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Zerbrochener Mond von Gardner, Sally, Jugendbücher, Aus dem Leben, Außergewöhnliches

Zerbrochener Mond

Gardner, Sally

Übersetzung: Herzke, Ingo

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2014

Verlag: Carlsen

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783551583079

Inhalt

Was wäre, wenn der Zweite Weltkrieg anders ausgegangen wäre? Wenn ein grausames, totalitäres Regime die Weltherrschaft an sich reißen wollte? Würden wir brav unser armseliges Leben in Zone 7 leben, bei den Ratten und Fliegen, in ständiger Angst vor den Ledermantelmännern? Würden wir vor der Fahne des Mutterlands strammstehen, wie die Musterschüler mit ihren langen Hosen und ordentlich gebundenen Schlipsen? Oder würden wir wie Standish Treadwell, der Junge mit den verschiedenfarbigen Augen, unseren ganz eigenen Weg gehen?

Bewertung

1956. Der Zweite Weltkrieg ist komplett anders ausgegangen und das gewaltige Mutterland ist kurz davor, die weltweit allererste Mondlandung zu vollführen, um dem Rest der Welt ihre Macht und Stärke zu beweisen. Alle warten gebannt auf den großen Moment. Alle, außer Standish und sein Großvater, die das Spiel schon lange durchblickt haben. Und Standish weiß, er wird nicht einfach tatenlos zusehen, sondern handeln und alles dafür Mögliche tun, um die Welt vor dem vielleicht größten Schwindel aller Zeiten abzuhalten.

 

Der Titel des Buches hat mir sehr gut gefallen, er war auch der Grund, weshalb ich darauf aufmerksam wurde. Das Cover lässt einen schon erahnen, dass das Thema des Buches eher düster und gewaltsam ist. Die Autorin thematisiert ihre eigene Vorstellung von den Umständen, die hätten sein können, wenn die Geschichte des Zweiten Weltkrieges anders verlaufen wäre.

Das „Mutterland“ will die Weltherrschaft an sich reißen und nutzt damit seine Bürger bis zum Tode schamlos aus. Es wird nur sehr wenig erklärt, da die Geschichte auch aus der Perspektive eines, nach eigener Angabe dümmlichen jugendlichen Jungen erzählt wird.

Der Leser wird nicht gut in das Geschehen eingeleitet, sodass er sich ein Bild machen kann, sondern es geht ohne viele Erklärungen los. Die Kapitel sind sehr kurz, meistens nur eine Seite lang, was den Leser daran hindert, richtig in die Geschichte einzutauchen. Es wird viel durcheinandererzählt und erwähnt, was das Ganze schwer zu verstehen und eintönig macht. Gefühle und Erinnerungen werden nur kurz angerissen und unzureichend ausgeführt. Der Erzählton hat einen bitteren Beigeschmack, aufgrund von Rebellion und Gewalt.

 

Insgesamt hat mir das Buch nicht so gut gefallen, trotz guter Grundidee ist es nicht einfach zu lesen und leider fallen auch einige Erzähllücken auf, die zum besseren Verstehen beisteuern könnten. Ich empfehle das Buch für Leser mit Lust auf Mysterium und Rebellion und vergebe 2 Sterne.

 

Rebekka Mattes (14) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Außergewöhnliches