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Sommer offline von Strohm, Stephanie Kate, Jugendbücher, Aus dem Leben, Humor

Sommer offline

Strohm, Stephanie Kate

Übersetzung: Spangler, Bettina

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2013

Verlag: Heyne

Empfohlen ab: 12 Jahre

ISBN: 9783453534230

Inhalt

Libby als geschichtsbegeistert zu bezeichnen wäre eine Untertreibung: Die 16-Jährige hat schon immer davon geträumt, in einer vergangenen Zeit zu leben, in der die Frauen umwerfende Kleider trugen und sich von Gentlemen formvollendet umwerben ließen. Als sie die Chance erhält, die Ferien in Maines ältestem History Camp zu verbringen, ahnt Libby freilich nicht, dass man dort weder das Handy noch Schminkutensilien benutzen darf. Und das ist noch die harmloseste Überraschung, die sie erwartet. Ein unvergesslicher Sommer bricht an, in dessen Verlauf Libby eine Menge über Jungs, vermeintliche Geister und darüber lernt, dass Jane Austen wahrscheinlich auch überschätzt wird …

Bewertung

Manche Leute mögen denken, dass Libby eine totale Tussi ist, die nur Schuhe und Make up im Kopf hat. Das hat sie zwar, aber sie ist auch wahnsinnig geschichtsbegeistert! In den Sommerferien besucht sie ein Geschichtscamp und betreut die Mädchen im Camp von „anno dazumal“. Im Camden Habour Geschichtsmuseum herrscht die ganze Zeit das Jahr 1791. Alles wurde so nachgebaut, wie im Jahre 1791. Moderne Sanitäranlagen: Fehlanzeige - ebenso wie eine moderne Backstube! Die Angestellten kleiden sich wie früher, damit der Besucher sich wie im Jahre 1791 fühlt. Das bedeutet, große Kleider mit Reifröcken, historische Backöfen, keine Handys und kein Make up. Die letzten beiden Punkte sind für Libby der HORROR!!!
Wie erreicht sie nun ihren schwulen Freund Dev, der ein Praktikum bei der Zeitschrift "Teen Mode" bekommen hat und mit dem sie sonst stundenlang telefoniert? Sie hatte ihm doch versprochen, dass sie ständig in Kontakt bleiben. Libbys Zimmergenossin Ashling macht ihr das Leben auch nicht gerade leichter. Als Libby einmal kurz telefonieren möchte, fällt sie sofort in ein gefülltes Fass und der Journalist Garret hat freien Blick auf ihre "Hello Kitty" Unterwäsche. Noch ahnt Libby nicht, dass Garret sie bewundert und jedoch Libby ihn einfach nur schlimm findet. Libby hat nur Augen für den Typen vom Vorführtrupp des Museums. Cameron, der süße Segler mit seinen Muskeln und seinem „Shakespeare“ Wissen.
Seit einiger Zeit meinen die Leute aus dem Ort, sie hätten in Hafennähe einen Geist gesehen. Garret wittert eine Story und lässt sich prompt auf ein Schiff einquartieren. Der Haken an der Sache: ...einer der Praktikanten muss zur Aufsicht mit. Also packt Libby ihre Koffer und begibt sich mit auf das Geisterschiff ... und der passende Geist lässt nicht lange auf sich warten!!!!
Ich find es so toll, wenn man die Widersprüche in Libby liest und immer wieder schmunzeln muss. Sie liebt Geschichte, ist aber auch super gut vernetzt und immer zu erreichen. Sie möchte in dem Jahr 1791 leben, aber auch stets geschminkt sein.
Ich glaube, dass viele, die sich dieses Buch kaufen und gar nicht so geschichtsbegeistert sind, es aber danach werden! Libby erzählt so begeistert über Geschichte, so dass ich selber wieder große Lust bekommen habe, einen Blick in meine Geschichtsbücher zu werfen! Es steckt einfach an und macht neugierig. Ich lag so auf meinem Bett und hab nicht gemerkt, wie Stunden und Seiten vergingen. Wirklich toll!
Allerdings finde ich, dass sich das Ganze ein wenig zieht. Es wird keine Spannung aufgebaut und der wirkliche Höhepunkt geschieht auf drei Seiten. Wem der geschichtliche Teil zu langweilig ist, der wird nicht auf seine Kosten kommen. Ich vergebe 4 Sterne.
Leoni Demand (12) :: Jugend-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Humor