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Was vom Sommer übrig ist von Bach, Tamara, Jugendbücher, Aus dem Leben, Aus dem Leben

Was vom Sommer übrig ist

Bach, Tamara

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2012

Verlag: Carlsen

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783551582423

Inhalt

In diesem Sommer stimmt nichts für Louise. Die Eltern sind ihr noch fremder als sowieso schon und die Klassenkameraden auch, vor allem seit der Sache mit Paul. Und ihr eigentlich so guter Plan, den Job beim Ampelbäcker und das Zeitungsaustragen so einzurichten, dass sie die Fahrstunden schnell abhaken kann, scheitert in der Praxis kläglich. Vielleicht hätte sie zumindest ihrer Oma nicht noch versprechen sollen, auf ihren kurzatmigen Hund Bonnie aufzupassen. Und dann ist da Jana, die mitten im Hochsommer auf einem Stromkasten sitzt und einen dieser kleinen, eingeschweißten Schokokuchen isst. Und die Louise auf einmal wie ein Schatten folgt, fast so, als erwarte sie von Louise, dass sie ihr zeigt, wie man lebt.

Bewertung

Die Sommerferien haben begonnen, und Louise hat sich für dieses Jahr viel vorgenommen: Zeitungen austragen, einen Aushilfsjob beim Ampelbäcker übernehmen, auf Omas Hund Bonnie aufpassen und nebenbei noch Fahrstunden nehmen und den Führerschein bestehen. Doch was in der Theorie alles so schön in einen Zeitplan gepasst hat, funktioniert praktisch leider gar nicht so gut, wie es sollte. Dann trifft Louise Jana, das Mädchen, das kuchenessend auf dem Stromkasten sitzt und einfach in Louises Leben reinplatzt, als wäre das ganz normal. Was geht in Jana vor? Warum verhält sie sich manchmal so, als wäre sie fünf, und manchmal als wär sie schon viel älter als sie eigentlich ist? Und was ist es, das Jana und Louise irgendwie verbindet?
In einer sehr ungewohnte Weise beschreibt Tamara Bach in dem Buch "Was vom Sommer übrig ist" die Geschehnisse dieses Sommers. Es wird aus den Erzählperspektiven beider Mädchen geschrieben. Ich finde die Geschichte sehr berührend, sie hat etwas ganz Besonderes, es ist keine einfache, typische Handlung für ein Jugendbuch und trotzdem eher für Jugendliche als Erwachsene gedacht. Die Autorin beschreibt die Situationen manchmal eher ungenau, in einer kindlichen Art, wenn sie aus Janas Sichtweise erzählt, manchmal eher deutlich und "logisch", aus Louises Sichtweise. Das Buch ist fast schon wie ein Film, der mal deutlich, mal etwas zu schnell oder zu unscharf an einem vorbeisaust. Es ist ein wunderschönes Buch, manchmal leider etwas zu abstrakt geschrieben. Meiner Meinung nach lohnt es sich trotzdem auf jeden Fall dieses Buch zu lesen, allein weil es so anders und ungewohnt ist und das macht es so besonders. 4 Sterne
Clara Pietrek (15) :: Jugend-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Aus dem Leben