Autor: Stefanie Leo

Book-Dating: 5 Minuten für dein Lieblingsbuch

Auch wenn das Speed-Dating seinen Ursprung in der Beziehungsanbahnung hat, erfreut sich die schnelle Art des Kennenlernens mittlerweile in vielen weiteren Bereichen großer Beliebtheit. Unter dem Motto „Buchfans lernen sich kennen!“ laden die Stadtbüchereien Düsseldorf im September und Oktober zum Book-Dating an. Im Mittelpunkt stehen bei dieser Art des Speed-Datings allerdings die mitgebrachten Lieblingsbücher, die man seinem Gegenüber schmackhaft machen will. Dafür hat man fünf Minuten Zeit ehe der Gong ertönt und man einen Sitzplatz weiter rutschen muss. Innerhalb kürzester Zeit erhält man auf diese Weise jede Menge Buchtipps aus erster Hand. Wie das Ganze ablaufen könnte, zeigt dieses Video im YouTube-Kanal der Stadtbüchereien Düsseldorf: Lust bekommen? Dann gibt es hier eine Übersicht, wann und in welcher Düsseldorfer Bibliothek die Book-Datings stattfinden. Anmeldung per Mail oder Telefon ist bis zwei Tage vor der Veranstaltung erwünscht. Mittwoch, 16. September um 20 Uhr Zentralbibliothek, Bertha-von-Suttner-Platz 1 Telefon 0211.8994027 Mittwoch, 30. September um 19 Uhr Stadtteilbibliothek Bilk, Friedrichstraße 127 Telefon 0211.899290 Freitag, 16. Oktober um 19:30 Uhr Stadtteilbücherei Gerresheim, Heyestraße 4 In Kooperation mit der KÖB St. Ursula …

Interview mit Antonia Michaelis

„Zwei Fragen. Erstens: Ist es sinnvoll, weiterzuleben? Und Zweitens: Ist es sinnvoll, allein Geburtstag zu feiern?“ – Mit diesen Sätzen beginnt der Roman „Niemand liebt November“ meiner Lieblingsautorin Antonia Michaelis. Etwas mehr als diese zwei Fragen hatte ich dann aber doch an sie als ich die Möglichkeit bekam, ein Interview mit ihr zu führen. Warum aber Antonia Michaelis? Nun ja, ich bin sozusagen mit ihren Büchern aufgewachsen und habe sie seitdem nie aus der Hand gelegt. Begonnen bei wilden und freien Geschichten der Kinder von Ammerlo, über eine Reise zum „Zwölften Kontinent“ und endend im dunklen Hinterzimmer des „Botelled“ aus „Niemand liebt November“ waren sie quasi immer dabei. Dieser ganz besondere Stil, die mitschwingende Ironie trotz der Dunkelheit und Tiefe und die verschwommene Grenze zwischen Realität und Fiktion haben mich zweifellos zum Fan gemacht. Ziemlich aufgeregt tippte ich also alle Fragen, die sich über die Jahre so angesammelt hatten, in das offene Mailfenster und schickte sie noch immer so aufgeregt ab. – Klang das vielleicht zu steif? Oder hätte ich die letzte Frage nicht lieber …

Sei dabei: #bloggerfuerfluechtlinge

Ich bin ein von Grund auf fröhlicher und optimistischer Mensch. Meine Gläser sind immer halb voll und Veränderungen sehe ich immer auch als Herausforderungen. Doch angesichts brennender Flüchtlingsheime, schweigender Politiker und konfuser Flüchtlingshilfe geriet auch mein Optimismus ins Wanken. Daher erschien die Intitiative #bloggerfuerfluechtlinge, die von Paul Huizing, Nico Lumma, Stevan Paul und Karla Paul ins Leben gerufen wurde, wie ein Wink des Schicksals. Was also eigentlich als Aktion in Berlin startete (Den ursprünglichen Hintergrund der Initiative muss ich hier nicht weiter erläutern, den könnt ihr in den verlinkten Beiträgen nachlesen.), nimmt dank guter Vernetzung der vier Blogger nur wenige Tage später Fahrt in ganz Deutschland auf. Egal worüber du bloggst oder ob du überhaupt bloggst, jeder kann im Netz mit dem Hashtag #bloggerfuerfluechtlinge eine klare Position gegen Fremdenfeindlichkeit beziehen. Gleichzeitig können Blogger jeder Couleur auf ihre Blogbeiträge zum Thema aufmerksam machen, sich besser vernetzen, Hilfe besser koordiniert werden. Verschiedene Header und Logos wurden von Desi und Béa entworfen und stehen hier zum Download bereit. Wer sie im Sinne von #bloggerfuerfluechtlinge nutzen möchte, dem geben …

So schreibt doch kein 12-Jähriger! – Doch.

Seit über 10 Jahren gibt es nun schon die Kinder- und Jugendredaktion bei Buecherkinder.de. Besonders wichtig war und ist mir eine Kontinuität in der Mitarbeit der Nachwuchsredakteure, weshalb es auch nicht verwunderlich ist, dass einige von ihnen schon viele Jahre mit von der Partie sind. Die achtzehnjährige Miriam Thiel feiert dieses Jahr sogar schon 10-jähriges „Dienstjubiläum“. An ihren Kritiken von damals bis heute kann man ihre Schreibentwicklung bestens verfolgen. Eine 60-köpfige Redaktion zu führen bedeutet einen großen logistischen Aufwand, den ich aber nicht scheue, da er gegenüber dem Sammeln von Gastrezensionen Fremder viele Vorteile bietet. Ich kenne meine Redaktionsmitglieder, zwar oft nicht persönlich, aber eben ihre Vorlieben, ihr Lese- und Schreibverhalten. Niemand, der in der Redaktion anfängt, muss perfekte Buchkritiken abliefern, die Schreibqualitäten entwickeln sich bei den meisten über die Jahre ohnehin von alleine. Eines haben aber alle Kritiken der Kinder- und Jugendredakteure gemeinsam: Sie werden von den Kindern geschrieben, von mir auf Rechtschreibfehler und Verständlichkeit geprüft, jedoch NIE redaktionell überarbeitet!! Es handelt sich also definitiv um O-Töne! Ich sage dies so klar, weil mich …

Was macht eigentlich … mit Kinderbüchern?

Seit Januar 2010 gibt es die Buecherkinder auch auf Facebook. Ebenso lange betreibe ich die Facebookseite  Ich mach was mit Kinder-Büchern, auf der ich Interessantes aus der Kinder- und Jugendbuchwelt poste. Mit rund 4.000 Fans, die entweder selbst was mit Kinderbüchern machen (hiermit ist natürlich alles vom Bilderbuch bis zur jungen Literatur gemeint) oder am Thema interessiert sind, hat die Seite mittlerweile eine beachtliche Stammleserschaft. Da ich online wie offline gerne Menschen mit ähnlichen Vorlieben zusammenbringe, möchte ich die Reichweite der Facebook-Seite für weitere Vernetzungen nutzen, weshalb ab Mitte August für jeweils eine Woche ein Kinderbuchmensch zum Co-Admin von Ich mach was mit Kinder-Büchern ernannt wird. In dieser Woche wird sie oder er den Lesern einen Einblick geben, wie beispielsweise das (Arbeits-)Leben eines Autors oder eines Pressesprechers, einer Illustratorin oder einer Hörbuchverlegerin, einer Kinderbuchhändlerin oder eines Leseförderers aussieht. Die jeweiligen Co-Admins werden immer sonntags von mir vorgestellt bevor sie montags ihre „Stelle“ antreten. Den Anfang macht der Kinder- und Jugendbuchautor Frank Maria Reifenberg. Ich freue mich schon sehr darauf herauszufinden, was denn eigentlich die anderen …