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Schwupp und weg von Reeve, Philip , Kinderbücher, Kinderliteratur, Abenteuer

Schwupp und weg

Reeve, Philip / McIntyre, Sarah

Übersetzung: Hergane, Yvonne

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2014

Verlag: Dressler

Empfohlen ab: 8 Jahre

ISBN: 9783791517025

Inhalt

Oliver ist zwar erst zehn, aber er hat schon die unglaublichsten Dinge erlebt. Schließlich kommt er aus einer echten Entdeckerfamilie. Doch als Olivers Eltern plötzlich verschwinden, beginnt sein allergrößtes Abenteuer! Wirklich nie hätte er gedacht, dass er mal eine wandernde Insel treffen würde. Oder eine kurzsichtige Meerjungfrau. Oder einen sprechenden Albatros. Und dann sind da noch diese Seegrasaffen, mit denen sich die neuen Freunde rumärgern müssen.

Bewertung

In dem Buch „Schwupp und weg“ geht es um Oliver Crisp. Oliver ist zehn Jahre alt, und seine Eltern sind Entdecker, das heißt, sie sind ständig zusammen mit Oliver auf Reisen. Da es für die Eltern nichts Neues mehr zu entdecken gibt, wollen die Crisps sesshaft werden und ziehen in ihr altes Haus am Meer, in dem sie bislang noch nicht gewohnt haben, weil sie ja ständig unterwegs waren. Am Tag ihrer Ankunft bemerken die Eltern von Oliver Inseln vor dem Haus, die vorher nicht dagewesen sind und beschließen, die Inseln zu erforschen. Oliver ist gar nicht begeistert, er freut sich darauf, endlich ein eigenes Zimmer zu haben und regelmäßig zur Schule gehen zu können und hat genug von Abenteuern.
Von ihrer Tour zu den Inseln kehren seine Eltern aber nicht zurück. Oliver macht sich Sorgen und beschließt daher, sie zu suchen. Er steuert mit seinem Boot eine der Inseln an und lernt dort den sprechenden Albatros Mr. Culpeper kennen, der sich auf der Insel ein Nest gebaut hat. Danach macht er die Bekanntschaft mit Iris, einer kurzsichtigen Meerjungfrau, die sich an der Insel den Kopf stößt, weil sie sehr schlecht sieht. Iris ist auf dem Weg zu einem Optiker, von dem sie sich endlich eine Brille machen lassen will. Von Iris erfährt Oliver auch, dass sie sich auf einer „Schlender-Insel“ befinden, das sind Inseln, die sich im Meer bewegen können. Alle paar Jahre gibt es einen Schlender-Insel-Wettbewerb, den „ Meermähnen-Wettbewerb“ in den Heiligen Seichtwassern. In diesem Wettbewerb treten die Schlender-Inseln gegeneinander an. Wer den schönsten „Kopfschmuck“, also aufgenommenes Treibholz, Schiffswracks, Sandbänke, trägt, wird zum Anführer für die nächsten Jahre gewählt. Die kleine Schlenderinsel, auf der Oliver, Iris und Mr. Culpeper gelandet sind, ist nicht besonders schön geschmückt und auch sehr klein. Oliver gibt der Insel den Namen Cliff. Iris hat dann eine Idee, wie Cliff zu einer tollen Meermähne kommen kann und führt die Truppe zu einem alten gesunkenen U-Boot, mit dem sich Cliff nun schmücken will. Die weitere Geschichte wird sehr spannend, es kommt ein Blutfels, also eine große und bösartige Schlender-Insel mit ins Spiel. Die Freunde Iris, Oliver, Mr. Culpeper und Cliff erleben viele Abenteuer und halten immer zusammen, bis sie schließlich Olivers Eltern wieder finden und befreien.
Das Buch fand ich am Anfang etwas langweilig, aber ungefähr ab der Hälfte hat es mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist sehr spannend, witzig und vor allem sehr ungewöhnlich. Das Buch ist manchmal nicht ganz einfach zu lesen, weil eine komplizierte Sprache und lange Sätze verwendet werden. Aber die Ideen im Buch sind toll, zum Beispiel durchqueren die Freunde die „Sarkastik-See“, ein Gebiet, in dem zynische Algen wohnen, die gemeine und unfaire Sprüche machen.
In dem Buch sind sehr viele Bilder enthalten, die mir nicht so gut gefallen haben, die Farben (schwarz-weiß-blau) gefallen mir nicht und die Figuren finde ich nicht schön gezeichnet.
Alles in allem ist das Buch aber toll und empfehlenswert, deshalb vergebe ich 4 von 5 Sternen.
Leonard Rein (8) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Abenteuer