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Sternengreifer von Lühmann, Antoinette, Kinderbücher, Kinderliteratur, Abenteuer, Historie

Sternengreifer

Lühmann, Antoinette

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2015

Verlag: Coppenrath

Empfohlen ab: 11 Jahre

ISBN: 9783649615354

Inhalt

Der 14-jährige Waisenjunge Benedict hat nur einen Traum: Er will Erfinder werden! Sein großes Vorbild ist Henri Giffard, der es geschafft hat, mit einem selbst gebauten Luftschiff in den Himmel zu steigen. Als Benedict beim Schuster in die Lehre gehen soll, beschließt er, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Er macht sich auf den Weg nach Paris und dort auf die Suche nach Monsieur Giffard. Doch schnell stellt sich heraus, dass die Stadt nicht nur viel zu groß, sondern auch viel zu gefährlich für einen Jungen vom Land ist. Über Umwege und mit einer großen Portion Glück schafft es Benedict jedoch, den Erfinder kennenzulernen, der von dem neugierigen Jungen inspiriert ist. Er unterrichtet Benedict und gemeinsam tüfteln sie an neuen Experimenten. Doch die beiden ahnen nicht, welche Intrigen hinter ihrem Rücken geschmiedet werden – ein machtgieriger Geschäftsmann hat große Pläne, und Monsieur Giffard ist ihm dabei im Weg. Schon bald schweben sie alle in großer Gefahr …

Bewertung

Benedict und Albert sind zwei Waisen im Alter von 14 Jahren und sogleich beste Freunde. Beide träumen vom Fliegen. Sie versuchen alles, um endlich einmal in den Himmel hinaufzusteigen, sie springen mit Holzflügeln von steilen Abhängen oder sie halten kleine Stoffballons über Feuer. Dabei passiert ihnen leider das Missgeschick, dass ihr Hauptquartier, eine Holzhütte im Wald, abbrennt und sie jetzt keine Versuche mehr durchführen können. Doch der Traum vom Fliegen soll somit nicht beendet sein. Beide hoffen nämlich, bald beim Werkzeugmacher in die Lehre zu gehen, denn so können sie später einmal frei an ihren Träumen arbeiten. Leider kann Benedict nicht so gut lesen und deshalb muss er sein Glück beim Schuster versuchen. Aber er will nicht aufgeben und nimmt auf dem Weg zu seinem Lehrmeister eine Verlängerung nach Paris, denn dort wohnt der berühmteste Flugmaschinenerfinder der Welt. Wird er ihn jemals kennen lernen?

 

Dieser Roman ist, wie man gleich erkennt, in der Vergangenheit angesiedelt, ca. in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Auf dem Coverbild sieht man Paris und Benedict, der sich mit der Hand an einem Seil festhält, was einen Ballon am Boden hält. Daran erkennt man schon Benedicts Vorliebe. Auch der Titel erweckt sofort Interesse, das Buch zu lesen.

Dieses Buch erzählt eine originelle und spannende Geschichte: Es geht um Freundschaft und ein ganz kleines bisschen auch um Liebe (doch trotzdem ist das Buch sehr spannend). Das was mir jedoch am meisten gefallen hat, ist die Kraft der Hauptperson, alles zu tun, um seine Träume wahr werden zu lassen. Es gibt nicht nur positive Figuren, sondern auch geldsüchtige Feinde wie eine Räuberbande, die von einem Mädchen angeführt wird und gegen die man sich nicht wiedersetzen kann.

Besonders an diesem Buch ist auch, dass es von den ersten Erfindungen erzählt, die etwas mit Fliegen zu tun haben. Das hat mich sehr interessiert, denn damals ist erst einmal eine dampfangetriebene Flugmaschine geflogen, wir dagegen sind es gewöhnt, blitzschnelle Flugzeuge über den Himmel flitzen zu sehen.

 

Dieses Buch liest sich schnell, denn trotz der 345 Seiten ohne Bilder nimmt es einen so mit, dass es schon nach weniger Zeit verschlungen ist. Ich vermute, dass es keinen zweiten Band gibt, weil für mich die Geschichte schon beendet ist. Das finde ich hin und wieder auch schön, denn im Unterschied zu den sonst so beliebten Serien, ist es auch einmal gut, eine Geschichte zu lesen, die nur aus sich selbst besteht. Ich vergebe diesem Buch natürlich seine verdienten 5 Sterne und empfehle es für Jungen und Mädchen ab 11 Jahren.

 

Matteo Schmidt (10) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Abenteuer, Historie