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Rosendorn von Black, Jenna, Jugendbücher, Fantasy, Liebe

Rosendorn

Black, Jenna

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2012

Verlag: PAN

Empfohlen ab: 13 Jahre

ISBN: 9783426283509

Inhalt

"Ich heiße Dana, und bevor ich nach Avalon gekommen bin, wusste ich nicht mehr über diese Stadt, als dass sie der einzige Ort auf der Erde ist, an dem sich die Feen- und die Menschenwelt überschneiden. Na ja, okay, den ganzen langweiligen Kram zur Geschichte habe ich in meinem Reiseführer auch überblättert. Aber inzwischen könnte ich selbst einen Reiseführer mit ein paar verdammt nützlichen Tipps schreiben: 1. Richtet euch darauf ein, dass ihr ein paar besondere Fähigkeiten entwickeln könntet und deshalb plötzlich zur meistgesuchten Person in Avalon werdet. 2. Packt unbedingt fluchttaugliches Schuhwerk ein. Und besonders wichtig: 3. Verliebt euch ja nicht in einen atemberaubend gutaussehenden Feenjungen! Denn wenn etwas zu gut scheint, um wahr zu sein, dann ist es das auch …"

Bewertung

Als Tochter einer Alkoholikerin hat es Dana nicht leicht. Dauernd ziehen sie und ihre Mutter um und sie muss alles, was sie sich bis dahin aufgebaut hatte, zurücklassen. Außerdem muss sie sich auch noch um sämtliche Dinge kümmern, die ihre Mutter nicht erledigen kann oder darf. Irgendwann beschließt sie abzuhauen – zu ihrem Vater nach Avalon. Avalon ist ein Stadtstaat in England und der einzige Ort an dem Menschen und Feen, mehr oder weniger, friedlich zusammen leben. Als Dana allerdings am Flughafen in London ankommt, ist der ihr versprochene Shuttleservice nicht aufzufinden. Notgedrungen nimmt sie sich also ein Taxi. Von einem freundlichen Empfang kann allerdings keine Rede sein, denn sie wird gleich nach ihrer Ankunft von ihrer Tante Grace eingesperrt. Auch als sie kurz Zeit später von den zwei jungen Feen Kimber und Ethan befreit wird, ist sie noch lange nicht in Sicherheit, denn nicht nur ihre Tante hat es offenbar auf sie abgesehen. Mithilfe von Kimber und Ethan versucht sie, ihren Vater zu finden, ohne dabei zu ahnen, dass die beiden ihr eigenes Ziel verfolgen. Dana kommt schließlich an den Punkt, an dem sie sich wünscht niemals auf die Idee gekommen zu sein, ihren Vater zu suchen.
Die Geschichte ist anfangs etwas verwirrend, weil man nicht richtig weiß, wie Avalon „funktioniert“, da das ganze Regierungssystem erst nach und nach aufgedeckt wird.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut an das Bewusstsein der Protagonistin angepasst und lässt sich dadurch schnell lesen. Die Umgangssprache verleiht der Story außerdem etwas Lockerheit, wodurch es nie langweilig wird. Man kann sich sehr gut in die Protagonistin hineinversetzen und mit ihr mitfühlen, wenn sie betrogen und getäuscht wird. Allerdings ist die im Klappentext versprochene Lovestory etwas in der Handlung verloren gegangen, was mich etwas enttäuscht hat. Im Großen und Ganzen geht es in dem Buch nämlich um einen Machtkampf von Politikern.
Die Buchgestaltung finde ich nicht gut gelungen. Das Cover würde meiner Meinung nach passen, wenn das Kleid und die Blüten weiß wären, so aber verfehlt es das Thema. Der Titel hätte ebenfalls ein passenderer sein können, auch wenn er beim intensiveren Nachdenken sinnvoll ist. Die Kapitelgestaltung dagegen finde ich gut, weil bei der ersten Seite jedes Kapitels blasse Blütenblätter abgedruckt sind.
Mir hat „Rosendorn“ trotz allem sehr gut gefallen. Auch wenn ich eigentlich nicht von Feengeschichten angetan bin, hat es meine Erwartungen erfüllt. Über die fehlende Liebesgeschichte kann man meiner Meinung nach hinwegsehen, weil der Rest gut gelungen ist. Von mir bekommt „Rosendorn“ 4 Sterne.
Svenja Becker (15) :: Jugend-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Liebe