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Unter Räubern von Venzke, Andreas, Jugendbücher, Historie, Spannung

Unter Räubern

Venzke, Andreas

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2014

Verlag: Boje

Empfohlen ab: 13 Jahre

ISBN: 9783414823809

Inhalt

Württemberg um 1780. Sebastian will weg von der Stuttgarter Carlsschule, der Elite-Anstalt für die aufstrebenden Söhne des Landes. Mit Schlagstock und Arrestzelle werden hier aus sensiblen Seelen „harte Männern“ gemacht. Zusammen mit seinem besten Freund gelingt Sebastian die Flucht. Sie entdecken die „andere Seite“ der Gesellschaft, werden von Räubern aufgenommen und zeigen bald großes Talent fürs Gaunerhandwerk. Berauscht von der Freiheit, wird für Sebastians Leben wieder alles anders, als er nach einem Überfall Marie als Gefangene ins Räuberlager bringt. Die Tochter aus gutem Hause erobert sein Herz und er weiß, bei den Räubern kann er nicht bleiben ...

Bewertung

Das Buch „Unter Räubern“ von Andreas Venzke spielt im 18. Jahrhundert in Württemberg. Die Hauptfigur des Abenteuerromans ist der siebzehnjährige Sebastian. Sebastian geht auf die Carlsschule, ein Internat. Die Carlsschule ist eine Eliteschule, in denen die Schüler mit einem strengen militärischen Drill erzogen werden. Im Internat geht es sehr streng zu, beispielsweise kommen die Kinder, die sich nicht an die Regeln halten (bzw. diejenigen, die man beschuldigt, etwas falsch gemacht zu haben - verteidigen kann man sich nicht), ohne Essen für drei Tage in den „Karzer“, eine Art Kerker.
Sebastian verbringt bereits seine gesamte Kindheit in dem Internat und hat einen Freund namens Johann. Johanns Eltern wurden von Herzog Carl gezwungen, ihren Sohn in das Internat zu geben.
Johann und Sebastian haben ständig Ärger mit dem Erzieher Holzmeier, der wie viele andere im Internat dem Militär angehört. Holzmeier schikaniert Johann und Sebastian ständig - ebenso wie viele andere Kinder auch. Beispielsweise sammeln Johann und Sebastian Pilze im Wald, danach wirft der Erzieher ihnen vor, die Pilze seien giftig und sie würden beabsichtigen, den Herzog absichtlich zu vergiften. Diese Anschuldigung ist unwahr, alle wissen es, und beide werden trotzdem sehr streng bestraft.
Eines Tages werden diese Zustände Sebastian und Johann zu viel, und sie planen ihre Flucht. Ihr Vorbild ist der Dichter Friedrich Schiller, der ebenfalls die strenge Schule besuchte und dem die Flucht gelang. Die beiden beschließen, diese Flucht nachzuahmen. Nach einigen Tagen der Vorbereitung und Planung fliehen sie nachts aus der Carlsschule, stehlen Pferde und reiten so weit weg, wie sie können. Die Erzieher der Carlsschule beginnen sofort, nachdem sie die Flucht bemerken eine Verfolgungsjagd mit dem soldatischen Heer.
Johann und Sebastian gelingt es, in den Wald zu fliehen; dort schließen sie sich Räubern an. Mit den Räubern erleben die beiden viele Abenteuer und spannende Vorkommnisse. Als sich eines Tages skrupellose Räuber, die auch zum Morden bereit sind, ihrer Gruppe anschließen wollen, kommt es zu verhängnisvollen Entwicklungen. Zum Beispiel nehmen sie den bösartigen Erzieher Holzmeier und seine Tochter gefangen. Sie wollen ein Lösegeld für die beiden erpressen, doch dies geht gründlich schief…
Das Buch ist sehr spannend! Ich konnte überhaupt nicht mehr aufhören, das Buch weiterzulesen. Der Schreibstil ist sehr fesselnd, ich konnte mich sehr in die Situation der Jugendlichen hineinversetzen.
Besonders gut hat mir gefallen, wie die Raubzüge beschrieben werden, ich konnte mir sehr gut vorstellen, wie die Räuber Kutschen überfallen haben. Spannend war auch, dass die Handlung in Deutschland spielt, und man kaum glauben kann, wie es hier vor rund 200 Jahren zuging!
Schade finde ich lediglich, dass es noch keinen zweiten Teil gibt, weil das Buch abrupt endet und es auf eine Fortsetzung hinausläuft. Ich vergebe daher 5 von 5 Sternen.
Vincent Rein (11) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Spannung