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Schattenspieler von Römling, Michael, Jugendbücher, Historie, Deutsche Geschichte

Schattenspieler

Römling, Michael

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2012

Verlag: Coppenrath

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783815753071

Inhalt

April 1945: Berlin liegt in Schutt und Asche, und die Rote Armee steht bereits vor den Toren der Hauptstadt. In den Wirren der letzten Kriegstage kreuzen sich die Wege von Friedrich und dem jüdischen Jungen Leo, der die Kriegszeit in dunklen Kellern überleben konnte. Beide sind auf der Jagd nach einem großen Geheimnis: Irgendwo in Berlin liegt ein unsagbar wertvoller Schatz verborgen, den ein hochrangiger Wehrmachts-Offizier vor Kriegsende noch schnell beiseiteschaffen will. Bald finden die Freunde eine heiße Spur. Doch die Zeit wird knapp, denn Friedrich und Leo sitzt ein mächtiger Gegner im Nacken, der vor nichts zurückschreckt.

Bewertung

Als Leo in der Nacht vor den Soldaten flüchtet, trifft er auf einen Jungen. Sie wechseln nur ein paar Worte, lächeln und gehen dann weiter. Doch man hat das Gefühl, sie kennen sich schon ewig. Leo denkt nicht weiter darüber nach und kommt zu den Russen, die ihn fröhlich aufnehmen. Als der Krieg fast vorbei ist, geht er durch die Ebereschenallee. Ein Russe sagt zu ihm, er solle sich ein Haus aussuchen, wo er wohnen will. Da hört er Klaviermusik und folgt den Tönen. Kurz darauf steht er vor dem Haus, aus der die Klänge kommen. Er geht hinein und trifft den Jungen wieder, den er in der Nacht getroffen hat. Er heißt Friedrich. Sie verstehen sich auf Anhieb perfekt und unternehmen viel. Leo bleibt in dem Haus wohnen, und macht sich dann gemeinsam mit Friedrich auf die Suche nach seinem verschollenen Freund Wilhelm. Dabei stoßen sie auf geheimnisvolle Papiere von Kunstsammlungen aller Art. Daraufhin erfolgt eine fast unwirklich erscheinende Reihe von Zufällen, und die zwei stehen schnell inmitten eines Kriminalfalles indem es um eine verschwundene Bildersammlung geht. Die zwei begeben sich auf eine gefährliche Reise durch das zerbombte Berlin, an der der Leser teilnimmt. Wird es ihnen gelingen, den Fall zu klären?
Dieses Buch ist einfach großartig! Für Krimifans wie auch für geschichtlich interessierte Menschen würde ich dieses Buch empfehlen. In der Geschichte gibt es nicht einen Höhepunkt, sondern ganz viele, wodurch die Leser von Höhepunkt zu Höhepunkt getragen werden und es nie langweilig wird. Die Geschichte nimmt immer wieder eine neue Wendung, weil von dem Autor ab und zu neue Zufälle hinein gestreut werden. Doch es wirkt auch manchmal etwas abgedreht, wenn drei oder vier Zufälle kommen. Das ist dann schon nicht mehr ganz realistisch. Aber diesen Schwachpunkt vergisst man schnell wieder, da es sofort weiter geht in der Erzählung und man gar nicht genau darüber nachdenken kann, ob es jetzt realistisch ist, oder unmöglich. Außerdem finde ich an diesem Buch die Aufmachung sehr ansprechend. Das Hardcover ist eine Karte von Berlin und um das Buch herum ist ein transparenter Umschlag, auf dem in schwarz der Name des Autors und der Titel abgebildet sind. Die Karte schimmert durch das transparente Papier und das macht es sehr interessant und ansprechend. Ich war sehr begeistert von diesem Buch und vergebe trotz kleiner Ecken und Kanten 5 Sterne.
Paula Klöver (12) :: Jugend-Redaktion Buecherkinder.de



Berlin 1945: Die rote Armee ist kurz davor, in Berlin einzudringen. In dieser Stadt treffen sich auch Friedrich und der jüdische Junge Leo, der die Nazizeit in den Kellern von Berlin überstanden hat, wie zu dieser Zeit etliche Menschen. Sie machen sich auf die Suche nach einem großen Geheimnis, denn irgendwo in Berlin soll ein großer Schatz von großem künstlerischem Wert versteckt sein, nämlich die 28 gestohlenen Kunstwerke, die damals von der ERR enteignet worden sein sollen. Doch während ihrer Suche nach einem dubiosem Verbrecher, der gerne mal seine Identität wechselt, merken sie nicht, dass sie der Gegner die ganze Zeit über beobachtet. . Und so geraten die beiden Freunde in lebensbedrohliche Gefahr.
Nachdem ich so viel Begeisterung um das Buch gehört hatte, wollte ich es auch lesen, schon allein wegen des sehr schönen Covers. Die Geschichte hat auch meine Neugierde geweckt, nur, muss ich sagen, war sie sehr schlecht umgesetzt. Der Anfang sowie der Rest des Buches hat sich gezogen wie zäher Kaugummi und wurde emotionslos und unnötig kompliziert dargestellt. Die Situation von Berlin 1945 wurde ohne jede Gefühlsregungen beschrieben und nur nüchtern dargestellt, was einem als Leser überhaupt nicht in die Geschichte einfühlen lies. Das Buch hat ab der ersten Seite nicht gefesselt und wurde im Verlauf auch nicht wirklich besser. Der Plot plätscherte einfach immer träge dahin und nur ein oder zweimal kam eine Überraschung, die aber auch nicht wirklich schockiert und mitgerissen hat, sondern einfach mal als so kleiner Wachrüttler gedient hat. Denn das Buch war wirklich langweilig, es gab keine gut aufgebaute Spannungskurve und nicht mal gute zwischenmenschliche Beiziehungen, bei denen man mitgefiebert hätte oder so. Bis die beiden Jungs überhaupt mal aufeinander getroffen haben, vergingen schon gut und gerne mal fast die Hälfte des Buches, und davor gab es zu detaillierte Beschreibungen von Ortschaften, die einfach viel zu ausscheifend waren und einem mit den Gedanken ganz woanders hin abschweifen ließen.
Die Charaktere waren meiner Meinung nach nicht gut beschrieben. Man hat kaum etwas über die einzelnen Personen erfahren und konnte so überhaupt keine emotionale Bindung zu ihnen aufbauen, was ich sehr schade fand. Leo hat mich überhaupt nicht berührt und auch Friedrich nicht, seine Schwester Marlene, die keine Augen hat, jedoch etwas. Denn sie konnte mehr Dinge "sehen" als die meisten anderen Menschen, die nicht blind waren. Das Cover ist das Beste an diesem Buch, die Karte von Berlin ohne Schutzumschlag ist einfach genial und ein echter Hingucker, und der transparente Umschlag auch.
Abschließend kann ich sagen, dass mich das Buch überhaupt nicht gepackt und berührt hat, was ein Buch meiner Meinung nach sollte, und ich es nicht weiterempfehlen kann.
Ich gebe dem Buch damit leider 1 von 5 Sternen.
Julia Zamateit (15) :: Jugend-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Deutsche Geschichte