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Wie der Vater so der Tod von Bilen, Tracy, Jugendbücher, Krimi & Thriller, Spannung

Wie der Vater so der Tod

Bilen, Tracy

Übersetzung: Brandhorst, Andreas

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2013

Verlag: IVI

Empfohlen ab: 13 Jahre

ISBN: 9783492702829

Inhalt

Verzweifelt wartet die 16-jährige Sara am vereinbarten Treffpunkt auf ihre Mutter. Es sollte der Start in ein neues Leben werden, weit weg von ihrem gewalttätigen Vater, der seit dem Selbstmord ihres Bruders mehr und mehr den Bezug zur Realität verliert. Aber Sara wartet vergebens – ihre Mutter taucht nicht auf. Zu gerne würde sie ihrem Vater glauben, der behauptet, sie musste überraschend geschäftlich verreisen. Doch Sara ahnt, dass die Wahrheit anders aussieht. Sie beschleicht der schreckliche Verdacht, dass ihr Vater mit dem Verschwinden ihrer Mutter etwas zu tun haben könnte. Die neue Liebe zu ihrem Mitschüler Alex gibt ihr die Kraft, sich der Realität zu stellen. Doch ihre Ermittlungen bringen sie in Lebensgefahr ...

Bewertung

Im Leben von Sara ist nichts mehr so wie es einmal war. Ihr Bruder ist tot – Selbstmord. Und ihr Vater verhält sich als wäre das alles nie passiert. Er schlägt ihre Mutter, wird immer aggressiver. Als Sara und ihre Mutter verabreden zu verschwinden, machen sie einen Treffpunkt für den nächsten Tag aus. Aber Saras Mutter erscheint nicht. Sara weiß das ihre Mutter sie nie alleine mit ihrem Vater gelassen hätte, also wo ist sie? Zusammen mit ihrem besten Freund Zach und ihrem Mitschüler Alex versucht sie herauszufinden was mit ihrer Mutter passiert ist. Dabei wird sie nicht nur von ihrer Vergangenheit, sondern auch von den Schlägen ihres Vaters, wieder eingeholt.
Tracy Bilen hat einen angenehmen Schreibstil, der sich gut und schnell lesen lässt. Die Grundidee, dass die Protagonistin ihren Vater verdächtigt und hinterher spioniert fand ich super! Leider ist es mir im Mittelteil eher so vorgekommen, als hätte ich es hier mit einem Liebesroman zu tun, da es auf einmal gar nicht mehr so sehr um Saras verschwundene Mutter ging, sondern nur noch um Saras neuen „Freund“ Alex. Die Charaktere hat Tracy Bilen sehr unterschiedlich gestaltet, wobei es mehrere kleine Nebenfiguren und drei Hauptfiguren gibt. Alex und Sara haben sich wunderbar ergänzt und die Chemie zwischen ihnen hat wunderbar gepasst. Die Beziehung der beiden war niedlich, aber ich fand es von Anfang an unlogisch bzw. überstürzt, dass sie wie aus heiterem Himmel entstanden ist und es keine richtige „Kennlern-Phase“ gab.
Leider hat das Buch im Mittelteil etwas von seiner Spannung verloren, die aber zum Glück kurz darauf wieder aufgebaut wurde, wenn auch nicht soweit wie zu Beginn des Buches.
Da es, wie schon gesagt, kein besonders dickes Buch ist, ist auch von der Handlung her nicht sonderlich viel passiert, ein paar Seiten mehr hätten diesem Buch auf jeden Fall nicht geschadet.
Für mich war „Wie der Vater so der Tod“ der erste Thriller seit langem und somit eine willkommene Abwechslung zu all den Dystopien in letzter Zeit. Allerdings konnte mich dieses Buch nicht ganz so mitreißen wie ich es mir erhofft hatte. Trotz allem ist es ein gelungener Thriller dem ich gute 3 Sterne gebe und an alle Leser ab 14 Jahren weiterempfehle.
Svenja Becker (16) :: Jugend-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Spannung