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Veronica Mars von Thomas, Rob / Graham, Jennifer, Junge Literatur, Krimi & Thriller, Spannung

Veronica Mars

Zwei Vermisste sind zwei zu viel

Thomas, Rob , Graham, Jennifer

Übersetzung: Kinkel, Silvia

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2014

Verlag: script5

Empfohlen ab: 16 Jahre

ISBN: 9783839001752

Inhalt

Nach ihrem Jura-Studium in New York ist Veronica Mars wieder zurück in ihrer Heimatstadt Neptune – dem Synonym für Sonne, Strand, Verbrechen und Korruption. Statt in schicken Büros reiche Klienten zu beraten, unterstützt sie ihren Vater, wie früher schon, bei seiner Arbeit als Privatdetektiv. Sie ist zurück im Spiel und bereit, sich erneut den dunklen Seiten der kalifornischen Kleinstadt zu widmen.
Als eine junge Frau nach einer Spring-Break-Party als vermisst gemeldet wird, ist Veronica Mars gefragt. Doch bevor sie konkrete Hinweise finden kann, verschwindet ein weiteres Mädchen spurlos. Mit der für sie so typischen Unverfrorenheit und Cleverness nimmt sich Veronica Mars der Sache an, aber mit der Wendung, die die Ermittlungen schließlich nehmen, hat selbst sie nicht gerechnet.

Bewertung

Wie jedes Jahr im Frühling sind die Straßen der Küstenstadt Neptune voller Studenten, die den Abschluss des Semesters mit berauschenden Partys und exzessivem Alkohol- und Drogenkonsum feiern. Da ist es nicht weiter verwunderlich, wenn die ein oder andere Studentin auf mysteriöse Art und Weise verschwindet. Entführt von einem besessenen Lover, betrunken ins Meer gestürzt, von Drogenbossen missbraucht – alles scheint möglich.

So verschwindet auch bald nach Beginn dieses sogenannten „Spring-Break“ eine junge Studentin spurlos. Da der Polizeipräsident von Neptune als äußerst unfähiger und korrupter Sheriff bekannt ist, wird kurzerhand die Privatdetektivin Veronica Mars engagiert. Sie absolvierte erfolgreich ein Jurastudium in New York, entschied sich jedoch dazu, die Privatdetektei ihres Vaters fortzuführen. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Mac, einer professionellen Hackerin, kommt sie einem Geflecht aus Lügen, Korruption und Gewalt auf die Spur. So durchtreiben seit Jahren die überaus gefährlichen Zweige eines Drogenkartells Neptune, die mit Kontrahenten skrupellos umgehen. Ist die Studentin also etwa in die Hände eines Drogenkartells geraten? Oder hat ihr Verschwinden etwas mit der Besitzversessenheit ihres liebeskranken Exfreundes zu tun? Oder ist die Studentin womöglich auf eigene Faust aus Neptune abgehauen, um ihrem alten Leben zu entkommen?

Veronica Mars tappt im Dunkeln, als noch ein zweites Mädchen verschwindet. Wäre das nicht schon schlimm und frustrierend genug, müssen die Privatdetektivin und ihr Vater Bekanntschaft mit einer alten, ungeliebten Bekannten machen, der sie am liebsten aus dem Weg gegangen wären. Trotz allem, es steht viel auf dem Spiel: Veronica Mars muss es gelingen, die verschwundenen Mädchen schnellst möglichst aufzuspüren, um eine weitere Katastrophe zu verhindern.

 

Wem bei dem Namen „Veronica Mars“ etwas im Hinterkopf klingelt, der hat richtig gedacht. Vor gut 10 Jahren begann die Teenagerserie über die junge erwachsene Privatdetektivin, die unbequemen Leuten auf die Spur kommt. Gut zehn Jahre später ist Veronica Mars reifer geworden, frisch gebackene Juristin - und Ende Zwanzig. Dies heißt aber keineswegs, dass die nun erwachsene Detektivin den jugendlichen Lesern durch den Altersunterschied fremd wird; denn wüsste man nicht, dass Veronica Mars Ende Zwanzig ist, würde dies dem Leser gar nicht auffallen. Zudem ist der Thriller in einfacher Sprache geschrieben und somit leicht verständlich, aber keinesfalls anspruchslos.

Leider hat sich die Geschichte vor allem in der ersten Hälfte ziemlich gezogen und ich musste einige Überzeugungskraft mir selbst gegenüber aufbringen, das mir so stereotypisch vorkommende Buch (reiche, amerikanische College-Kids feiern wilde Partys - oh Wunder - ein paar von ihnen verschwinden) weiterzulesen.

Das Ende war im Gegensatz dazu überraschend und hat nochmal meine Meinung über das Buch gebessert. Fans der Liebesgeschichten könnten hingegen zu kurz kommen, denn die einzige Liebesgeschichte des Romans besteht aus vereinzelten, unsicheren Skype-Telefonaten zwischen Veronica und ihrer ewigen Liebe Logan. Trotz alledem ist „Veronica Mars. Zwei Vermisste sind zwei zu viel“ natürlich für jeden Veronica-Mars-Fan, aber auch für alle interessierten LeserInnen ab 13 Jahren ein Muss.

Ich vergebe 3 Sterne.


Miriam Thiel (18) :: Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Spannung