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Wie Liebe, nur anders von Lunde, Stein Erik, Jugendbücher, Aus dem Leben, Liebe

Wie Liebe, nur anders

Lunde, Stein Erik

Übersetzung: Haefs, Gabriele

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2011

Verlag: Sauerländer

Empfohlen ab: 13 Jahre

ISBN: 9783794180882

Inhalt

Seit Sara mit ihm Schluss gemacht hat, ist Roland alles egal. Er läuft auf Autopilot – und direkt in Lines Arme. Dumm nur, dass man sich Mädchen zwar schön- und Verliebtsein herbeireden kann; aber im Fall von Line verschwinden nur die Schmetterlinge im Bauch – und zwar genauso schnell, wie sie da waren. Bei Line dauert es ein ganzes Jahr. Schluss machen ist schwerer, als er dachte, muss Roland sich eingestehen. Und so macht er sich unfreiwillig zum Liebestrottel und Beziehungsidioten ...

Bewertung

Rolands Leben dreht sich hauptsächlich um zwei Frauen: Die eine (Sara) ist seine Ex-Freundin, und die andere (Line) ist seine neue Freundin. Aber mit Line wird er einfach nicht glücklich. Sie haben ja gar nichts gemeinsam, sodass er nie weiß, was er mit Line eigentlich unternehmen soll. Aber Schluss machen ist, wie gesagt nicht einfach, und so schlecht ist es auch wieder nicht mit ihr. Nur die häufigen Gedanken über Sara machen Roland Probleme. Er weiß, dass er sie noch lange nicht vergessen hat und auch erst mal nicht vergessen wird, aber auf der anderen Seite will er doch neu durchstarten. Und Line ist dazu eigentlich perfekt, oder nicht?
Nach einiger Zeit werden die Treffen mit Line zur Routine. Und gelacht wird eigentlich nie. Aber trotz allem verbringt Roland jeden freien Nachmittag mit ihr. Und so vernachlässigt er mehr und mehr seine Freunde und Familie. Er ist nur selten zu Hause, weil er immer bei Line ist und die Treffen nie bei ihm stattfinden. Sogar am Tag vor Weihnachten schmückt er mit Lines Familie den Tannenbaum. Und als er dann um 24 Uhr nachts nach Hause kommt, sitzt seine Mutter einsam und verloren mit einem Glas Rotwein auf dem Sofa. Da wird ihm dann doch langsam bewusst, dass er etwas ändern muss.
Die Geschichte ist gut und leicht verständlich geschrieben. In den ersten Kapiteln kann man gar nicht mehr aufhören zu lesen, aber nach kurzer Zeit wird es immer langweiliger. Der Leser denkt dann: Roland kriegt es ja eh nicht hin, mit Line Schluss zu machen. Man gibt die Hoffnung auf, dass sich für Roland doch noch alles zum Guten wendet. Ich musste mich dann auch dazu durchringen, weiter zu lesen.
An einigen Stellen ist die Handlung von Roland ziemlich unrealistisch. Denn wer würde seine Familie und seine Freunde wegen einer Freundin im Stich lassen, die man eigentlich sowieso nicht liebt und mit der man schon lange Schluss machen wollte? Wären einem alle anderen Menschen egal? Ich glaube nicht. Dadurch bekommt die Geschichte einen unrealistischen Touch und sie fesselt den Leser nicht mehr so stark wie anfangs. Doch zum Glück gibt es ein Happy End. Im Allgemeinen ist mir aufgefallen, dass ich dieses Buch nicht ab 13 Jahren empfehlen würde. Es ist leicht deprimierend und an manchen Stellen schon ziemlich krass geschrieben. Also ich würde es erst ab 14 empfehlen. Ich vergebe 3 Sterne.
Paula Klöver (12) :: Jugend-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Liebe