Autor: Stefanie Leo

Heute bin ich … ja was denn?

Fische gehören wohl zu den ausdruckärmsten Haustieren, die man sich vorstellen kann. Fröhlich, traurig, ängstlich, es gibt wohl kaum ein Gefühl, das man ihnen im Gesicht ablesen könnte. In dem fantastischen Bilderbuch „Heute bin ich“ von Mies van Hout, das 2012 bei aracari erschien, sieht das jedoch ganz anders aus. Hier werden Gefühle pur präsentiert. Auf jeder Doppelseite ist ein Fisch auf schwarzem Grund abgebildet, der jeweils in einer anderen Stimmung ist. Von A wie ängstlich bis Z wie zufrieden ist alles dabei. Beim Aufräumen meines Büros fiel mir neben dem eigentlichen Bilderbuch auch ein Kunstkarten-Set in die Hand, das auf 20 Karten Fische mit ganz unterschiedlichen Gefühlen zeigt. Ich bin der Meinung, dass diese Karte dringend geschrieben werden müssten, denn hin und wieder sollten wir unsere Lieben auch einmal mit ein paar ganz analogen Zeilen beglücken. Überzeuge mich mit einem pfiffigen Kommentar, dass gerade DU unbedingt mal wieder Karten schreiben müsstest. Am Ende bin ich dann so zufrieden wie der grüne Fisch und schicke sie dir zu! Ich versende die hochemotionalen Fische aufgrund der …

Zwei signierte Bücher suchen neue Besitzer!

Toll war sie, unsere 25. Wohnzimmerlesung! Tanya Stewner begeisterte die Zuhörer mit ihrem aktuellen Titel „Der Sommer, in dem die Zeit stehenblieb“, aus dem sie mit verschiedenen Stimmen las. Wie schön, dass sie der Flut der dystopischen Jugendbüchern einen hoffnungsvollen Jugendroman entgegengesetzt hat. Anlässlich dieses „silbernen“ Lesungsjubiläums verlose ich zwei von Tanya Stewner signierte Bücher. Zum einen selbstverständlich das aktuelle Jugendbuch „Der Sommer, in dem die Zeit stehenblieb“, zum anderen sollen natürlich auch die Liliane-Susewind-Fans nicht zu kurz kommen, weshalb es auch noch den schwungvoll signierten 10. Band „Eine Eule steckt den Kopf nicht in den Sand“ zu ergattern gibt. Unter allen Kommentierenden verlose ich also diese zwei signierten Bücher. Verratet mir doch einfach, weshalb ihr euch für das eine oder andere Buch interessiert. Jeder darf sich nur für einen Titel bewerben. Bis zum 14. Mai um 18:00 Uhr habt ihr Zeit zu kommentieren. Bei mehreren Bewerbern pro Buch entscheidet das Los per random.org. Aufgrund der Portokosten verschicke ich nur an Postadressen in Deutschland.

Reprodukt Verlag oder Lest mehr Kindercomics!

„Lies doch mal ein richtiges Buch!“ – diesen oder zumindest ähnliche Sätze mussten sich schon Generationen von Comiclesern anhören. Füllten in den 1980er Jahren hauptsächlich DIN A4-Sammleralben in Softcoverqualität die Regale, erobern seit gut 10 Jahren Comics ganz unterschiedlicher Coulour und Ausstattung den deutschen Markt. Egal ob Superhelden-Comics, Mangas für Jugendliche oder Literaturadaption, seit der Einführung des Begriffs „Graphic Novel“ werden Comics sukzessive salonfähig. Auch wenn viele den aus den USA stammenden Begriff nur für ein Marketinginstrument halten, ist er am Ende doch ein Türöffner für Buchhandel, Feuilleton und somit auch für das bildungsbürgerliche (Kinder-)Zimmer. Einer der wichtigsten deutschen Independant-Comicverlage ist der Berliner Reprodukt Verlag, der 1991 von Dirk Rehm gegründet wurde. Zunächst veröffentlichte Reprodukt Alben der amerikanischen Underground-Reihe „Love and Rockets“ der Brüder Gilbert und Jaime Hernandez. Es folgen weitere Zeichner der US-Independent-Szene und Ende der 1990er Jahre zunehmend Berliner und Hamburger Zeichner. Frankobelgische Künstler erweitern seit 2004 das Verlagsprogramm mit ihren Alben. Auf der Leipziger Buchmesse 2013 präsentierte Reprodukt sein erstes Kinderprogramm. Mit sieben Kindercomis, davon zwei Comics deutschsprachiger Autoren, ging der Verlag …

Claudia Gliemann und der MONTEROSA Verlag

Sich selbstständig zu machen birgt immer ein gewisses Risiko, in heutigen Zeiten jedoch einen Kinderbuchverlag zu gründen zeugt schon von großem Mut. Claudia Gliemann wagte 2010 den Schritt in die Selbstständigkeit und gründete in Karlsruhe den MONTEROSA Verlag. Als ausgebildete Übersetzerin war ihr die Verlagswelt alles andere als fremd, hatte sie doch in 15 Jahren für viele große Verlage (u.a. Arena, Carlsen, Heyne) bereits mehr als 50 Bücher aus dem Englischen ins Deutsche übertragen. Fünf Jahre sind seit der Verlagsgründung ins Land gegangen, sieben Titel sind erschienen, eine Krise musste gemeistert werden. Ein guter Zeitpunkt, um der Verlegerin Claudia Gliemann ein paar Fragen zu stellen. Was hat dich bewogen als Übersetzerin eine Verlagsgründung zu wagen? Das ist ganz einfach: Niemand wollte meine Texte 😉 Ich hatte damals übersetzt und in einem Unternehmen gearbeitet, dann kam die Wirtschaftskrise. Ich war eine der letzten, die kam und eine der ersten, die gehen musste. Ich hatte schon länger überlegt, einen Verlag zu gründen und dann habe ich aus der Arbeitslosigkeit heraus mit einem Existenzgründungszuschuss den Verlag gegründet. Und …

Buecherkinder & Eselsohr im April

Mit ein wenig Verspätung (immerhin ist ja noch April) kommen hier die Empfehlungen der Kinder und Jugendlichen aus der Zeitschrift Eselsohr und die Errata aus dem vergangenen Heft. Die Buecherkinder lesen! Buchtipps aus der Kinder- & Jugendredaktion, April 2015 Yannic (9): Der Drache hinter dem Spiegel von Ivo Pala, Fischer Sauerländer Matteo (10): Blätterrauschen von Holly-Jane Rahlens, Rowohlt Hannah (14): Panic von Lauren Oliver, Carlsen Annina (16): Auf der richtigen Seite von William Sutcliffe, Rowohlt Lisa (17): Vertauscht von Fiona Rempt, Urachhaus Zum Herunterladen (PDF) hier klicken! Ebenfalls in dieser Ausgabe erschien ein Interview, das ich mit der Kinder- und Jugendbuchautorin Tanya Stewner geführt habe.