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Und irgendwo gibt es den Zoo

Budde, Nadia

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2013

Verlag: Peter Hammer

Empfohlen ab: 3 Jahre

ISBN: 9783779504702

Inhalt

Die Übergänge zwischen Mensch und Tier sind fließend. Jedenfalls die Übergänge zwischen manchen Menschen und Tieren. Wer kennt ihn nicht, den Schwimmer im Freibad, der kugelköpfig, rundäugig und schnauzbärtig aus dem Wasser auftaucht und so verblüffend einem beliebten Meerestier gleicht, dass man sich ungläubig die Augen reibt. Eine Robbe! Oder die maushaften, mottigen, entengleichen Typen, die froschmäuligen, ziegen- und raubtierhaltigen Leute. Die gibt es doch!
Nadia Budde kennt sie auch. Sie hat sogar einen ganz besonderen Blick für derlei Mensch-Tier-Übergänge und ihre helle Freude an ihnen. Und so kann sie gar nicht aufhören, sie aufzuspüren und zusammenzutreiben, Bären, Hyänen, Reptilien, bis am Ende alle an einem Tisch sitzen: „Und ich frage mich, wieso gibt es eigentlich den Zoo?“ Wahrhaftig eine ganz überflüssige Einrichtung.

Bewertung

Eindeutig Mensch - oder doch ein Tier? Bei manchen Lebewesen scheinen die Übergänge fließend. Da wäre der Kumpel Ronni, der aussieht wie ein Pony. Kasimir ist bissig wie ein Nagetier und die Urgoßmutter Lotte ist so grau wie eine Motte. Bei allen ihn umgebenden Menschen findet der Ich-Erzähler, der übrigens findet, dass er wie ein Pinguin aussieht, eine Verbindung zur Tierwelt. Sei es in der äußerlichen Erscheinung, im Verhalten oder einer bestimmten Eigenart. Die sich stets reimenden Vergleiche gehen soweit, dass man sich fragt, ob die Existenz von Zoos nicht eigentlich überflüssig ist ...
Die Gestalten in Nadia Buddes neuem Bilderbuch schauen ziemlich bedröppelt drein und entlocken schon mit ihrer Darstellung dem Betrachter ein Schmunzeln. Auf einer Welle zugespitzter Übertreibung reitet der Leser von einem Krokodil, zum Stacheligel, hin zur Hyäne, vorbei an einem Huhn und sieht letztendlich alle Mensch-Tier-Wesen in ihrer einzigartigen Erscheinung gemeinsam an einem Tisch sitzen.
Mit wenigen Pinselstrichen schafft es Nadia Budde die Ähnlichkeit der Mensch-Tier-Gestalten auf den Punkt zu bringen. Und nicht wenige davon sind einfach zum Schießen, so gut getroffen sind sie. Kinder werden es lieben anhand der angefangenen Reime den Vergleich zum Tier ergänzen zu können. Ebenfalls schön ist die Abbildung vom Herrn Rieger, Herrn Hobbe und Madame Tux ... welchen Tieren könnten sie wohl ähnlich sehen?
Tierisch lustig, schräg und individuell - ein Augenschmaus mit einer großen Portion Witz!
Viktoria Gerber :: Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Sprachspaß