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Ostern von Taplin, Sam, Bilderbücher, Pappbilderbücher, Jahreslauf

Ostern

Babys erstes Klappenbuch

Taplin, Sam / Bonnet, Rosalinde

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2015

Verlag: Usborne

Empfohlen ab: 12 Monate

ISBN: 9781782322245

Inhalt

In diesem Buch hat der Osterhase fünf bunte Eier versteckt. Öffne die Klappen, schau durch die Gucklöcher und suche im Hühnerhaus, am Ententeich oder in der Scheune nach ihnen. Kannst du alle Ostereier finden?

Bewertung

Der englische Kinderbuchverlag Usborne hat nun für den deutschsprachigen Raum seine ersten Bilderbücher vorgelegt. Mit dabei ist das Pappbilderbuch "Babys erstes Klappenbuch Ostern" von Sam Taplin. 

Die Buchidee ist einfach und traditionell. Der Osterhase versteckt seine Eier bei den Tieren, die Kleinkinder als Lesezielgruppe sollen ihnen bei der Suche helfen. 

 

Vergleicht man das Pappbilderbuch mit ähnlichen, so ist man schnell enttäuscht. Es wirkt wie schnell und "billig" gemacht. Ja, es müssen nicht immer aufregende, neue Geschichten sein. Aber auch traditionellen Plots tut es gut, wenn sie durchdacht sind. Die Auswahl der Tiere (Küken, Schafe, Enten, Hund und Katze) und vor allem die Reihenfolge wirkt beliebig. Der Text ist auf zwei Sätze reduziert, der sich ständig nach dem gleichen Schema wiederholt: Tier XYZ sucht ein Ei. Wo ist es?

Man könnte den Text in der Rezension weniger Gewicht geben, wenn die Illustrationen von Rosalinde Bonnet überzeugen würden, aber sie tun es einfach nicht. Völlig überdreht in einem Kindchenschema sind die Tiere dargestellt, so sehr, dass man sie kaum noch gut erkennt. So erinnert der weiße Hase mit rosa Ohren (!) an eine japanische Manga-Figur. Für Liebhaber dieses Genres mag der Stil vielleicht entgegenkommend sein, für Kleinkinder, die die Welt entdecken, ist er völlig ungeeignet. Zudem sind die Tiere nicht einmal niedlich. Steif wirken sie, beliebig sind sie in der Szene verteilt. Die Unterscheidung der Tierarten wie Küken und Enten ist nur minimal. Man meint, die Illustratorin könne nur eine Form der Tiere zeichnen.

In gleichem Stil ist die Umgebung gestaltet: schematisch, flächig, wenig ausgearbeitet, beliebig, nicht durchdacht. So manches Detail wird die Eltern in der Erklärung ins Schwitzen bringen, was keine Freude beim Betrachten macht. Oder wie soll man die weißen Punkte in der Fluglinie der Bienen oder des Schmetterlings bezeichnen? Größenverhältnisse zwischen den Gegenständen stimmen überhaupt nicht.

 

Auf jeder Seite gibt es eine Klappe, hinter der das Osterei versteckt ist. Sehr dünn ist die Pappe der Klappe. Schnell wird sie einreißen. Die Klappen haben kein wirkliches Überraschungsmoment, weil sie immer wieder das Selbe wiederholen. 

Mit Gucklöchern sollen Verbindungen zwischen den Szenen geschaffen werden. Leider funktioniert es überhaupt nicht. Teilweise sind die Tiere schlecht zu erkennen. Fast überwiegend ist die Platzierung des Gucklochs eher beliebig. Die Ausschnitte passen teilweise in Farbe und Form nicht.

 

Bei Sam Taplins "Babys erstes Klappenbuch Ostern" hapert es an der Konzeption, der Umsetzung und vor allem an dem wenig einnehmenden Illustrationsstil enorm. Es gibt definitiv bessere Osterbücher zum selben Preis für Kleinkinder, die empfehlenswert sind. Dieses lassen Sie lieber liegen.

 

Wenke Bönisch :: Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Jahreslauf