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Wir hatten trotzdem Glück von Zöller, Elisabeth, Jugendbücher, Historie, Deutsche Geschichte

Wir hatten trotzdem Glück

Zöller, Elisabeth

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2008

Verlag: Fischer Schatzinsel

Empfohlen ab: 13 Jahre

ISBN: 9783596852505

Inhalt

Januar 1945: Wochenlange Fußmärsche, unvorstellbare Kälte, Hunger, wunde Füße, Bombenangriffe und viele, viele Tote – der dreizehnjährige Paul ist mit seiner Familie auf der Flucht. Auf der Flucht vor den Nazis, die in seiner Heimatstadt Breslau angesichts der drohenden Niederlage schlimmer wüten als je zuvor. Und vor der russischen Armee, die auf die Stadt zumarschiert. Wie lange werden sie unterwegs sein? Wohin wird es sie verschlagen? Wie werden sie an ihrem Ziel empfangen werden? Aber auch in größter Not und Lebensgefahr hat Paul manchmal einfach trotzdem Glück und erfährt Freundschaft und Menschlichkeit.

Bewertung

Im Januar 1945 verlässt Paul mit seiner Mutter und seiner Schwester die Heimatstadt Breslau. Sie nehmen lange Fußmärsche, Kälte, nagenden Hunger und wunde Füße in Kauf um zu fliehen. Vor den Nazis und vor der russischen Armee. Auch Bombenangriffe, viele Tote und Angst sind ihr ständiger Begleiter auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft. Doch trotz aller Strapazen gibt Paul nicht auf, er will sich ein neues Leben aufbauen, will trotz Angst und Verfolgung, trotz schlechter Behandlung und Feindseligkeit auch mal lachen können. Seine innere Willenskraft ist ungebrochen und er hilft seiner Mutter und seiner Schwester, wann immer er kann. Werden sie es so bis an ihr Ziel, bis in den Westen schaffen?
Elizabeth Zöllers "„Wir hatten trotzdem Glück“" war ein sehr berührendes Buch. Die Autorin hat eine ganz besondere Art zu schreiben: menschlich, erfrischend ehrlich und nüchtern, aber trotzdem voller Emotionen. Ganz besonders berührt und beeindruckt haben mich die letzten Sätze, in denen noch einmal die gesamte Situation und die Gefühlslage der meisten Flüchtlinge und Überlebenden des Krieges zusammengefasst war: „Es bleibt eine tiefe Traurigkeit. Die geht immer mit. Und eine winzige, allmählich größer werdende Hoffnung!“ Auch ganz schön fand ich, dass immer wenn im Text historisch bedeutende Daten auftreten, die Autorin am Ende des Kapitales in einem kurzen Absatz erklärt, was an dem Tag passierte, und warum. Ich vergebe für diesen einzigartigen und wunderschönen Roman 5 Sterne und empfehle ihn für Mädchen und Jungen ab 13 Jahren.
Julia Gurol (13 Jahre) - Kinder-Redaktion Buecherkinder.de

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