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Regionalexpress von Hammer, Agnes, Jugendbücher, Krimi & Thriller, Spannung

Regionalexpress

Hammer, Agnes

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2012

Verlag: script5

Empfohlen ab: 13 Jahre

ISBN: 9783839001301

Inhalt

Max lernt Adil kennen, als er ihn im Zug gegen zwei betrunkene Neonazis verteidigt. Sie freunden sich an und Max ist fasziniert von Adils Gottvertrauen und seiner tiefen Überzeugung, dass alles einen Sinn hat. Gemeinsam besuchen sie eine kleine Moschee in Düsseldorf und hören die Predigten des Imam Mohammad. Für Max scheint sich ein Vorhang zu heben, der seinen Blick sein ganzes Leben lang verschleiert hat. Er nimmt Koranunterricht und lernt Arabisch, nach wenigen Wochen konvertiert er zum Islam. Und ganz langsam kommt er zu der Erkenntnis, auserwählt zu sein: Er ist ein Werkzeug Gottes, mit dem die Ungläubigen gerichtet werden sollen.
Was Max und Adil nicht wissen: Sie werden schon lange von Kemper, einem Beamten des Bundesverfassungsschutzes, observiert. Und auch Paula, Max´ Schwester, die sich in Adil verliebt hat, ist das merkwürdige Verhalten ihres Bruders aufgefallen.
Als Max eines Morgens mit einem Rollkoffer das Haus verlässt, versucht Paula verzweifelt, ein Inferno zu verhindern.

Bewertung

Der Thriller "Regionalexpress" von Agnes Hammer ist in der Ich-form geschrieben. Die drei Hauptpersonen namens Max, seine Schwester Paula und der Agent Kemper, wechseln sich in einem unregelmäßigem Rhythmus als Erzähler ab. Jede Erzählung in Rückblenden beginnt mit dem Namen der jeweiligen Person. Die Geschichte wird nur in Rückblenden erzählt, so dass man nicht immer sofort versteht, was passiert ist. So wird man direkt in das Geschehen hineingezogen. Die Erzählform fand ich verwirrend, weil die Figuren für mich schwer auseinander zu halten waren.
Kern der Geschichte ist ein Attentat, der Roman geht den Weg nach, den Max gegangen ist, um es zu verüben. Die Personen und ihre Gefühle werden überzeugend und fesselnd beschrieben. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen, zumindest bis zu dem Punkt, als bei Max der Hass überwog.
Dieses Buch zeigt an einem Beispiel drastisch auf, wie ein junger Mensch radikal wird und sich von seinem alten Leben entfernt. Ich glaube nicht, dass sich das so verallgemeinern lässt.
Der Thriller ist spannend, aber auch bedrückend. Es ist zum Mitfiebern gut geeignet. Ich habe mit Max mitgefühlt, aber der Verlauf der Geschichte war schwer auszuhalten. Allerdings hat mich der Roman sehr belastet und nachdenklich gemacht.
Ich würde es nicht gern als Schullektüre lesen, aber im Ganzen kann ich es für Jugendliche ab 12 empfehlen und vergebe 3 Sterne.
David Müller (13) :: Jugend-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Spannung