Kinderbücher  >  Kinderliteratur
Pullerpause im Tal der Ahnungslosen von Gehm, Franziska, Kinderbücher, Kinderliteratur, Abenteuer, Deutsche Geschichte, Humor

Pullerpause im Tal der Ahnungslosen

Gehm, Franziska / Klein, Horst

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2016

Verlag: Klett Kinderbuch

Empfohlen ab: 9 Jahre

ISBN: 9783954701476

Inhalt

Eigentlich wollten Jobst und seine Mutter auf dem Heimweg von ihrem Mittelalter-Urlaub bloß eine Pinkelpause im Jahr 1986 einlegen. Aber dann ist ihr Zeitreisekoffer plötzlich verschwunden und die beiden hängen fest – mitten in der DDR. Ein Land, das Jobst nur aus Erzählungen kennt. Kinder heißen hier Pioniere, im Obst- und Gemüseladen gibt es keine Südfrüchte, sondern das, was gerade da ist, und das Staatsoberhaupt kommt Jobst auch sehr seltsam vor.

Doch ohne Koffer keine Heimreise! Und so macht sich Jobst gemeinsam mit seinen neu gewonnenen Freunden auf die Suche. Natürlich führt das zu allerlei Turbulenzen – samt einer unglücklichen Begegnung mit dem Staatsratsvorsitzenden.

Bewertung

„Pullerpause im Tal der Ahnungslosen“ - und genau das machen Jobst und seine Mutter Susanne. Die Beiden haben einen Zeitreisekoffer, mit dem sie im Mittelalter Urlaub machen konnten. Auf dem Rückweg muss Jobsts Mutter auf die Toilette. Deshalb halten sie an und landen in der DDR. Plötzlich ist der Koffer verschwunden und ohne den Koffer können sie nicht zurück in die Gegenwart. Zum Glück trifft Jobsts Mutter einen netten Mann, Frank Kühne, der sie in seiner „Datsche“ wohnen lässt. Eine Datsche ist ein kleines Wochenendhaus. Jobst freundet sich mit Jule und Letscho an. Die Kinder machen sich auf die Suche nach dem Koffer, weil die Mutter jetzt im Theater von Frank Kühne arbeitet und sich so Geld verdient.

 

Im Buch habe ich manches über die DDR gelesen, was ich schon vorher wusste, z. B. das es dort keine Bananen gab. Aber man erfährt auch viel Neues, z. B. dass die Leute in der DDR ihr Land gut fanden. Sie dachten es wäre besser als im Westen, aber nur, weil ihnen nicht die Wahrheit gesagt wurde. Kinder wurden manchmal Pioniere genannt – irgendwie merkwürdig. Toll fand ich, dass Jobst ja wusste, dass es die DDR 1989 nicht mehr geben wird. Jule und Letscho haben ihm das natürlich nicht geglaubt.

 

Ich vergebe 4 Sterne, weil das Buch sehr spannend ist und man einiges über die DDR erfährt. Es gibt aber in dem Buch so viel, was noch weiter erzählt werden könnte. Treffen sich die Kinder später noch einmal? Wie erleben Jule und Letscho die Wiedervereinigung? Denken sie dabei an Jobst? u.v.m. Manche Fragen kann ich hier nicht aufschreiben, da ich sonst zu viel von der Geschichte verraten würde. Vielleicht gibt es ja irgendwann einen 2. Teil.

 

Mattes Dreier (10) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Abenteuer, Deutsche Geschichte, Humor