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Wie wilde Gräser von Zeeck, Anna Xiulan, Kinderbücher, Kinderliteratur, Freundschaft

Wie wilde Gräser

Zeeck, Anna Xiulan

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2014

Verlag: Desina

Empfohlen ab: 11 Jahre

ISBN: 9783940307279

Inhalt

Es ist eine auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte, in deren Mittelpunkt ein 13-jähriges Mädchen steht. Ihre Eltern sind vor Jahren zur Arbeit aus dem heimatlichen Dorf nach Peking gezogen, ohne sie mitnehmen zu können. Sie wohnt bei ihrer alten Großmutter und muss mit ihrem Leben aus eigener Kraft fertig werden. Der bewegende Roman erzählt von ihren Erlebnissen, ihren Gedanken und Gefühlen und auch von ihrer tiefen Zuneigung zu einem Klassenkameraden, den sie seit ihrer Kindheit kennt und der ihr stets zur Seite steht.

Bewertung

In diesem Buch geht es um vier Kinder in Zentralchina, deren Eltern sie verlassen mussten und nach Peking gezogen sind, um dort zu arbeiten. Sie haben die Kinder bei anderen Familienmitgliedern zurückgelassen. Lu Tongli lebt bei ihrer Großmutter in einer Hütte. Ihr bester Freund Lin Kai lebt im Internat und besucht Tongli oft. Tongli hat einen weiten Weg zur Schule, den sie und Lin Kai früher oft gemeinsam gegangen sind. Tao Jia ist auch Tonglis Freundin. Sie gehen nach der Schule oft zum Fluss und machen Schularbeiten. Tao Jia arbeitet auf dem Feld ihres Grossvaters. Luo Jun arbeitet am Samstag, um das Einkommen seines Großvaters aufzubessern. Bei diesen vier Kindern passieren die unerwartesten Dinge.

 

Die chinesische Autorin Anna Xiulan Zeek hat in diesem Jugendroman beschrieben, wie das Leben der Kinder im zentralen China um das Jahr 2012 war. Das Buch ist traurig, ich finde, es ist für Jugendliche ab 13 Jahren geeignet. Es könnte Mädchen besser gefallen, weil die Hauptperson, Tongli, ein Mädchen ist, und es manchmal um Liebe geht. An manchen Stellen ist es kompliziert geschrieben. Am Anfang fiel es mir schwer mich in die Kinder hineinzuversetzen, auch weil ich mir die chinesischen Namen schwer merken konnte. Deshalb habe ich den Anfang des Buches zweimal gelesen. Es wechselt immer wieder über welches Kind geschrieben wird, was das Buch komplizierter aber auch interessanter macht.

Man kann beim Lesen die ganze Zeit mitfiebern, wie es wohl weitergeht. An manchen Stellen konnte ich nicht gleich weiterlesen, weil es so traurig ist. Auf dem Cover sieht man Tongli in eine Decke eingehüllt und neben ihr wiegen sich Gräser im Wind. Im Klappentext wird nicht zu viel und nicht zu wenig verraten, er ist eine gute Beschreibung des Buches.

 

Ich gebe dem Buch 4 Sterne, weil es spannend aber auch manchmal etwas schwierig zu lesen ist. Wenn du wissen willst wie unterschiedlich von unserem Leben, das Leben von Tongli und den anderen Kindern in China ist, dann lies das Buch.

 

Santiago Knochenhauer Avila (10) :: Kinder-und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Freundschaft