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Wie voll ist dein Eimerchen? von Rath, Tom, Bilderbücher, Zum Vorlesen, Kindliche Gefühlswelt

Wie voll ist dein Eimerchen?

Rath, Tom / Reckmeyer, Mary

Übersetzung: Darius, Beate

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2012

Verlag: Wiley-VCH

Empfohlen ab: 4 Jahre

ISBN: 9783527506187

Inhalt

Mit der bestechend einfachen Metapher von Eimerchen und Schöpfkelle wird auch kleinen Kindern die Positive Psychologie verständlich gemacht. Zusammen mit dem Protagonisten Felix erleben sie, wie man durch einen harmonischen Umgang miteinander selbst glücklich werden kann.

Bewertung

Das Buch schildert sehr logisch und eindrucksvoll, wie unsere "Laune" oder "Stimmung" funktioniert. Man stelle sich vor, man habe einen halbgefüllten Eimer bei sich, der bei positiven Erlebnissen, Zusprache und Erfolg tropfenweise voller wird, aber sich bei schlechten Erlebnissen, bei Traurigkeit und Misserfolg tropfenweise leert.
Die Idee zu dieser Geschichte stammt von Tom Rath, der sie in den 1960er Jahren bereits mit einem Kollegen für Erwachsene erzählt hat. Tom Rath ist erfolgreich auf der amerikanischen Bestseller-Liste vertreten mit Büchern für die Manager- und Führungskräfte-Ebene. Zusammen mit Mary Reckmeyer, einer amerikanisch anerkannte Fachkraft für Kinderfrüherziehung, entwickelte er dieses "Eimerchen-Prinzip" nun für Kinder.
In der Geschichte wird von Felix erzählt, einem ganz gewöhnlichen Jungen, der mit seiner Familie und in der Schule einen normalen Alltag mitsamt der entsprechenden Ärgernisse (kleine ärgernde Schwester, Schulrempeleien, Hektik, Tollpatschigkeit) und Freuden (netter Opa, Lob, gute Noten, Freunde) erlebt. Als seine Schwester mal wieder seinen toll gebauten Turm umwirft, bekommt Felix schlechte Laune. Opa beruhigt ihn und erzählt ihm vom "Stimmungs-Eimerchen", das ein Jeder mit sich trägt. Felix überdenkt das Gehörte und als er am nächsten Morgen erwacht hat er tatsächlich ein Eimerchen über sich schweben. Dieses verliert zunächst einiges vom Stimmungswasser, als er es eilig hat, den Schulbus zu erwischen, ihm ausgerechnet heute noch die Cornflakes herunterfallen und er im Bus wegen seines Rucksackes ausgelacht wird. In der Klasse sieht er aber wieder Tropfen hineinfallen, als er für einen tollen Aufsatz gelobt wird. Und auch, als er mitfühlend ein neues Kind anspricht, sieht er nicht nur Tropfen in dessen Eimer fallen, sondern auch sein eigenes Eimerchen füllt sich, wenn er nett zu anderen ist. Und so geht der Tag dahin und Felix erfährt, dass der Stimmungseimer sich nicht nur füllt, wenn einem selber Gutes widerfährt, sondern auch, wenn man nett zu anderen ist. Und so kann er nun die Quengeleien seiner kleinen Schwester besser verstehen und lässt sie mitspielen und ist nicht mehr so ungeduldig.
Die netten, klaren Illustrationen von Maurie J. Manning bereichern die Geschichte und sogar meine 4-jährige Tochter hat wirklich gut verstanden, was die Geschichte aussagt und wie das nun mit der guten und der schlechten Laune funktioniert. Durch die Alltags- Situationen der Geschichte kann jedes Kind sich gut in die Geschichte einfühlen. Auch meine älteren Söhne (11 und 9) haben das Bilderbuch gelesen und mit mir und Ida darüber "gefachsimpelt", was es mit den "Launen" so auf sich hat!
Ein prima "pädagogisches" Bilderbuch zum wichtigen Thema Stimmung und Launen. Ich gebe gerne 5 Sterne.
Ines und Ida R. (4) :: Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Kindliche Gefühlswelt