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Purpurdämmern von Gunschera, Andrea, Jugendbücher, Fantasy, Fantasy

Purpurdämmern

Gunschera, Andrea

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2013

Verlag: Ueberreuter

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783800057139

Inhalt

Ken lebt in Detroit mit einem prügelnden Vater, einer Mutter, die sich vor der Gewalt in eine Traumwelt flüchtet, und einem kleinkriminellen Bruder. In einem alten Straßenbahndepot, in das Ken flieht, wenn er es zu Hause nicht mehr aushält, kommt es eines Tages zu einer wundersamen Begegnung mit der schönsten jungen Frau, die Ken je gesehen hat. Alles, was von dem flüchtigen Besuch bleibt, ist eine Akelei-Blüte, die auch Jahre später nicht verwelkt ist, als Ken die junge Frau wiedersieht - die dieses Mal gekommen ist, um ihn auf das unvorstellbarste Abenteuer seines Lebens mitzunehmen.

Bewertung

Ken hat es bisher in seinem Leben nicht leicht gehabt. Seine Mutter scheint psychisch krank zu sein und sein Vater und sein älterer Bruder sind Verbrecher, von denen er oft geschlagen oder zum Schmierestehen gezwungen wird. Nachdem sein Bruder bei einer illegalen Sache von der Polizei verhaftet wird, flüchtet Ken von seinem Beobachtungsposten in sein Versteck. Doch hier lauern ihm die Komplizen seines Bruders auf und wollen sich an ihm rächen, weil er angeblich schuld an der Verhaftung wäre. In letzter Sekunde kommt Ken Santino, ein geheimnisvoller Mann zu Hilfe. Wie sich herausstellt, ist er ein großer Magier und stammt aus einer Parallelwelt. Er ist auf der Suche nach Marielle, einer Prinzessin, die er beschützen soll und, die sich heimlich fortgeschlichen hat. Vor Jahren ist Ken ihr bereits begegnet und durch einen Zufall machen sich die beiden gemeinsam auf die Suche nach ihr.
Der Roman von Andrea Gunschera umfasst 510 Seiten, die in fünfzehn Kapitel, einen Prolog und einen Epilog unterteilt sind. Ich habe sehr lange gebraucht, um zu verstehen, um was genau es in diesem Roman geht, da ich nicht nur das System der Parallelwelten sehr unübersichtlich fand, sondern auch die ganzen fremden Namen nicht auseinanderhalten konnte. Ich hätte es gut gefunden, wenn vor allem der Anfang etwas ausführlicher gewesen wäre. Vielleicht lag es daran, aber leider fiel es mir lange sehr schwer, das Buch zu lesen. Erst später wurde es endlich spannender. Dann konnte ich es nicht mehr an die Seite legen.
Ken ist kein normaler Held, sondern wirkt mehr wie ein Opfer, das irgendwie in der falschen Familie gelandet ist. Ich denke, dadurch gefällt ihm der ungewöhnliche Ausflug mit dem Magier recht schnell. Auf der Reise entdeckt er interessante Fähigkeiten an sich und fühlt sich zu Marielle hingezogen. Er landet zusammen mit den anderen in einer parallelen Ausgabe seiner Heimatstadt, die sich aber sehr stark von dem, was er kannte, unterscheidet. Hier zeigt er, wieviel Mut er hat.
Marielle ist das Kind eines Königs und soll demnächst heiraten. Das passt ihr natürlich gar nicht und so verschwindet sie mit Hilfe ihrer Fähigkeit, Tore in andere Welten zu öffnen, mal eben schnell. So hat sie auch Ken zum ersten Mal getroffen. Er gefällt ihr, aber sie macht es ihm nicht leicht, sie näher kennenzulernen. Begleitet wird sie von einer sprechenden Katze, die ich sehr witzig fand und, die zu Marielles Schutz und Hilfe da ist.
Der Bucheinband ist mit ganz tollen Farben gestaltet und fühlt sich an, als sei er mit Stoff gebunden.
Insgesamt fand ich das Buch eigentlich sehr interessant, aber da es auch sehr kompliziert und der Anfang ziemlich verwirrend war, fehlte es mir oft an der Spannung. Ich vergebe 3 Sterne.
Hannah W. (13) :: Jugend-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Fantasy