Autor: Stefanie Leo

„Das alte Haus“ oder Kann man ein Buch von seinem Autor trennen?

Obwohl meine Kinder schon lange selbst lesen, haben wir uns von den liebsten Vorlesebüchern selbstverständlich nicht getrennt. Und so stehen „Die Geschichten von der Maus für die Katz“, „Latte Igel“ und „Das alte Haus“ einträchtig nebeneinander im Regal. Besonders die Märchen aus letzterem haben uns viele Jahre begleitet und oft habe ich die fantasievollen Geschichten der Großmutter und ihren drei Tieren Bautz, Krahks und Murks weiterempfohlen. Gerade erst ist im Kerle Verlag eine weitere Neuauflage des Klassikers von 1923 erschienen, die – noch ohne Wertung – auf der Buecherkinder-Seite zu finden ist. Gestern erreichten mich dann auf Twitter u.a. folgende Tweets: @Buecherkinder diskutiere hier gerade auch mit meinem Mann, ob man ein scheinbar tolles Kinderbuch gut finden kann, — carolynka (@carolynka) 20. Februar 2015 @Buecherkinder obwohl es ein Antisemit geschrieben hat. — carolynka (@carolynka) 20. Februar 2015 Ich muss gestehen, dass ich mich selten bis nie mit den Lebensläufen von Autorinnen und Autoren beschäftige sondern mit den Geschichten, die sie verfassen. Aber kann/darf/muss man den Autor und sein Werk getrennt betrachten, oder nicht? Und darf …

Buchtipp: Kirschen im Schnee

„Kirschen im Schnee“ erzählt die Geschichte der Schwestern GiGi (Doppel-G) und DiDi (Doppel-D), die ihre außergewöhnlichen, nach BH-Größen klingenden Spitznamen ebenso außergewöhnlichen Vornamen zu verdanken haben. Seit dem Tod der Mutter, von der den beiden lediglich ein Ringbuch mit handschriftlichen Rezepten als Erinnerungsstück geblieben ist, sind die 12-jährige GiGi und ihre neun Jahre ältere Schwester auf sich gestellt. DiDi arbeitet als Friseurin, um ihrer Schwester eine gute Schulausbildung zu ermöglichen. Ein besonderes Rezept der Sammlung ist die Torte „Kirschen im Schnee“, die nach der Lieblings-Lippenstift-Farbe der verstorbenen Mutter benannt ist, und lediglich zu Geburtstagen und besonderen Anlässen zubereitet wird. Noch ohne überhaupt das Buch aufgeschlagen zu haben, erfreut man sich als zukünftiger Leser zu allererst am liebevoll gestalteten Cover. Es mutet ein wenig 50er-Jahre-mäßig an und zeigt neben Titel und einem kleinen Spruchbanner eine Torte bzw. Pancakes mit Kirschen und Sahne. Wer das Buch allerdings gelesen hat, wird feststellen, dass es sich dabei nicht um die „Kirschen im Schnee“-Torte handelt. Titel, Untertitel sowie Kirschen sind mit Relieflack hervorgehoben. Auch der Klappentext – von einer Ich-Erzählerin …

Buchtipp, Verlosung und Lesung: Die Buchspringer

Buchtipp Eine geschickt konstruierte Geschichte, die gekonnt mit der Weltliteratur spielt. Ein spannendes und kurzweiliges Lesevergnügen! Ein Buchspringer zu sein, also jemand, der beim Lesen eines Buches als Beobachter in die Erzählung springen kann, davon können bibliophile Menschen wie ich nur träumen. Mechthild Gläser lässt diesen Traum für die Protagonisten ihres neuesten Romans „Die Buchspringer“ Wirklichkeit werden. Die Hauptfigur Amy, die nur durch Zufall erfährt, dass sie in Geschichten hineinspringen kann, nimmt den Leser mit auf eine Reise durch zahlreiche Kinderbuchklassiker wie Peter Pan, Alice im Wunderland oder Das Dschungelbuch und so manche Buchfigur aus ehemaligen Schullektüren, beispielsweise Goethes Werther, zeigt sich uns von einer ganz anderen Seite als im damaligen Deutschunterricht. Das „Literatur-Hopping“ ist nicht nur für Amy sondern auch für den Leser ein riesiger Spaß. Doch als Sherlock Holmes schließlich tot in der Außenwelt aufgefunden wird, ist klar, dass jemand sein Unwesen in der Literatur treibt, dem das Handwerk unbedingt gelegt werden muss, bevor noch mehr Geschichten zerstört werden. Mechthild Gläser hat in „Die Buchspringer“ Ausschnitte der klassischen Literatur gekonnt mit einer spannenden …

Mehr Sichtbarkeit für die Kinderbuchszene* schaffen!

* Mit Kinderbuchszene ist das breite Spektrum der Kinder- und Jugendliteratur gemeint. Ende Januar fand der 10. Hamburger Pub ’n‘ Pub-Stammtisch statt, in dem die fehlende Vernetzung und Sichtbarkeit der Kinderliteratur-Institutionen in der Hansestadt zur Diskussion standen. Tatsächlich hat Hamburg mit Oetinger und Carlsen zwei wirklich große Verlagshäuser zu bieten, ergänzt werden diese durch die Kinderbuchsparte des in Reinbek ansässigen Rowohlt Verlags, vielen kleinen Verlagen und sehr erfolgreichen Hörbuch-Labels. Keine andere Stadt weist eine derart hohe Konzentration von reinen Kinder- und Jugendbuchverlagen auf. Nichts desto trotz wird Hamburg nicht als Kinderbuchhauptstadt wahrgenommen, einen Zustand, den Katrin Hörnlein in ihrem ZEIT-Artikel „Wir sind doch ein Kinderdorf“ im Sommer letzten Jahres anprangerte. Sie sowie zahlreiche andere am Thema Interessierte trafen sich deshalb am 29. Januar zum Publishing-Stammtisch und ließen uns aus der Ferne via Twitter (hier die Zusammenfassung) an der lebhaften Diskussion teilhaben. Die Sorge, nicht ernst genommen zu werden innerhalb der Branche ist da.Kinderbuch ist literatur, also keine falsche Bescheidenheit! #pubnpub — Herzpotenzial (@Herzpotenzial) 29. Januar 2015 #kinderbuch in die Leseförderung schieben, dann bleibt’s günstig in …

Buecherkinder & Eselsohr im Februar

Die letzte Innen-Seite im Eselsohr ist auch in diesem Monat für die Buecherkinder reserviert. Die Buecherkinder lesen! Buchtipps aus der Kinder- & Jugendredaktion, Februar 2015 Klas (8): Wie man ein intergalaktischer Superheld wird von Matt Brown, Fischer Sauerländer Matteo (10): Teslas unvorstellbar geniales und verblüffend katastrophales Vermächtnis, von Neal Shusterman und Eric Elfman, Loewe Verlag Leonard (10): Mysterium. Der schwarze Drache von Julian Sedgwick, Aladin Vincent (12): Machine Boy von Andreas Schlüter, Kosmos Ian (13): Ruby Redfort. Schneller als Feuer von Lauren Child, Fischer KJB Zum Herunterladen (PDF) hier klicken.