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Zeitsplitter von Terrill, Cristin, Jugendbücher, Abenteuer, Spannung

Zeitsplitter

Die Jägerin

Terrill, Cristin

Übersetzung: Imgrund, Barbara

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2014

Verlag: Boje

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783414823908

Inhalt

Marina steht am Anfang: Sie ist reich, beliebt und verliebt in einen hinreißend attraktiven Jungen.
Em ist am Ende: Sie ist seit Jahren auf der Flucht, seit Monaten in einer winzigen Zelle eingesperrt, wird beinahe täglich verhört.
Die beiden Mädchen haben nichts gemeinsam, außer der einen Sache: Sie sind ein und dieselbe Person. Vier Jahre trennen sie. Vier Jahre, in denen die Welt an den Rand des Abgrunds gerät. Doch Em bekommt die Möglichkeit, durch eine Zeitreise die Vergangenheit zu ändern. Nur ist der Preis, den sie dafür zahlen muss, schrecklich ...

Bewertung

Em hat nur ein Ziel: Sie will mit ihrem Freund Finn in die Vergangenheit zurückreisen um die Zukunft zu etwas Besserem wenden, sodass ihr vier Jahre jüngeres Ich Marina von dem verschont bleibt, was Em in diesen vier Jahren durchmachen musste. Sie wurde verfolgt, in eine Zelle gesperrt und jeden Tag gefoltert. Um das zu verhindern, muss sie während ihrer Zeitreise den Doktor töten, der für all das verantwortlich ist. Doch das stellt sich als nicht so einfach heraus, weil der Doktor, trotz allem, was er in vier Jahren machen wird, jemand ganz Besonderes für Marina ist. Ein verzwicktes Abenteuer plus ein Wettlauf gegen die Zeit nehmen ihren Lauf ...
Das Buch hat mich direkt gepackt mit der spannenden Geschichte, die mich nicht nur einmal zum Schwitzen gebracht und mich viele Nächte lesend unter der Bettdecke gekostet hat. Aber es hat sich gelohnt und ich hab mich nicht gewundert, dass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen hatte. Der Leser fiebert ganz automatisch mit Marina, Finn oder Em mit und vergisst alles andere. Auch die Idee mit den Zeitreisen ist faszinierend. Wir können ja nicht wissen, ob vielleicht andere, ältere Versionen von uns, uns schon tausendmal unsere Leben in der Zukunft gerettet haben. Nach Christin Terrills Idee wäre das durchaus möglich.
Das Ganze zu verstehen ist aber auch ziemlich schwer, vor allem weil am Anfang nichts erklärt wird und der Leser einfach ins Geschehen eintaucht. Die ganzen verzwickten Gedankengänge sind ziemlich kompliziert und es braucht seine Zeit, um die Paradoxie einigermaßen zu verstehen. Was ich auch schade finde, ist, dass das Ende widersprüchlich ist und ich es nicht ganz nachvollziehen kann.
Auch den deutschen Titel find ich nicht besonders gut. Der Originaltitel „All our yesterdays“ entspricht mehr der Geschichte, deshalb finde ich es schade, dass der deutsche Titel nicht passender gewählt wurde.
Davon abgesehen ist es ein wirklich gutes Buch, spannend geschrieben, für Leser ab 14 Jahren. Ich vergebe 5 Sterne.
Rebekka Mattes (13) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Spannung