Kinderbücher  >  Kinderliteratur
Zorgamazoo von Weston, Robert Paul, Kinderbücher, Kinderliteratur, Sprachspaß

Zorgamazoo

Weston, Robert Paul / Rivas, Victor

Übersetzung: Gutzschhahn, Uwe-Michael

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2012

Verlag: Jacoby und Stuart

Empfohlen ab: 9 Jahre

ISBN: 9783941087989

Inhalt

Katrina Katrell ist ein Mädchen mit großem Herzen und noch größerer Phantasie. Ihr Vormund, die gries-grämige Mrs. Krabone, hasst sie dafür. Sie bestellt einen durchgeknallten Chirurgen zu einem mitternächtlichen Hausbesuch, der die Phantasie aus Katrinas Gehirn herausoperieren soll. Im letzten Augenblick kann Katrina fliehen, gerät jedoch gleich in die Fänge des finsteren Bugsy McCrook. Zum Glück kann der Zorgel Mortimer Yorgle sie retten. Katrina und er werden Freunde und bestehen gemeinsam ihr größtes Abenteuer: die Befreiung der entführten Zorgels von Zorgamazoo. Dabei gelingt es ihnen, eine bizarre intergalaktische Verschwörung aufzudecken, die zum Ziele hatte, die letzten Zauberwesen – Drachen, Meerjungfrauen, Elfen, Feen, Kobolde und Zorgel – auf unserem Planeten auszulöschen.

Bewertung

„Hier ist eine Geschichte, ein unglaubliches Stück“, beginnend mit einer unglaublichen Einleitung, nach der man das Buch schon nicht mehr weglegen kann. In dieser Geschichte geht es um ein kleines Mädchen, das bei seinem strengen Vormund, Mrs. Krabone, wohnt. Das Mädchen heißt Katrina und würde sehr gerne einmal ein Abenteuer erleben, und manchmal meint sie sogar einen Drachen oder ein Piratenschiff zu sehen, aber „Old Krabby“, wie sie ihren Vormund auch nennt, hält sie mit eisernem Griff in der Wirklichkeit gefangen. Doch eines Abends sieht Katrina aus der fahrenden U-Bahn eine unglaubliche Tier-Mensch-Gestalt, die nicht ihrer Fantasie entsprang. Als sie davon erzählt, ist Mrs. Krabone gar nicht begeistert und droht ihr sogar mit einer schlimmen Strafe, einer Hirnamputation, die sie brav und einfallslos machen soll. Zu Hause erwartet Katrina eine böse Überraschung: Old Krabby meinte es ernst mit ihrer Drohung. Sie hat einen Arzt gerufen, der Katrina das Gehirn herausnehmen soll, damit sie nicht mehr spinnt. Katrina weiß, dass sie das nicht zulassen darf. Sie flieht. Als sie auf ihrer Flucht von skrupellosen Banditen überfallen wird, wird sie zufällig durch das Erscheinen von Morty dem Zorgel, den sie auch in der U-Bahn gesehen hat, gerettet. Morty wurde durch ein Los dazu auserwählt, loszuziehen und die Zorgel aus Zorgamazoo, die seit einigen Tagen spurlos verschwunden sind, zu finden. Doch Morty ist überhaupt nicht der Typ für Abenteuer und freut sich deshalb sehr über Katrinas Hilfe. Zusammen beginnt für sie eine abenteuerliche, gefährliche Reise voller Überraschungen ...
Das Buch hat mir ganz toll gefallen, weil es super schräg und an manchen Stellen sogar gruselig ist. Manchmal hat man das Gefühl, gleich ist es aus mit Katrina oder Morty, aber dann haben sie doch wieder einen Einfall, der sie rettet. Die Charaktere wie das Mädchen Katrina und sogar den Zorgel Morty oder die Menschenfresserin Winnie konnte man sich durch die Beschreibung sehr gut vorstellen. Das Buch ist in Reimform geschrieben, was die Erzählung „flüssig“ und an manchen Stellen noch lustiger macht. In dem Buch wird man direkt vom Autor angesprochen und zwischendurch etwas gefragt oder er gibt seinen Kommentar zum Geschehen ab. Man hat dadurch das Gefühl, dass einem die Geschichte persönlich von einem sehr ideenreichen Erzähler berichtet wird. Der Schreibstil des Buches ist eher umgangssprachlich, es werden auch Schimpfwörter verwendet. Besonders gut gefallen haben mir die vielen lustigen Vergleiche, durch die man sich das Ganze noch besser vorstellen konnte. Die Gestaltung der Seiten ist nicht nur wegen der tollen Zeichnungen abwechslungsreich, sondern auch im Schriftbild: Wenn z.B. beschrieben wird, wie sich etwas dreht und windet, drehen und winden sich auch die Sätze und Buchstaben. Immer wieder fügt sich eine neue Geschichte hinein und immer wieder wird man von einem neuen Einfall überrascht. Da das Buch an einigen Stellen doch recht gruselig ist und man manchen Ideen des Autors nicht so leicht folgen kann, empfehle ich es erst ab etwa 8 Jahren. Ich vergebe 5 Sterne.
Lilia Weiser (10) :: Kinder-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Sprachspaß