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Wenn da nicht die Bären wären von Jarman, Julia, Bilderbücher, Zum Vorlesen, Kindliche Gefühlswelt

Wenn da nicht die Bären wären

Jarman, Julia / Chapman, Lynne

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2012

Verlag: Ravensburger

Empfohlen ab: 3 Jahre

ISBN: 9783473445691

Inhalt

Es ist ja gar nicht so, dass Theo nicht ins Bett gehen will! Er kann einfach nicht, schließlich wird die Treppe hinauf zum Kinderzimmer von drei zotteligen Bären bewacht, die niemand außer Theo sieht. Lässt sich der erste Bär noch mit einem Keks und der zweite mit einem Glas Milch besänftigen, lehnt der größte und unheimlichste Bär ganz oben auf der Treppe alle Bestechungsangebote ab. Da hilft nur eins: Mama und Papa müssen Theo ins Bett bringen.

Bewertung

Jeden Abend ist es dasselbe Spiel. Es ist ja nicht so, dass Theo nicht nach oben in sein Zimmer gehen möchte. Er kann einfach nicht. Denn auf der Treppe zu seinem Zimmer sitzen drei finstere Bären, die ihm den Weg versperren. Mama und Papa glauben ihm natürlich nicht und drängen den kleinen Mann dazu endlich ins Bett zu gehen. Na gut, vielleicht lassen sich ja die drei pelzigen Gesellen bestechen. Der erste kleine Bär gibt sich mit Schokoladenkeksen zufrieden und lässt Theo schnell vorbei. Doch dahinter wartet schon ein dicker Koala mit plüschigen Ohren und verlangt nach einem Glas kalter Milch. Bei dem dritten und größten Bär helfen allerdings noch nicht einmal Schokolade, Milch und Kekse. Ohne Mama und Papa geht hier nichts. Kaum gehen sie gemeinsam mit ihrem Sohn die Treppe hinauf, verstecken sich die Bären. Aber plötzlich stürmen sie hervor und haben es auf Theos Eltern abgesehen.
Lynne Chapman und Julia Jarman erzählen in ihrem Kinderbuch von der Angst, die man als Kind jeden Abend überwinden muss und der Stärke, die man dabei entdecken kann. Da wahrscheinlich fast jedes Kind irgendein Monster hat, das ihn oder sie am Einschlafen hindert, ist die Geschichte sehr verständlich und kann von den kleinen Zuhörern nachvollzogen werden. Zudem bietet der Ausgang der Erzählung die Möglichkeit über die Existenz und die Einbildung solcher Monster zu reden.
Die sehr wenigen Worte, mit denen die Geschichte erzählt wird und die großen Bilder sorgen für eine angenehme Vorleselänge und laden zum Entdecken zusätzlicher Details ein. Gleichzeitig sorgt dies aber auch für eine unerwartete Offenheit, die Interpretationen zulässt. Ob dies als gut oder schlecht empfunden wird, hängt immer davon ab, welche Geschichtenformen man bevorzugt.
O-Ton des Zuhörers (5 Jahre alt): Das ist lustig, ich denke mir auch immer etwas aus, warum ich nicht schlafen kann. Aber Bären saßen noch nie vor meiner Zimmertür.
Charlene Otremba :: Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Kindliche Gefühlswelt