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Was ich dich träumen lasse von Moll, Franziska, Jugendbücher, Aus dem Leben, Erwachsenwerden

Was ich dich träumen lasse

Moll, Franziska

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2014

Verlag: Loewe

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783785578452

Inhalt

Elena hat ihr Glück gefunden – mit Rico. Doch ein schwerer Autounfall reißt Rico aus Elenas Leben in die Tiefen eines Komas. Tag für Tag zeigt Elena ihm nun, was das Leben für ihn bereithält, und wofür es sich lohnt, zurückzukommen: für ihre Liebe.
Elena ist bis in die Tiefe ihrer Seele erschüttert. Ein Leben ohne Rico ist für sie nicht denkbar, nicht fühlbar. Wie kann sie Rico in der Schwärze seines Komas helfen? Dann findet sie auf seinem Computer eine Liste: die Top Ten der Dinge, die Rico vor seinem Tod noch erleben und tun wollte. Elena fasst einen Entschluss: Solange Rico nicht selbst sein Leben leben kann, wird sie seine Top Ten abarbeiten und ihm jeden Tag von ihren Erfahrungen berichten. Ihr zur Seite steht ganz unerwartet ein hartgesottener junger Krankenpfleger, der für jede Gelegenheit den unpassendsten Spruch parat hat. Seine Freundschaft hilft Elena, Rico nah zu bleiben und die Hoffnung nicht aufzugeben. Sie weiß, es lohnt sich, bis zum Ende zu kämpfen.

Bewertung

In dem Buch geht es um Elena, aus deren Sicht es auch geschrieben ist. Sie lebt ein schönes Leben mit ihrem Freund Rico, bis ein Autounfall alles zerstört. Rico fällt ins Koma und von nun an, versucht Elena ihn zurück ins Leben zu holen. Zudem entdeckt sie eine Liste mit Dingen, die Rico noch machen wollte und beschließt diese für ihn abzuarbeiten.
Das gesamte Buch wird aus der Sicht von Elena erzählt, was der ganzen Geschichte sehr hilft, denn so kriegt man einen Draht zu den Figuren. Toll ist auch, dass es zwischendurch kleine Rückblenden zur Liebesgeschichte mit Rico gibt, oft in Form von Dialogen. Insgesamt ist das Buch sehr dialoglastig, was überhaupt nicht schlimm ist, im Gegensatz: Es rettet einige schwache Passagen. Die Dialoge wirken echt, sehr lustig und einige Sprüche sind so gut, dass man sie am liebsten aufschreiben würde.
Diese Rückblenden-Dialoge sind zwar sehr schön geschrieben und witzig, allerdings kommt die Hauptfigur Elena hier ein bisschen unromantisch und teils auch nicht liebenswürdig herüber, was schwierig ist, da man die Hauptfigur ja eigentlich ins Herz schließen soll.
Das Augenmerk liegt aber auf Elena und wie sie um Ricos Leben kämpft. Hier offenbaren sich die wirklich traurigen und tragischen Momente der Geschichte. Besonders hervorzuheben ist hier die hohe Authentizität. Die anderen Figuren in dem Buch, wie zum Beispiel die Eltern wirken nicht flach, nein, man kann sie sich sogar lebhaft vorstellen.
Neben Elena gibt es noch eine weitere wichtige Figur in der Geschichte und zwar einen jungen Krankenpfleger, der zunächst sehr unsympathisch wirkt. Leider ist es sehr voraussehbar, was die Beziehung zwischen Elena und dem Krankenpfleger anbelangt.
Mit den ungefähr 250 Seiten und den vielen Dialogen hat das Buch allerdings keine Längen, was einen als Leser natürlich sehr freut. Die Sätze sind eher kurz und so lässt es sich schnell durchlesen. Außerdem hält sich das Buch nicht mit einer langen Einleitung auf. Schade ist allerdings, dass es mir für dieses ernste Thema etwas zu seichte Lektüre war. Ein bisschen mehr zum Nachdenken hätte es mit ruhig mit auf den Weg geben können.
Ein Buch, dass zwar ein paar Schwächen aufweist, am Ende aber durch tolle Dialoge und einen leicht, lockeren Schreibstil gerettet wird. Deshalb 3 von 5 Sternen.
Lennart Schaefer (16) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Erwachsenwerden