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Rain von Bergin, Virginia, Jugendbücher, Dystopie, Dystopie, Erwachsenwerden, Spannung

Rain

Das tödliche Element

Bergin, Virginia

Übersetzung: Schmidt, Rainer

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2015

Verlag: Fischer KJB

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783737351553

Inhalt

Samstag, Partyabend. Ruby und ihre Freunde feiern ausgelassen bis in die Nacht. Was keiner ahnt: Es wird das letzte Mal sein. Ruby wird ihre Freunde niemals wiedersehen. Und sie wird auch Caspar zum ersten und letzten Mal geküsst haben. Denn in dieser Nacht kommt der giftige Regen, der ein tödliches Virus bringt. Die Menschheit rast ihrem Untergang entgegen. Wer nicht gleich stirbt, kämpft mit allen Mitteln ums Überleben. Freunde werden zu Feinden, Kinder zu Waisen, Nachbarn zu Gesetzesbrechern. Auch Ruby ist von einem Tag auf den anderen völlig auf sich allein gestellt. Inmitten von Tod, Chaos und Angst macht sie sich verzweifelt auf die Suche nach überlebenden Verwandten. Doch es gibt auch Hoffnung. Ruby erhält ein Lebenszeichen ihres totgeglaubten Vaters …

Bewertung

„Rain“ erzählt die Geschichte von Ruby. Eine verhängnisvolle Regenwolke schwebt über ihrem Kopf, und, wie Ruby schmerzlich am eigenen Leib erfahren muss, hat jeder Tropfen davon tödliche Folgen. Auf der Suche nach immer knapper werdenden Ressourcen kann Ruby sich schon bald nicht mehr sicher sein, wer ein Freund oder Feind ist. Ein Kampf ums Überleben beginnt.

 

Das Cover von „Rain“ finde ich sehr passend gewählt. Es bringt sehr gut die Atmosphäre des Buchs rüber und ist somit eine gute Einstimmung auf das, was einen im Inneren erwartet.

 

Wenn Nicht-jugendliche Autoren aus der Sicht eines Teenagers schreiben, kann das ganz schön in die Hose gehen. Der Schreibstil von Virginia Bergin ist gewöhnungsbedürftig und sicherlich auch nicht jedermanns Sache. Sie schreibt sehr umgangssprachlich, bekommt das aber sehr authentisch auf das Papier. Mir hat ihr Stil gefallen, auch wenn er auf Dauer etwas anstrengend wurde und man sich mehr Standartsprache gewünscht hätte. Besonders waren unter anderem die Schimpfwörter, welche allesamt durch Schmetterlinge zensiert wurden. Was ich davon genau halten soll, ist mir bis jetzt unklar. Es hat den Lesefluss leider teilweise etwas verzögert.

 

Ruby fand ich als Protagonistin mittelmäßig überzeugend. Einerseits hat sie ihre Ecken und Kanten, die ja bekanntlich einen Charakter erst interessant machen, aber wenn meine Welt am Untergehen ist, dann juckt es niemanden(!) ob man jetzt Make-up drauf hat oder eben nicht. Klar ticken Jugendlich anders und sind auch nicht so vernünftig wie Erwachsene sicherlich in solchen Situationen wären, aber so naiv wie Ruby hier teilweise gezeichnet wurde, ist, zumindest hoffe ich das, Niemand. Gut gefallen hat mir hingegen ihr Sarkasmus, der mich beim Lesen hin und wieder zum Schmunzeln bringen konnte.

 

Zur Handlung möchte ich hier gar nicht viel sagen, um nichts vorwegzunehmen. Im Groben beschäftigt sich das Buch mit Rubys Suche nach Verwandten und ihrem Kampf ums Überleben. Dieser gestaltet sich denkbar schwierig, wenn plötzlich sämtliches Wasser ungenießbar wird und man Freund nicht mehr Feind unterscheiden kann. Die Geschichte packt einen und lässt einen nicht mehr los, ist spannend und sehr atmosphärisch.

 

Weiterempfehlen möchte ich „Rain“ an Jugendliche ab 14, sowie alle Fans von Dystopien. Von mir bekommt „Rain“ 4 Sterne.

 

Svenja Becker (18) :: Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Dystopie, Erwachsenwerden, Spannung