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Siren von Cass, Kiera, Jugendbücher, Liebe, Fantasy, Liebe

Siren

Cass, Kiera

Übersetzung: Strüh, Anna Julia

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2016

Verlag: Fischer

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783733502911

Inhalt

Kahlens Familie kommt bei einem Schiffsunglück ums Leben. Sie selbst wird als Einzige gerettet – von drei betörenden jungen Frauen: Sirenen. Wunderschön und unsterblich. Von nun an ist Kahlen eine von ihnen. Scheinbar ein ganz normales Mädchen, doch ihr Leben gehört dem Meer. Jeder Mensch, der ihre Stimme hört, muss sterben. Und so schweigt sie. Bis sie Akinli begegnet, einem jungen Studenten, der Kahlen auch völlig ohne Worte versteht. Nach nur wenigen Stunden haben nicht nur ihre Herzen, sondern auch ihre Seelen zu einander gefunden. Und als Akinli schwer erkrankt, droht auch der eigentlich unsterblichen Kahlen der Tod.

Bewertung

Kahlens Leben verändert sich schlagartig als das Schiff, auf dem sie sich mit ihrer Familie befindet, kentert. Kahlen ist die einzige Überlebende dieses nicht ganz zufälligen Schiffsunglücks, denn Sirenen, Dienerinnen der See, haben das Unglück durch ihren Gesang verursacht, um ihre Schirmherrin die See zu nähren. Durch ihr Überleben wird Kahlen nun ebenfalls eine Sirene und ist gezwungen zusammen mit ihren Schwestern, den anderen Sirenen, der See 100 Jahre lang zu dienen.

80 Jahre nach ihrer Verwandlung zur Sirene trifft Kahlen in Miami Alkinli, sie ist sofort verliebt in den charmanten Jungen man, weiß aber, dass ihre Liebe unmöglich ist, da sie aufgrund ihrer totbringenden Stimme schweigen muss und die See es nicht duldet, wenn sie ihre Zuneigung jemand anderem als ihr zukommen lässt.

 

„Siren“ ist Kiera Cass überarbeiteter Debütroman, und das merkt man dem Buch auch leider an. Es ist keine Spannungskurve vorhanden, sodass die Handlung eher vor sich hinplätschert und der Leser vergeblich auf das große Finale wartet. Die Handlung konzentriert sich sehr auf die Gefühlswelt und Emotionen der Protagonistin Kahlen und da diese keine nennenswerte charakterliche Veränderung durchmacht, ist dies für den Leser eher eintönig.

Kahlen und Alkinli verlieben sich praktisch auf den ersten Blick und natürlich ist ihre Liebe verboten. Daher wirkt die ganze Liebesgeschichte eher weniger authentisch und klischeehaft auf den Leser. Auch die Beziehung zwischen der See und Kahlen schwankt zwischen Hass und Liebe und insgesamt wirkt der Charakter der See, einem theoretisch Jahrhunderte altem und mächtigem Wesen, viel zu sentimental. Außerdem hat es mich ein bisschen verwirrt, dass die ganze Zeit von der See und nicht von dem Meer die Rede war, aber da das Meer im englischen „the sea“ bedeutet, lag das vielleicht nur an der Übersetzung. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass man durch den femininen Artikel vielleicht die Weiblichkeit der See assoziieren wollte.

 

Generell hat mir ein bisschen der magische Hauch gefehlt und ich hatte eher erwartet, dass das Buch in der Vergangenheit oder einer Parallelwelt spielt. Dennoch fand ich die Grundidee gut und die leichte Lektüre konnte mich an einigen Stellen durchaus amüsieren. Insgesamt hatte ich relativ hohe Erwartungen an das Buch, wurde jedoch leider enttäuscht und kann daher nur 3 Sterne vergeben. Empfehlen kann ich das Buch leider nur eingefleischten Fans der Autorin und Lesern, die das Selbstmitleid und der Liebeskummer der Protagonistin nicht stören.

 

Ellen Bartsch (15) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Fantasy, Liebe