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Zweiunddieselbe von Pearson, Mary E., Jugendbücher, Aus dem Leben, Fantasy

Zweiunddieselbe

Wie viel von mir bin ich?

Pearson, Mary E.

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2009

Verlag: Fischer Schatzinsel

Empfohlen ab: 12 Jahre

ISBN: 9783596853373

Inhalt

Körperlich unversehrt, aber ohne Erinnerung erwacht Jenna aus dem Koma. Verzweifelt versucht sie herauszufinden, wer sie einmal war. Denn der Mensch, als den ihre Eltern sie beschreiben, bleibt ihr fremd. Die Wahrheit, der sie schließlich Stück für Stück auf die Spur kommt, ist ungeheuerlich: Jenna hatte einen furchtbaren Unfall – und ihre Eltern haben alles medizinisch Mögliche getan, um sie am Leben zu erhalten. Doch ist sie wirklich noch dieselbe?

Bewertung

Als Jenna nach einem Jahr wieder aus dem Koma aufwacht, weiß sie nichts mehr. Sie weiß weder wer sie ist, noch wer sie vor dem Unfall war und warum sie überhaupt ins Koma fiel. Eine Reihe Ungereimtheiten im Verhalten ihrer Eltern bringen Jenna schließlich dazu genauer nachzuhaken, was vor dem Unfall war. Und dabei stößt sie auf ein schreckliches Geheimnis ...
"Zwei und dieselbe" hat mir supergut gefallen, ganz besonders, weil es mitten in der Geschichte einen Überraschungsmoment gibt: Am Anfang denkt man nämlich, das Buch sei in bester Reality-Manier geschrieben, schön realistisch und wirklichkeitsgetreu, doch dann nimmt das Buch eine ganz andere Wendung und entwickelt sich zu einer spannenden Science-Fiction-Story. Durch jede Menge ungelöster Fragen bleibt die Geschichte auch bis zum Ende spannend. Ich verbleibe mit 4 Sternen und einer Leseempfehlung.
Julia Gurol (15 Jahre) - Kinder-Redaktion Buecherkinder.de



Die Beurteilung des Romans von Mary E. Pearson kann durchaus von zwei Seiten erfolgen. Zum einen hätten wir da einen gelungenen - ich möchte mal sagen - Fantasy-Roman, der in der nahen Zukunft spielt. Die Orte und Personen sind durchaus real, die sehr fortgeschrittene Wissenschaft allerdings (zur Zeit noch) der Fantasie entsprungen. Der Spannungsbogen, der durch Jennas Zustand und die dadurch aufgeworfenen Fragen gespannt wird, hält sich bis zum abrupten Schluss. Hier und da stellt sich die Frage, warum manche Personen so ausführlich beschrieben werden, ohne später noch eine wichtige Rolle zu spielen. Trotzdem ist "Zweiunddieselbe" als Fantasy-Roman durchaus empfehlenswert.
Auf der anderen Seite setzt sich der Roman jedoch mit ethischen und philosophischen Fragen auseinander. Was macht den Menschen zum Menschen? Wann wird er zur Maschine? Gibt es eine Seele? Ist sie es, die den Unterschied zwischen Mensch und Maschine ausmacht? Wie weit dürfen wir zur Lebensrettung gehen? Und plötzlich wird klar, warum die Autorin manche Personen so ausführlich beschrieben hat und der Roman eben dort endet, wo er endet. Antworten gibt uns das Buch nicht vor, die muss jeder für sich selber finden.
So bietet der Roman spannende Unterhaltung mit Tiefgang. Er wirft Fragen auf, die einen noch lange nach Ende der Geschichte beschäftigen.
Übrigens hätte ich anstatt eines Schmetterlings einen Vogel auf der Hand als Titelbild besser gefunden.
Stefanie Leo - Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Fantasy