzlich stecken die Jungen mittendrin in der "Operation 5 minus". Wie kommen sie da bloß wieder heraus?

Bewertung

Matze kann nicht rechnen. Egal wie lange und oft er lernt – die Zahlen wollen einfach nicht in seinen Kopf. Deshalb besteht Gefahr, dass er nicht versetzt wird und dann wird sein Vater ihn auf ein Internat weit außerhalb schicken. Das wollen seine Freunde verhindern und entwickeln einen Plan: Sie wollen die Tochter des Mathelehrers entführen und diesen so erpressen…

 

Das Titelbild erinnert an eine Schultafel und soll vermutlich den Plan der Kinder darstellen. Der Titel und der Name der Autorin sind in einer verwischten Kreideschrift gedruckt. Es hat mich neugierig gemacht und zum Lesen angeregt.

Der erste Teil des Buches hat mich nicht wirklich überzeugt, da der Aufbau aus meiner Sicht ein wenig verwirrend ist und einen leicht aus dem Handlungsfluss wirft. Außerdem ist das ganze 168 Seiten dicke Buch in einer etwas schwer verständlichen Sprache geschrieben, und teilweise wusste ich nicht, ob es in der Gegenwart oder vor hundert Jahren spielen soll…

Charlotte Inden verzichtet auf ausführliche Erklärungen, weshalb man manche Zusammenhänge und Hintergründe schlecht verstehen kann. So erfährt man zum Beispiel wenig über den Ich-Erzähler – bis nach dem ersten Drittel wusste ich nicht einmal, wie er heißt. Der zweite Teil des Buches hat mir besser gefallen, da in ihm mehr Spannung aufgebaut und ein besserer Handlungsfluss erzeugt wird. Das Ende des Buches hat mich allerdings ein wenig enttäuscht, da gar nicht rauskommt, ob Matze jetzt versetzt wird, ob die „Operation 5 Minus“ erfolgreich war – dies war ja der eigentliche Auslöser der Geschichte.

 

Aufgrund der schwer verständlichen Sprache und dem etwas missglücktem Beibehalten des Handlungsverlaufs gebe ich 3  Sterne und empfehle das Buch für Kinder ab 11 Jahren.


Raphael Mergehenn (12) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherinder.de

Themen: Abenteuer, Aus dem Leben