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Pardon, Monsieur, ist dieser Hund blind? von Jaouen, Hervé, Jugendbücher, Aus dem Leben, Alltag & Familie

Pardon, Monsieur, ist dieser Hund blind?

Jaouen, Hervé

Übersetzung: Tramm, Corinna

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2013

Verlag: Urachhaus

Empfohlen ab: 12 Jahre

ISBN: 9783825177867

Inhalt

Véro, 13, hat es nicht leicht: Ihre wechselnden Freunde sind notorisch untreu, ihr Bruder ist ein Ekel, und jetzt soll sie auch noch ihr Zimmer räumen, weil ihre Oma dort einzieht. Und die leidet an Alzheimer …
Innerhalb kürzester Zeit ist das Familienleben komplett auf den Kopf gestellt. Omama plündert nachts die Küche, hortet Unmengen Schokoriegel und Silberlöffel unter ihrem Bett, weil sie glaubt, dass der Krieg noch immer andauert, telefoniert stundenlang ins Ausland oder löscht versehentlich extrem wichtige Dateien auf Mamans Computer ...
Als Véro Omas alten Reisekoffer (ihre Schatzkiste) geschenkt bekommt, stößt sie auf eine Vergangenheit, von der keiner wusste. Nach und nach nimmt Omas Leben Kontur an: ihre großen Lieben und Enttäuschungen im Leben, ihre kleinen Geheimnisse.

Bewertung

Véros Omama wird immer vergesslicher und verwirrter, doch bis zu dem Brand hat niemand etwas dagegen getan. Nun aber muss Omama bei Véro und ihrer Familie einziehen, da Mamas Bruder und seine Frau nichts damit zu tun haben wollen, mal abgesehen von dem Geld, das sie erben werden. Also muss Véro ihr geliebtes Zimmer hergeben und auf den Dachboden ziehen, wo sie sich nicht mehr mit ihrer besten Freundin Lucie über Renaud und Rémi, die beiden Jungs in ihrer Klasse, mit denen die beiden immer mal wieder abwechselnd zusammen sind, unterhalten. Aber mit Omama im Haus wird alles ziemlich chaotisch. Verlorene Broschen, nächtliche Badeeinheiten und teure Auslandsanrufe zeigen, wie fortgeschritten Omamas Alzheimer wirklich ist. Also wollen Véro und ihr Bruder das Gedächtnis ihrer geliebten Omama „stimulieren“ und lassen sich was Ungewöhnliches einfallen.
Das Buch ist zwar sehr schön und teilweise auch sehr witzig, aber manchmal auch wirklich traurig.
Der Autor beschreibt einfühlsam und absolut ehrlich das Leben und die Gedanken eines pubertierenden Mädchens, was ich toll finde, obwohl Véro manchmal doch etwas sehr erwachsen wirkt. Ihr Markenzeichen, der Satz „Lassen wir das“ wird im ganzen Buch an fast jedem endenden Abschnitt gesetzt, was ich auch lustig finde.
Dir Schrift ist nicht allzu klein und recht angenehm zu lesen. Es gibt zwar keine „richtigen“ Kapitel, die Geschichte ist jedoch in die Jahreszeiten unterteilt.
Das Cover des Buches gefällt mir echt gut, es ist sehr schön und witzig. Es zeigt einen Sandstrand, einen Teil eines Badehandtuchs und Sonnenschirms. Vorne sieht man einen Hund, der eine Brille trägt, passend zum Buchtitel.
Ich vergebe 4 Sterne.
Emma Keufen (12) :: Jugend-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Alltag & Familie