Autor: Stefanie Leo

Sei dabei: #bloggerfuerfluechtlinge

Ich bin ein von Grund auf fröhlicher und optimistischer Mensch. Meine Gläser sind immer halb voll und Veränderungen sehe ich immer auch als Herausforderungen. Doch angesichts brennender Flüchtlingsheime, schweigender Politiker und konfuser Flüchtlingshilfe geriet auch mein Optimismus ins Wanken. Daher erschien die Intitiative #bloggerfuerfluechtlinge, die von Paul Huizing, Nico Lumma, Stevan Paul und Karla Paul ins Leben gerufen wurde, wie ein Wink des Schicksals. Was also eigentlich als Aktion in Berlin startete (Den ursprünglichen Hintergrund der Initiative muss ich hier nicht weiter erläutern, den könnt ihr in den verlinkten Beiträgen nachlesen.), nimmt dank guter Vernetzung der vier Blogger nur wenige Tage später Fahrt in ganz Deutschland auf. Egal worüber du bloggst oder ob du überhaupt bloggst, jeder kann im Netz mit dem Hashtag #bloggerfuerfluechtlinge eine klare Position gegen Fremdenfeindlichkeit beziehen. Gleichzeitig können Blogger jeder Couleur auf ihre Blogbeiträge zum Thema aufmerksam machen, sich besser vernetzen, Hilfe besser koordiniert werden. Verschiedene Header und Logos wurden von Desi und Béa entworfen und stehen hier zum Download bereit. Wer sie im Sinne von #bloggerfuerfluechtlinge nutzen möchte, dem geben …

So schreibt doch kein 12-Jähriger! – Doch.

Seit über 10 Jahren gibt es nun schon die Kinder- und Jugendredaktion bei Buecherkinder.de. Besonders wichtig war und ist mir eine Kontinuität in der Mitarbeit der Nachwuchsredakteure, weshalb es auch nicht verwunderlich ist, dass einige von ihnen schon viele Jahre mit von der Partie sind. Die achtzehnjährige Miriam Thiel feiert dieses Jahr sogar schon 10-jähriges „Dienstjubiläum“. An ihren Kritiken von damals bis heute kann man ihre Schreibentwicklung bestens verfolgen. Eine 60-köpfige Redaktion zu führen bedeutet einen großen logistischen Aufwand, den ich aber nicht scheue, da er gegenüber dem Sammeln von Gastrezensionen Fremder viele Vorteile bietet. Ich kenne meine Redaktionsmitglieder, zwar oft nicht persönlich, aber eben ihre Vorlieben, ihr Lese- und Schreibverhalten. Niemand, der in der Redaktion anfängt, muss perfekte Buchkritiken abliefern, die Schreibqualitäten entwickeln sich bei den meisten über die Jahre ohnehin von alleine. Eines haben aber alle Kritiken der Kinder- und Jugendredakteure gemeinsam: Sie werden von den Kindern geschrieben, von mir auf Rechtschreibfehler und Verständlichkeit geprüft, jedoch NIE redaktionell überarbeitet!! Es handelt sich also definitiv um O-Töne! Ich sage dies so klar, weil mich …

Was macht eigentlich … mit Kinderbüchern?

Seit Januar 2010 gibt es die Buecherkinder auch auf Facebook. Ebenso lange betreibe ich die Facebookseite  Ich mach was mit Kinder-Büchern, auf der ich Interessantes aus der Kinder- und Jugendbuchwelt poste. Mit rund 4.000 Fans, die entweder selbst was mit Kinderbüchern machen (hiermit ist natürlich alles vom Bilderbuch bis zur jungen Literatur gemeint) oder am Thema interessiert sind, hat die Seite mittlerweile eine beachtliche Stammleserschaft. Da ich online wie offline gerne Menschen mit ähnlichen Vorlieben zusammenbringe, möchte ich die Reichweite der Facebook-Seite für weitere Vernetzungen nutzen, weshalb ab Mitte August für jeweils eine Woche ein Kinderbuchmensch zum Co-Admin von Ich mach was mit Kinder-Büchern ernannt wird. In dieser Woche wird sie oder er den Lesern einen Einblick geben, wie beispielsweise das (Arbeits-)Leben eines Autors oder eines Pressesprechers, einer Illustratorin oder einer Hörbuchverlegerin, einer Kinderbuchhändlerin oder eines Leseförderers aussieht. Die jeweiligen Co-Admins werden immer sonntags von mir vorgestellt bevor sie montags ihre „Stelle“ antreten. Den Anfang macht der Kinder- und Jugendbuchautor Frank Maria Reifenberg. Ich freue mich schon sehr darauf herauszufinden, was denn eigentlich die anderen …

Was macht den Autor „frei“?

In den Kurzbiografien zahlreicher Bücher trifft man regelmäßig auf die Bezeichnung „freier Autor“. Aber was genau unterscheidet denn nun den Autor vom „freien“ Autor? Obgleich die größte aller Suchmaschinen zahlreiche Ergebnisse zum Thema ausspuckt, liefert sie nicht wirklich Antworten. Anzeigen sogenannter Zuschussverlage werden eingeblendet, es ist von freier Mitarbeit und nebenberuflicher Tätigkeit die Rede. Ich will es genauer wissen und hake nach bei einem, der erst kürzlich beschlossen hat, als freier Autor zu arbeiten. Der freie Autor Frank Maria Reifenberg Frank Maria Reifenberg wurde 1962 in der Nähe von Siegen geboren und wuchs wohlbehütet in einem Dorf im Westerwald auf. Nach Abitur und Ausbildung zum Buchhändler wurde er in den späten 80er Jahren Texter und Mitinhaber einer Public Relations-Agentur. Anfang des neuen Jahrtausends absolvierte Reifenberg an der Internationale Filmschule Köln das Ausbildungsprogramm für Drehbuchautoren. Fortan schrieb er Drehbücher und Konzepte für Film und Fernsehen bevor er 2003 begann Romane für Verlage wie Thienemann, Rowohlt, Bloomoon/arsEdition, Ueberreuter oder Ravensburger zu schreiben. Seit 2008 widmet Reifenberg sich der Jungenleseförderung mit Workshops nur für Jungen, Seminaren und Vorträgen …

Hitsuzen oder Die Philosophie der Zufälle

Ist unser Leben seit dem Urknall vorbestimmt und unser Schicksal unausweichlich oder haben wir den Lauf unseres Lebens selbst in der Hand? Eine Frage, die sich der Leser des außergewöhnlichen Buches „Das zufällige Leben der Azalea Lewis“ sicher bisweilen auch selbst gestellt hat. Das Leben der Hauptfigur ist hingegen von so vielen Zufällen, die ein bestimmtes Muster verfolgen, bestimmt, dass es so scheint, als sei ihr Schicksal unausweichlich. Mein Großvater starb an einem Mittsommertag. Meine leibliche Mutter starb an einem Mittsommertag. Der Mann, der mein leiblicher Vater gewesen sein muss, starb auf See an einem Mittsommertag. Und meine Adoptiveltern starben an einem Mittsommertag. Und es vergeht kein Tag, mein Liebster, an dem ich nicht schon morgens beim Aufstehen an einen Tag in nur vier Monaten denke, wenn die Teile des Räderwerks erneut ineinandergreifen werden und nur noch eine Person zum Sterben übrig ist. Und diese Person werde ich sein. [Klappentext] Dieses Buch ist in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich. Zum einen ist da natürlich das äußerst spannende Thema des Romans. Ist unser Leben vorbestimmt – der Japaner …